Brenner-Nordzulauf - Vorstellung der Trassen im Video

Brenner-Nordzulauf: Das sind die fünf möglichen Trassenverläufe  

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v.l.: Der bayerische Verkehrsministers Hans Reichhart, Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer
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Rosenheim - Es ist sein zweiter Besuch in diesem Jahr in Rosenheim - Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer ist am 1. Juli wieder in Rosenheim. Er stellt die Grobtrassen-Entwürfe vor. Die Pressekonferenz im Video und die Karten für die fünf Grobtrassen:

Update, 14.15 Uhr: Das sind die fünf Trassenvarianten

Die Deutsche Bahn hat nun die fünf möglichen Grobtrassen vorgestellt. Im Januar 2019 begann die Bahn mit der Reduzierung der zahlreichen Grobtrassen-Ideen. Dabei wurden auch 110 Vorschläge von Bürgern zu alternativen Trassenverläufen geprüft.  Von den nun ausgewählten fünf Grobtrassen enthalten vier Ideen von Bürgern aus der Region. Zum Beispiel haben die Bahnplaner den Vorschlag übernommen, eine Verknüpfungsstelle zwischen bestehender und neuer Strecke näher an die Autobahn zu legen – und weiter entfernt von Wohnbebauungen. Gleiches gilt für einen zusätzlichen Tunnelabschnitt östlich des Inns.

Das Zwischenergebnis: Bei Rosenheim noch zwei Grobtrassenvarianten mit Tunnelanteilen. Die fünf Varianten konzentrieren sich auf zwei grobe Streckenverläufe westlich und östlich von Rosenheim

Die Varianten „Blau“ und „Violett“ verlaufen östlich von Rosenheim und knüpfen bei Niederaudorf an die bestehende Strecke im Inntal an. Im Norden verbinden sich beide Trassen entweder bei Großkarolinenfeld oder bei Aubenhausen. Im Süden unterscheiden sie sich durch die Tunnelanteile.

„Türkis“, „Gelb“ und „Oliv“ stellen Varianten westlich von Rosenheim dar. Dabei gibt es südlich und nördlich jeweils mehrere Möglichkeiten für Verknüpfungsstellen mit der bestehenden Strecke.

DB-Projektleiter Torsten Gruber: „Wir erwarten, dass viele Ängste und Sorgen weichen werden, weil wir in den kommenden Monaten die jetzt noch übrig gebliebenen Trassenverläufe viel konkreter planen und damit auch detaillierter mit der Region besprechen und bewerten können.“

Die Varianten:

Das sind die fünf möglichen Varianten, die Karte können Sie auch hier einsehen, Detailierte Informationen gibt es hier. Die gestrichelten Linnien auf den Karten stellen einen Tunnel dar.

Variante Türkis

Diese Variante berührt die Gemeindegebiete von Langkampfen, Kufstein, Kiefersfelden, Oberaudorf, Flintsbach, Brannenburg, Raubling, Kolbermoor, Bad Aibling, Großkarolinenfeld und Tuntenhausen

Variante Gelb

Diese Variante berührt die Gemeindegebiete von Langkampfen, Kufstein, Kiefersfelden, Oberaudorf, Flintsbach, Brannenburg, Raubling, Kolbermoor, Bad Aibling und Großkarolinenfeld

Variante Oliv

Diese Variante berührt die Gemeindegebiete von Langkampfen, Kufstein, Kiefersfelden, Oberaudorf, Flintsbach, Brannenburg, Raubling, Kolbermoor, Bad Aibling und Großkarolinenfeld

Variante Blau

Diese Variante berührt die Gemeindegebiete von Langkampfen, Kufstein, Kiefersfelden, Oberaudorf, Flintsbach, Nußdorf, Neubeuern, Rohrdorf, Riedering, Stephanskirchen, Prutting, Rosenheim, Schechen, Großkarolinenfeld und Tuntenhausen

Variante Violett

Diese Variante berührt die Gemeindegebiete von Langkampfen, Kufstein, Kiefersfelden, Oberaudorf, Flintsbach, Nußdorf, Samerberg, Rohrdorf, Riedering, Stephanskirchen, Prutting, Rosenheim, Schechen, Großkarolinenfeld und Tuntenhausen

So geht es für die Bahn jetzt weiter:

In den kommenden eineinhalb Jahren werden die Bahnen die fünf Einzelvarianten vertieft planen. Hierbei wird beispielsweise die Höhenlage der Gleise ermittelt und der Trassenverlauf genauer festgelegt. Am Ende gilt es die Trasse auszuwählen, die am besten den unterschiedlichen Anforderungen gerecht wird. Dabei kommen Bewertungskriterien zum Einsatz, die gemeinsam mit den Bürgern aus der Region entwickelt wurden. Im Fokus stehen die Auswirkungen auf Menschen und Umwelt sowie Technik und Verkehr. Landwirtschaft, Flächenverbrauch sowie Trinkwasser und Tourismus sind wesentliche Aspekte, die für viele Menschen vor Ort von zentraler Bedeutung sind. Außerdem wird ein Raumordnungsverfahren eingeleitet.

Infotour der Bahn - Ausstellungen in 16 Gemeinden:

Die Vorstellung am Montag dient als Auftakt zu einer Reihe von Infoveranstaltungen der Deutschen Bahn, um den Bürgern die aktuellen Entwürfe für Grobtrassen, deren Entstehung und die weitere Arbeit ausführlich zu erläutern. Vom 4. Juli bis 5. August veranstalten DB und ÖBB 16 Informations-Ausstellungen von Kufstein bis Großkarolinenfeld. Die Einladungen mit den Terminen werden zeitnah via Postwurfsendung verschickt. Zu sehen gibt es die Grobtrassenpläne auch im Infobüro in Rosenheim.

Update, 12.01 Uhr - Die Pressekonferenz im Video

Update, 10 Uhr: Demo vor dem Ballhaus, erste Infos dringen durch

Vor dem Rosenheimer Ballhaus, wo die DB in diesen Minuten die fünf Grobtrassen im Beisein von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer und des bayerischen Verkehrsministers Hans Reichhart vorstellt, haben sich bereits viele Demonstranten zusammengefunden. Mit Trillerpfeifen, Warnwesten und Plakaten demonstrieren sie gegen die Planungen der Bahn und des Bundesverkehrsministerums. Ab 12 Uhr werden wir live von der Pressekonferenz berichten.

Es sickern auch bereits schon erste Informationen nach draußen:

Peter Margraf, Zweiter Vorsitzender des Neubeurer Bürgerforums Inntal sagt im Gespräch mit unserer Reporterin vor Ort: "Wir sind natürlich enttäuscht. Das ist die schwarze Umweltpolitik, die man befürchtet hat. Wir sind entsetzt darüber, dass ein Projekt umgesetzt wird, obwohl es bis heute keinen Bedarfsnachweis gibt. Die Zahlen, die das Bundesverkehrsministerium zu Grunde legt (190 Züge pro Tag) haben wir bis heute nicht gezählt. Für den Bestand wird es auch keinen Lärmschutz nach Neubaustandard geben, sondern nur eine Lärmsanierung. Die Bestandsstrecke hat keinen Anspruch auf gesetzliche Neubaustandards, so die Aussage des Bayerischen Verkehrsministers."

Bilder von der Mahnwache vor dem Ballhaus

Vorbericht:

Der Montag (1. Juli) wird wieder ein ereignisreicher Tag werden für die Stadt Rosenheim und vor allem für die Gegner des geplanten Brenner-Nordzulaufs. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer hat sich erneut angekündigt. Bei seinem letzten Besuch im Januar wurde er von über 3.000 Demonstranten empfangen. Scheuer hatte damals die Szenarienstudien rund um den Brenner-Nordzulauf vorgestellt. Auch am 1. Juli ist der Brenner-Nordzulauf wieder Anlass für seinen Besuch. 

Grobtrassen werden vorgestellt

Die Deutsche Bahn wird am Montag fünf mögliche Grobrassen für die Zulaufstrecke zum Brennerbasistunnel durch das Inntal und den Landkreis Rosenheim vorstellen. 

Themenseiten: 

- Brenner-Nordzulauf 

- Brenner-Basistunnel 

Facebook-Seite: 

- Brenner-Nordzulauf

Nach der Vorstellung von ersten Entwürfen für Grobtrassen im Sommer 2018 haben Bürger aus der Region rund um Rosenheim und aus dem Inntal über 100 weitere Vorschläge gemacht. Die Planer der Bahn haben in den vergangenen Monaten alle Vorschläge fachlich bewertet und reduziert. Übrig geblieben sind nun eine Handvoll Grobtrassen.Die DB wird diesen Zwischenstand auf dem Weg zu einer endgültigen Trasse nun im Beisein von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer und des bayerischen Verkehrsministers Hans Reichhart vorstellen.

Mahnwache angekündigt

Auch dieser Besuch des Verkehrsministers wird wieder von Protesten begleitet sein. Das Bürgerforum Inntal kündigte bereits eine Mahnwache am 1. Juli von 8 bis 13 Uhr vor dem Ballhaus in Rosenheim an. Die 17 Bürgerinitiativen im Landkreis wollen die Veranstaltung der Deutschen Bahn mit besonders wachsamen Auge kritisch begleiten.

Die Pressekonferenz vom Januar in Rosenheim

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