Bahnhofsareal: So sehen die Pläne aus

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Mit diesen Plänen präsentiert die Stadt möglichen Investoren die Flächen am Bahnhof. Die vier Baufelder im Norden der Gleise können ab 2013 bebaut werden. Baufeld 1 - nicht gekennzeichnet - ist der Bahnhofsvorplatz.

Rosenheim - Pläne für die Brachflächen am Bahnhof werden auf der Expo Real präsentiert. Dezernent Thomas Bugl zeigte sich erfreut über die Reaktionen möglicher Investoren. ** MIT ALLEN BAUPLÄNEN **

Der Bahnhofsvorplatz wird, wenn die Haushaltsmittel zur Verfügung stehen, voraussichtlich ab 2013 neu gestaltet. Im gleichen Jahr könnten die Bagger auf den Brachflächen nördlich der Gleise anrollen. In den nächsten Jahrzehnten entsteht auf einer Fläche von rund 26 Hektar links und rechts der Gleisanlagen in Rosenheim ein komplett neues Stadtviertel.

Bei der Vorstellung auf der Expo Real konzentriert sich die Stadt auf die rund sechs Hektar im Norden. Dafür haben Stadtplanung und Stadtrat in einem langwierigen Prozess grob die Nutzungen entwickelt, vom Hotel über medizinische Einrichtungen, Fitness und Wellness, Fachmärkte, Büros und Gewerbe bis hin zu Einzelhandel in beschränktem Umfang. Stichworte für die künftige Ausrichtung im Süden sind "Forschung und Technologie".

"Unsere beiden Mitarbeiter am Stand der Stadt waren drei Tage lang komplett ausgebucht." Thomas Bugl zeigt sich hochzufrieden. Das Interesse konzentriere sich nicht auf eines der festgelegten Baufelder, sondern verteile sich gleichmäßig über alle. Ernsthafte Angebote lägen sowohl für den Bau eines Hotels vor als auch für ein medizinisches Dienstleistungszentrum. Bugl spricht zudem von intensiven Verhandlungen mit Investoren, die den Bereich "Sport" abdecken wollen. Mehr will er noch nicht sagen, nur: "Es geht um eine Trendsportart."

13 Jahre ist es her, dass Vertreter der Stadtverwaltung mit Erstaunen auf genau dieser Gewerbemesse ein erstaunliches Angebot an potenzielle Investoren entdeckten: Die Bahn war dabei, mit der Umwandlung von Brachflächen an Bahnhöfen gutes Geld zu machen und ließ auch für das entsprechende Gelände am Rosenheimer Bahnhof einen Versuchsballon steigen, ohne dass die Stadt zuvor Gelegenheit bekommen hatte, sich zu äußern.

Das Gelände gehörte damals noch verschiedenen Bahngesellschaften, die versuchten, den größtmöglichen Profit zu erzielen. Deshalb sah sich der Stadtrat kurze Zeit später mit Planungen der Gesellschaft MfI, Management für Immobilien, aus Essen konfrontiert, die ein gigantisches Einkaufszentrum bauen wollte. Aus Sorge um den Einzelhandel in der Innenstadt wendete die Stadt dies ab. Nach und nach brachte sie den größten Teil der Flächen im Norden in ihren Besitz, um selbst bestimmen können, was sich dort ansiedelt. Auf der Expo Real bietet die Stadt das Areal mit dem Hinweis an, Flächen in dieser Lage würden mit einem Quadratmeterpreis von 410 Euro gehandelt. Die Stadt nimmt aber sicher gerne auch mehr, wenn sich entsprechende Interessenten finden.

Hier finden Sie die kompletten Planunterlagen für das Bahnhofsareal:

PDF-Gesamtplan

PDF-Bauplan 2

PDF-Bauplan 3

PDF-Bauplan 4

PDF-Bauplan 5

re/Oberbayerisches Volksblatt

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