Mehrgenerationenhaus besteht auch 2015

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Bildung und Angebote für jedes Alter sind im Mehrgenerationenhaus zu finden.

Rosenheim - Durch Spenden ist der Fortbestand ist gesichert: Bildungs- und Freizeitangebote für jedes Alter sind auch 2015 im Mehrgenerationenhaus zu finden.

2007 fiel im Rahmen des Programms Mehrgenerationenhäuser des Bundesfamilienministeriums der Startschuss für das Mehrgenerationenhaus (MGH) in Rosenheim. Die vom AWO-Kreisverband Rosenheim e.V. getragene Einrichtung entwickelte sich in der Folgezeit zur fachlichen Anlaufstelle für die Bedürfnisse, Interessen und das Engagement aller Altersgruppen.

Mit dem Auslaufen der immer wieder nur befristeten Fördermittel steht der Fortbestand allerdings regelmäßig auf der Kippe, aktuell zum dritten Mal in 8 Jahren. Für 2015 ist es jedoch erneut gelungen, die 30.000 Euro Programmmittel für das MGH Rosenheim zu sichern. Fördervoraussetzung hierfür war auch die erneute Kostenbeteiligung durch die Stadt Rosenheim, die ihr großes Interesse an der Fortführung der erfolgreichen Arbeit signalisierte und hierfür die notwendigen 10.000 Euro als kommunalen Anteil zur Verfügung stellt. Schwerpunkte des Mehrgenerationenhauses sind „Alter und Pflege“, „Integration und Bildung“ und „Freiwilliges Engagement“.

Projektleiter Klaus Schindler: „Mit unseren vielfältigen Angeboten finden bei uns Angehörige jeden Alters interessante Dienstleistungen, die wir miteinander kombinieren, aufeinander abstimmen und wo notwendig ergänzen. So schaffen wir ein Netzwerk zwischen den Generationen.“ Schindler bedauert aber auch die weiterhin fehlende Nachhaltigkeit. „Der bundesweite Erfolg der Mehrgenerationenhäuser zeigt doch, dass damit ein Bedürfnis der Menschen getroffen wird. Den offensichtlich vorhandenen, vielfältigen Anforderungen und Bedürfnissen auf die Mehrgenerationenhäuser reagieren und antworten, müssen auch entsprechende Kostenträger zugeordnet werden. Zeitlich befristete und unterfinanzierte Programme können hierbei nicht die Lösung sein.“ Dem Vernehmen nach wird für die Zeit ab 2016 an einer nachhaltigen Finanzierung gearbeitet, doch so Schindler: „Das glaube ich erst wenn ich es sehe.“

Im Mehrgenerationenhaus vereinen sich verschiedene Beratungsstellen mit Kinderbetreuungsangeboten, einer Seniorenbegegnungsstätte und haushaltsnahen Dienstleistungen. Darüber hinaus ist es Anlaufstelle für Alleinerziehende, Veranstaltungsort für Kurse, beheimatet Selbsthilfegruppen, Demenzbetreuung und weitere Initiativen. Wöchentlich nutzen damit bis zu 400 Personen – vom Kleinkind bis zum Senior - die Räumlichkeiten und Angebote der Einrichtung an der Ebersberger Straße. Mit Projekten wie den Vorlesepaten, der Tafelrunde, Wohnraum für Hilfe, Familienanschluss-Service oder den Schülerpaten engagiert sich das Mehrgenerationenhaus mit einer Vielzahl Ehrenamtlicher auch ganz bewusst außerhalb des Hauses, im Stadtteil und darüber hinaus.

Auf der Agenda für 2015 stehen neben dem Erhalt der bisherigen Angebote auch wieder neue Ideen. So ist an ein Speed-Dating für Familien gedacht und soll die berufliche Integration von Müttern weiter verstärkt werden. Auch räumlich würden die Verantwortlichen im Haus gerne bleibende Akzente setzen. „Als Haus für jedes Alter ist uns der Abbau von baulichen Barrieren ein großes Anliegen, auch würden wir unsere Ehrenamtlichen gerne durch mehr Arbeitsflächen in der Küche unterstützen. Wir hoffen auf Spenden um diese Wünsche umsetzen zu können, erwirtschaften können wir solche Ausgaben mit der derzeitigen Förderung nicht“, so Projektleiter Klaus Schindler.

Informationen zum Mehrgenerationenhaus und den aktuellen Angeboten und Projekten erhalten Sie unter der Telefonnummer 08031/94137321 oder unter www.awo-rosenheim.de.

Pressemeldung des Mehrgenerationenhauses Rosenheim

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