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Wieder Betrüger-E-Mails in Rosenheim im Umlauf

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Rosenheim - Seit einiger Zeit versuchen Betrüger per E-Mail an Informationen von Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern zu gelangen. Auch an Rosenheimer wurden diese Mails bereits verschickt. Das Bundeszentralamt für Steuern warnt.

"Gegen Sie oder Ihre Organisation wurde ein Gerichtsverfahren eingeleitet durch das Bundeszentralamt für Steuern." Mit diesem Satz beginnt die Betrüger-Email, die derzeit auch in Rosenheim im Umlauf ist. Weiter heißt es mit erheblichen Grammatik- und Orthografie-Fehlern sowie willkürlicher Zeichensetzung: "Sie haben {2| 3| 4|5} Tage{, nachdem Sie dieser Benachrichtigung erhalten haben|nach Eingang dieser Benachrichtigung Zeit}, {um anzurufen|sich telefonisch zu melden|uns telefonisch zu kontaktieren|telefonisch Kontakt zu uns aufzunehmen} oder andere {rechtliche|rechtmäßige} {Maßnahmen|Schritte} {zu ergreifen|einzuleiten|vorzunehmen}."

Bundeszentralamt für Steuern warnt

Immer wieder versuchen Unbekannte mit betrügerischen Emails anInformationen von Steuerpflichtigen zu kommen.  Dem Bundeszentralamt für Steuern sind die E-Mails bereits bekannt. Das Amt spricht die Warnung aus: "Das Bundeszentralamt für Steuern warnt ausdrücklich davor, die der E-Mail angehängte, vermutlich mit einem Schadprogramm infizierte Datei zu öffnen und auf solche oder ähnliche E-Mails zu reagieren. Steuererstattungen müssen nicht per E-Mail beantragt werden. Es wird dringend empfohlen diese E-Mails zu löschen und aus dem E-Mail-Papierkorb zu entfernen."

Auch das Landesamt für Steuern in München weiß von den Nachrichten. Eine Sprecherin sagt gegenüber rosenheim24.de hierzu: "Per Email werden wir niemals auf Steuerpflichtige zukommen." Das Polizeipräsidium Oberbayern Süd teilte auf Nachfrage von rosenheim24.de mit, dass im Bezug auf die Betrugs-Mails derzeit noch keine Anzeigen eingegangen seien. 

Verfasser werden immer kreativer

Betrugs-E-Mails wird es wohl immer geben, doch die Verfasser werden immer kreativer. Im Frühjahr diesen Jahres wurde ein Bernauer angeblich beim Onanieren gefilmt und durch Unbekannte dann per E-Mail erpresst. 1.400 Dollar hätte er zahlen sollen, damit das angebliche Video nicht veröffentlicht wird. 

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik beobachtet fast täglich neue Varianten mit phantasievoll erfundenen Geschichten. Oft knüpfen Betrüger an aktuellen Ereignissen an, um ihren Lügen den Anschein von Glaubwürdigkeit zu verleihen. Aber auch die Aussicht auf einen Bonus oder Preis soll zur Eingabe persönlicher Informationen verlocken.

jb

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa

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