Bettlerbanden: Das rät die Stadt!

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Rosenheim - In Rosenheim tauchen wieder vermehrt Bettlerbanden auf. Wir haben die Stadt gefragt, ob betteln überhaupt erlaubt ist und wie man sich als Passant verhalten soll:

Immer wieder kommen Bettlerbanden aus Osteuropa in die Rosenheimer Innenstadt. Sie halten den Leuten Schilder unter die Nase mit in schlechtem Deutsch verfassten Bettelsprüchen: Sie hätten kranke Kinder, Eltern, Ehemänner oder Frauen, hätten ihr Hab und Gut bei einer Katastrophe verloren oder – wie jüngst beispielsweise vor dem Rosenheimer Bahnhof – würden für eine Taubstummeneinrichtung sammeln. Dabei sind die Bettler oft auch sehr aufdringlich und lassen sich kaum abwimmeln. Wie man am besten mit ihnen umgeht, erklärt Christian Schwalm, Pressesprecher der Stadt Rosenheim:

Wo ist in Rosenheim betteln erlaubt und wo nicht?

Schwalm: Betteln ist gemäß Sondernutzungssatzung der Stadt Rosenheim auf öffentlichen Wegen, Straßen und Plätzen nicht erlaubt. Im praktischen Vollzug bezieht sich das jedoch auf das Betteln in aggressiver Form, das heißt, solange sich jemand im Hintergrund hält und keine Passanten belästigt oder gar nötigt, wird es geduldet.

Was kann die Stadt gegen Bettlerbanden tun?

Schwalm: Die beschriebenen Bettlerbanden sind im Regelfall aufdringlich, was demzufolge nicht erwünscht und auch nicht zulässig ist. Sollten diese Bettler vom städtischen Ordnungsdienst, von der Polizei oder der Sicherheitswacht angetroffen werden, erfolgt ein Platzverweis. Im Wiederholungsfall wird ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet und die Einnahmen als Bußgelder einbehalten. Polizei und Stadt haben sich hierzu entsprechend abgestimmt. Angesichts der neuerlichen Hinweise auf das Auftreten von Bettlerbanden wird der städtische Ordnungsdienst seine Streifen in der Innenstadt intensivieren.

Was raten Sie Leuten, die von solchen Bettlern angesprochen werden? 

Schwalm: Ein Anruf bei der Polizei ist bei anhaltend aggressiver Belästigung durch Bettler durchaus angebracht. Passanten ist darüber hinaus zu raten, keinesfalls Gelder zu spenden, da diese der Betroffene in der Regel ohnehin nicht behält. Die Bettlerbanden aus Osteuropa sind organisiert: Sie reisen als Gruppe an, verteilen sich über die Innenstadt und die einzelnen Bettler werden von einem Anführer regelmäßig „abkassiert“. Sollten sich Passanten belästigt fühlen, können sie sich an die Polizei oder an das Amt für Sicherheit und Ordnung in Rosenheim, Telefon 08031/3651311, wenden.

ra

Rubriklistenbild: © dpa

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