Stadteinwärts in Richtung Hubertusstraße

So soll die Stausituation am Brückenberg entspannt werden

Hier soll eine zweite Linksabbiegerspur kommen. 
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Hier soll eine zweite Linksabbiegerspur kommen. 

Rosenheim - Wer über den Brückenberg stadteinwärts fährt, braucht oftmals viel Geduld. Besonders zu den Pendlerzeiten am Morgen und frühen Abend. Der Stadtrat will die Verkehrssituation nun entlasten. 

Nach der Sommerpause nahmen die Rosenheimer Stadträte am Dienstagabend ihre Arbeit wieder auf - mit dem Ausschuss für Verkehrsfragen und ÖPNV. Und gleich rauchten die Köpfe, denn es ging um eine der meistdiskutierten Verkehrsknotenpunkte der Stadt. 

Das soll am Brückenberg passieren: 

Beschlossen wurden zuvor bereits zwei Fahrstreifen an der Ecke Münchener Straße/Eidstraße, nun gaben die Stadträte für eine weitere Erweiterung grünes Licht. 

  • Im Zuge der Baumaßnahmen am Bahnhofsareal Nord kommt ein zweiter Fahrstreifen für Linksabbieger vom Brückenberg in Richtung Hubertusstraße.
  • Die neue Spur ist für alle Fahrzeuge gedacht, die in Richtung Pichelmayrstraße abbiegen wollen
  • Durch diese Linksabbiegerspur für etwa vier Fahrzeuge erhofft man sich eine Entflechtung durch eine Vorsortierung der Verkehrsströme
  • Auch der nachfolgende Streckenabschnitt der Hubertusstraße soll entsprechend ganz zweistreifig ausgebaut werden
  • Außerdem soll die Rechtsabbiegerspur in die Wittelsbacherstraße verlängert werden

Nur rund vier Fahrzeuge pro Grünphase

Bernd Reich vom Beratungsbüro TSC empfahl den Stadträten anhand der Ergebnisse seiner Verkehrssimulation diese Lösung, allerdings räumte er ein, dass durch Spurwechsel von Ortsunkundige weiterhin Verzögerungen auftreten werden. Ampeln mit verkehrsabhängiger Steuerung würden jedoch einen besseren Fluss der Ströme regeln. 

Um diesen Knotenpunkt geht es.

Bei den Stadträten Franz Opperer (Grüne), Horst Halser (ÖDP) sowie Robert Metzger (SPD) blieben jedoch Zweifel an der Sinnhaftigkeit der Ausbaumaßnahmen im Verhältnis zu den Kosten, die noch nicht abschätzbar sind. Die von Reich prognostizierten vier Fahrzeuge pro Grünphase (Umlauf von 90 Sekunden), die von der zweiten Spur als Abbieger in die Pichlmayrstraße profitieren würden, erschienen den Politiker als ziemlich wenig für so eine Maßnahme. 

"Keine umwälzenden Verbesserungen"

So sprach auch Dezernent Helmut Cybulska davon, dass durch die zweite Linksabbiegerspur keine "umwälzenden Verbesserungen" zu erwarten seien, jedoch ein "positiver Effekt", weil der Verkehrsraum besser ausgenutzt werde. 

CSU-Fraktionschef Herbert Borrmann verwies wiederholt auf den Brückenberg stadtauswärts: "Im Westen haben wir die gleiche Vorsortierung" - und diese würde doch auch helfen. Mit der zusätzlichen Spur könne man "die Bürger vom Stress befreien, weil sie kürzer stehen müssen und tun sogar etwas gegen die Luftverpestung", so Borrmann. 

Auch die Oberbürgermeisterin warb für den Fahrspurausbau: "Wir beschleunigen den Brückenberg stadteinwärts durch die Aufweitung. Durch die längere Aufstellfläche in Richtung Pichelmayrstraße wird die Geradeausspur freigehalten", so Gabriele Bauer.

Letztlich stimmte der Verkehrsausschuss mit drei Gegenstimmen dem Vorschlag von Diplom-Ingenieur Bernd Reich zu. 

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