Rosenheimer (34) schlägt Alarm

Notruf wegen Mord abgesetzt: Als Polizei eintrifft, erinnert sich Anrufer an nichts

Notruf (Symbolbild)
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Notruf (Symbolbild)

Rosenheim - Die Polizei rückte am Freitagmorgen aus, weil jemand einen Mord meldete. Doch als die Beamten eintrafen, stellte sich alles ganz anders dar.

Die Polizeibeamten in Rosenheim staunten am nicht schlecht, als sie in den frühen Morgenstunden vom Freitag, den 27. November, am „Tatort“ ankamen, zu dem sie gerufen wurden. Über den Notruf war die Nachricht eingegangen, dass grade jemand umgebracht werde, berichtet die Polizeiinspektion Rosenheim in einer Pressemeldung.

Natürlich rückten die Beamten sofort mit mehreren Streifen aus. Vor Ort trafen sie auch tatsächlich auf den 34-jährigen Anrufer, der die Straftat gemeldet hatte.

Doch zur Überraschung der Polizisten war gar kein Mord geschehen. Überhaupt kein Verbrechen konnten sie auf den ersten Blick feststellen. Im Gegenteil: Der Mann wirkte sogar recht verschlafen. Als die Beamten ihn nach seinem Notruf fragten, reagierte er verwirrt und fragte, ob er den wirklich gerufen habe. Er könne sich daran wirklich nicht mehr erinnern.

Die Ursache für seine Erinnerungslücke stand schnell fest. Ein freiwilliger Atemalkoholtest ergab über zwei Promille, außerdem konnten die Polizisten in der Wohnung eine geringe Menge Betäubungsmittel auffinden und sicherstellen. Der 34-Jährige meinte letztlich, er werde sich jetzt lieber Schlafen legen, was die Beamten durchaus befürworteten. Ein Ermittlungsverfahren nach dem Betäubungsmittelgesetz ist dennoch die Folge.

jv/Pressemeldung Polizei Rosenheim

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