Mint-Plus Programm am Karolinen-Gymnasium

Schüler entwickeln Teilchenbeschleuniger für Tennisbälle

+
von links hinten: Schuldirektorin Sigrid Rechenauer, der Betreuer des Wettbewerbs Studiendirektor Florian Ludwig, der Fachbereichsleiter Physik Peter Hetterich, Sparkassen-Gebietsdirektor Thomas Dobner. Vorne: die beiden Preisträger Ferdinand Pelzl und Benedikt Schiller, MdB Daniela Ludwig, Staatssekretär Stefan Müller.

Rosenheim – Physik, Mathe, Informatik und Naturwissenschaften können abenteuerliche und spannende Schulfächer sein. Den Beweis dafür liefert das Karolinen-Gymnasium Rosenheim mit seinem Mint-Plus Programm, mit dem begabte Schüler in diesen Fächern gefördert werden.

In einem Physik-Wettbewerb bauten Schülerinnen und Schüler jetzt kreative Teilchenbeschleuniger für Tennisbälle. Die Sieger des Wettbewerbs, Benedikt Schiller und Ferdinand Pelzl, dürfen als Belohnung den größten Teilchenbeschleuniger der Welt CERN im Schweizer Kanton Genf besuchen.

Bei der Siegerehrung gratulierten der Staatssekretär im Bundesforschungsministerium Stefan Müller als Schirmherr des Wettbewerbs und die Rosenheimer Bundestagsabgeordnete Daniela Ludwig den Schülern und dem Gymnasium zu diesem außergewöhnlichen Projekt. "Das ist eine großartige Initiative", sagte Müller. "Deutschland hat kaum Rohstoffe im Boden. Unser Rohstoff ist in den Köpfen, und wir müssen Bildung fördern, wenn Deutschland erfolgreich bleiben soll. Wichtigste Voraussetzung für Innovationen ist die Bildung in den Mint-Fächern."

Müller hatte den ersten Preis über die Deutsche Physikalische Gesellschaft organisiert. Daniela Ludwig betonte, das Karolinen-Gymnasium spiele bei der Förderung in den Mint-Fächern in der Region eine herausragende Rolle. "Das Gymnasium wurde vor eineinhalb Jahren als erste Schule in Rosenheim als 'MINT–freundlich' zertifiziert und hat damit ein Zeichen gesetzt. Mit dem Mint-Plus Programm ist die Schule noch einen Schritt weitergegangen. Sie bietet Begabtenförderung in wichtigen Fächern an. Erfreulich ist, dass sich auch zunehmend Mädchen für Physik, Mathe oder Chemie interessieren."

Die Begeisterung bei den Schülern am Programm ist groß

Im Physik-Wettbewerb wurden die Schüler aufgefordert, einen Teilchenbeschleuniger zu bauen, mit dem sich Tennisbälle beschleunigen lassen. Insgesamt zehn abenteuerliche Konstruktionen wurden präsentiert. Die Aufgabe bestand darin, Getränkedosen zielgenau zu treffen. Mit großer Begeisterung und mit stundenlanger Arbeit auch an den Wochenenden hatten sich 37 Schüler ans Werk gemacht.

Schuldirektorin Sigrid Rechenauer freute sich über den Erfolg des Mint-Plus Programms. "Herausgekommen sind außerordentlich kreative Lösungen. Unser Programm stößt auch auf große Resonanz. In jedem Jahr kommen 60 Schüler zu uns, die in die Mint-Klassen gehen." Der Betreuer des Wettbewerbs, Studiendirektor Florian Ludwig, hatte viele Schüler angeschrieben und zur Teilnahme aufgerufen. "Alle wollten mitmachen, das freut mich als Lehrer sehr. Schließlich war das eine freiwillige Sache."

Weitere Module des Mint-Plus-Programms sind eine "Lange Nacht der Physik", die Entwicklung einer Handy-App oder die Herstellung von Parfüm im Fach Chemie. Möglich wurde das Mint-Plus-Programm durch die großzügige Unterstützung der Sparkassen-Stiftung Rosenheim. Der Gebietsdirektor der Sparkasse Thomas Dobner sagte bei der Preisverleihung, ohne gute Bildung in den Mint-Fächern würde Deutschland im internationalen Wettbewerb den Anschluss an die Weltspitze verlieren. "Die Förderung der Schüler in diesen Fächern ist deshalb von außerordentlich hoher Bedeutung."

Wahlkreisbüro Daniela Ludwig, MdB

Kommentare