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Zwei junge Samerbergerinnen starben

Anklage gegen zwei Fahrer: Fahrlässige Tötung!

Die Trauer über den frühen Tod der beiden jungen Frauen war riesig in der Gemeinde.
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Die Trauer über den frühen Tod der beiden jungen Frauen war riesig in der Gemeinde.

Rosenheim/Samerberg - Mehr als ein halbes Jahr ist es nun her, dass zwei junge Frauen vom Samerberg bei einem fürchterlichen Unfall aus dem Leben gerissen wurden.

Am 20. November, einem Sonntagabend, starben Melanie R. (21) und Ramona D. (15) bei einem Frontalunfall in der Miesbacher Straße in Rosenheim. Die Bestürzung und Anteilnahme in der Gemeinde Samerberg war groß.  

Während die Nissan-Fahrerin Melanie R. noch an der Unfallstelle starb, verlor Ramona D., die auf der Rücksitzbank saß, in der Klinik den Kampf um ihr Leben. Schwer verletzt wurde außerdem die damals 19-jährige Beifahrerin im Nissan und die Beifahrerin im anderen Unfallauto. 

Anschließend wurde spekuliert, ob die beiden jungen Frauen Opfer eines illegalen Autorennens wurden. Auch ein "Überholfehler" wurde für möglich gehalten.

Staatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen zwei Männer

Jetzt steht fest: Nicht nur der Fahrer des VW Golf, der mit dem Nissan Micra zusammengestoßen war, sondern auch ein BMW-Fahrer muss sich vor Gericht verantworten. Auf Anfrage von rosenheim24.de teilte Oberstaatsanwalt Jürgen Branz mit, dass gegen beide Männer nun eine gleichlautende Anklage erhoben wurde. 

Der Golf-Fahrer, der zum Unfallzeitpunkt 23 Jahre alt war, habe bei unklaren Verkehrsverhältnissen grob fahrlässig überholt. Der BMW-Fahrer wiederum habe verhindert, dass der Golf-Fahrer den Überholvorgang gefahrlos beenden konnte. 

Beide werden deshalb angeklagt, sich jeweils in zwei Fällen einer fahrlässigen Tötung und einer fahrlässigen Körperverletzung schuldig gemacht zu haben. Außerdem müssen sie sich wegen einer Gefährdung des Straßenverkehrs verantworten. 

Damit steht eine Haftstrafe im Raum, wie Oberstaatsanwalt Branz gegenüber rosenheim24.de erklärte. Laut §222 Strafgesetzbuch ist bei einer Verurteilung wegen fahrlässiger Tötung eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren möglich

Frage des Straßenrennens noch unklar

Ob es ein illegales Straßenrennen war, kann Branz bislang nicht genau beurteilen. Beide Fahrer kannten sich vorher jedenfalls nicht persönlich. 

Es scheint so, dass die jungen Frauen wegen eines Kräftemessens von zwei Autofahrern sterben mussten, da beide nicht zurückstecken wollten. Raserei und männlicher Stolz - letztlich führte das in eine Katastrophe. 

Die Verhandlung soll vor dem Schöffengericht des Amtsgerichts Rosenheim stattfinden. Ein Prozesstermin steht noch nicht fest. 

Aus unserem Archiv: 

Schwerer Unfall in der Miesbacher Straße

 © Josef Reisner
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Die Unfallstelle am Tag danach

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