Fliegerbombenfund am Freitag in Rosenheim

Sprengmeister: "Die Entschärfung ging ganz gut"

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Sprengmeister Martin Radons entschärfte das Fundstück aus dem Zweiten Weltkrieg.
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Rosenheim - Erneut wurde bei Bauarbeiten in Rosenheim am Freitag eine Fliegerbombe gefunden. Der Sprengkörper wurde gegen 17 Uhr erfolgreich entschärft.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Gegen 10 Uhr wurde eine Fliegerbombe in der Kastenau gefunden.
  • Sperrung im Umkreis von 200 Metern, rund 200 Anwohner müssen Häuser verlassen.
  • Bahnverkehr München-Salzburg während Entschärfung gesperrt.
  • Sprengmeister seit kurz nach 13 Uhr vor Ort.
  • Entschärfung ist seit 17 Uhr erfolgreich abgeschlossen.
  • Service: Störungsmeldungen Meridian und Deutsche Bahn.
  • Die Stadt Rosenheim hatte ein Bürgertelefon eingerichtet: 08031-365-8365.

Update, Samstag 9.50 Uhr: Sprengmeister im Interview

Den Start ins Wochenende haben sich die Bewohner rund um den Fundort in der Rosenheimer Hainholzstraße anders vorgestellt. Gegen 10 Uhr wurde hier gestern Vormittag eine Fliegerbombe entdeckt. Am Nachmittag traf der Sprengmeister ein, dann ging alles ganz schnell: 200 Anwohner mussten ihre Häuser verlassen. Der Bahnverkehr ist zwischen Rosenheim und Bad Endorf eingestellt worden. Nach nur 45 Minuten konnte bereits wieder Entwarnung gegeben werden. Auch wenn die kurzzeitige Sperrung bei einigen Autofahrern für Verärgerung sorgte – so reibungslos verliefen aber dann Evakuierung und Entschärfung.

Für die alarmierten Kräfte des Rettungsdienstes lief der Einsatz nach Auskunft von Rettungsdienstleiter Thomas Neugebauer vom Kreisverband Rosenheim des Bayerischen Roten Kreuzes „ganz entspannt“ ab, so das OVB am Samstag. 15 Fahrzeuge hatte der Rettungsdienst vorsorglich im Einsatz, darüber hinaus rund 35 Helfer. Aufgrund medizinischer Notfälle waren die Mitarbeiter der Hilfsorganisationen glücklicherweise nicht gefordert.

Seitens der Feuerwehr waren etwa 45 Helfer der Wehren Rosenheim, Happing und Pang im Einsatz.

Update, 18.25 Uhr: Bilder des Einsatzes

Fliegerbombe in Rosenheim entschärft

Update, 17.35 Uhr: Pressemeldung der Stadt

Um Punkt 17 Uhr meldete das Sprengkommando nach 42-minütiger Arbeit: "Bombe entschärft!". Alle Evakuierten können wieder zurück in ihre Häuser und Wohnungen, der Zugverkehr läuft wieder planmäßig und alle Straßensperrungen sind aufgehoben.

Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer, die vor Ort in der Einsatzzentrale war, dankte dem Sprengkommando und allen Einsatzkräften für ihre einmal mehr professionelle und inzwischen routinierte Arbeit. Den betroffenen Bürgern im Stadtteil Kastenau dankt die Oberbürgermeisterin für ihr Verständnis.

Gerade am Beginn eines Wochenendes sei ein solches Maß an Kooperation keineswegs selbstverständlich, erklärt die Oberbürgermeisterin. Umso erfreulicher, dass die Betroffenen nach nur zweieinhalb Stunden wieder in ihre Häuser und Wohnungen zurückkehren können.

Pressemitteilung der Stadt Rosenheim

Update 17 Uhr: Bombe erfolgreich entschärft

Die Bombe in der Hainholzstraße wurde erfolgreich entschärft. Bahnstrecken und die Innsbrucker Straße sind wieder für den Verkehr freigegeben, wie ein Sprecher der Stadt Rosenheim unserer Redaktion mitteilte. Die Anwohner können in Kürze in ihre Anwesen zurückkehren. 

Zur Entschärfung der Fliegerbombe mussten zwei Zünder entfernt werden. Während des Zweiten Weltkriegs war Rosenheim das Ziel zahlreicher alliierter Luftangriffe. Die letzte Bombardierung der Stadt erfolgte am 21. April 1945.

Update 16.30 Uhr: Bürgertelefon der Stadt Rosenheim

Die Evakuierung ist erfolgreich abgeschlossen. Die Entschärfung der Bombe hat um 16:18 Uhr begonnen, teilte Einsatzleiter Theo Roppelt, soeben mit. „Im Namen aller Einsatzkräfte und auch aller Betroffener danke ich für das Verständnis, mit dem die Bewohner des Evakuierungsgebiets diese Sondersituation reagiert haben. 

Mit Beginn der Entschärfung wurde auch der Bahnverkehr auf der Strecke München – Salzburg eingestellt. Geht die Entschärfung planmäßig voran, könnte die Evakuierung gegen 17.30 Uhr beendet werden. Auch der Bahnverkehr kann dann wieder planmäßig laufen. 

Für weitere Rückfragen hat die Stadt Rosenheim ein Bürgertelefon eingerichtet, das ab sofort unter der Telefonnummer 08031-365-8365 erreichbar ist.

Pressemitteilung der Stadt Rosenheim

Update 16.15 Uhr: Entschärfung der Bombe

Die Räumung des Gefahrenbereichs von 200 Metern um den Fundort der Bombe ist nun abgeschlossen. Mit der Entschärfung der Bombe kann nun begonnen werden. 

Die Verkehrssperrung der Umgehungsstraße wurde veranlasst. Ab 16.15 Uhr wird auch die Zugstrecke zwischen Innsbruck bzw. Salzburg und München für die Dauer der Entschärfung gesperrt.

Update 16 Uhr

Die Evakuierung läuft immer noch, die Entschärfung der Bombe hat noch nicht begonnen.

Update 15.35 Uhr: Evakuierung dauert länger

Die Evakuierung des Gebiets in einem Radius von 200 Metern um den Fundort der 50-Kilo-Bombe verzögert sich, das bestätigte soeben ein Pressesprecher der Stadt Rosenheim. Momentan ist geplant, die Evakuierungsmaßnahmen bis 16 Uhr abzuschließen. Anschließend beginnt der Sprengmeister mit der Entschärfung. Diese soll ca. eine Stunde dauern. Während dieser Zeit wird dann die Bahnstrecke Rosenheim-Salzburg gesperrt.

Update, 15.15 Uhr: Evakuierung läuft

Nach Informationen von vor Ort läuft die Evakuierung der umliegenden Gebäude. Die Einsatzkräfte möchten bald mit der Entschärfung der Bombe beginnen.

Update 14.40 Uhr: Alle Infos zu Evakuierung und Entschärfung

Bei Baggerarbeiten auf einem Privatgrundstück in der Hainholzstraße wurde am Freitag eine Fliegerbombe aus dem 2. Weltkrieg gefunden. Laut Sprengkommando handelt es sich um eine 50-Kilo-Bombe, die vor Ort entschärft werden kann.

Dazu muss der Fundort der Bombe im Umkreis von rund 200 Metern evakuiert werden. Von der Evakuierung, die um 15 Uhr beginnen soll, sind rund 200 Anwohner in der Hainholzstraße, dem Eichenweg, dem Lindenweg, dem Tannenweg, dem Buchenweg, der Gießenbachstraße und der Innsbrucker Straße betroffen. Polizei und Feuerwehr gehen von Haus zu Haus und fordern die Bewohner zum Verlassen ihrer Häuser auf. Personen, die für die Zeit der Evakuierung nicht privat unterkommen können oder medizinische Hilfe benötigen, stehen die Malteser bereit, die diese Personen per Bus abholen und in ihrer Zentrale in der Rathausstraße betreuen.

Von der Bombenentschärfung ist auch der Bahnverkehr betroffen. Die Strecke München – Salzburg wird voraussichtlich ab 15.30 Uhr für die Zeit der Entschärfung gesperrt.

Stadt und Sicherheitsbehörden appellieren an alle Bewohner der betroffenen Straßen, das zu evakuierende Gebiet bereits jetzt zu räumen und die Anweisungen der Einsatzkräfte zu beachten. Verzögerungen bei der Evakuierung gehen zu Lasten aller Betroffenen.

Für weitere Rückfragen hat die Stadt Rosenheim ein Bürgertelefon eingerichtet, das ab sofort unter der Telefonnummer 08031-365-8365 erreichbar ist.

Pressemitteilung Stadt Rosenheim

Update 14.20 Uhr: Evakuierung ab 15 Uhr

Der Sprengmeister hat mit dem Kampfmittelräumdienst inzwischen die gefundene Fliegerbombe freigelegt und den Sperr-Radius offiziell auf 200 Meter erhöht, das teilte Christian Schwalm, Pressesprecher der Stadt Rosenheim mit. Es müssen somit insgesamt rund 200 Anwohner ihre Häuser verlassen. Kräfte der Feuerwehr und Bereitschaftspolizei werden dazu gerade hinzugezogen.

Derzeit gehen die Einsatzkräfte davon aus, dass die Evakuierung innerhalb einer halben Stunde abgeschlossen ist. Die Entschärfung der rund 50-Kilo-Bombe ist dann ab 15.30 Uhr auf rund eine Stunde angesetzt. Während der Entschärfung muss dann auch die Bahnstrecke mit den Verbindungen München-Salzburg und München-Innsbruck gesperrt werden.

Laut Stefan Sonntag, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, wird während der Entschärfung dann auch die Innsbrucker Straße ab Höhe der Miesbacher Straße und stadtauswärts wohl ab der TÜV-Kreuzung gesperrt.

Update 13.20 Uhr: Sprengmeister vor Ort

Der Kampfmittelräumdienst ist nun am Fundort der Bombe eingetroffen, dies teilte Christian Schwalm, Pressesprecher der Stadt Rosenheim, unserer Redaktion mit. Nach Begutachtung und Freilegung der Bombe wird auch der Sprengmeister in die Einsatzzentrale fahren, um die genauen Details zu Radius und Entschärfung mit den Rosenheimer Einsatzkräften zu besprechen.

Update 13.05 Uhr: Sprengmeister noch nicht vor Ort

Noch ist die Sperrung auf 200 Meter in Vorbereitung, da der Sprengmeister noch nicht vor Ort ist und die Bombe in Augenschein genommen hat. Erst er wird entscheiden, ob die Bombe vor Ort entschärft werden kann und wie groß der Sperr-Radius sein muss.

Lagebesprechung bei der Einsatzzentrale

Update 12.30 Uhr: Radius wird wohl auf 200 Meter erhöht

Der Sperr-Radius um den Fundort der Bombe wird wohl auf 200 Meter erhöht, das teilte Thomas Schelshorn auf Nachfrage von rosenheim24.de mit. Diese Empfehlung hatte der Sprengmeister dem Rosenheimer Einsatzstab aufgrund der Bilder der Fliegerbombe gegeben. Die Polizei bereitet sich derzeit darauf vor. Somit würden sich später die Evakuierungsmaßnahmen zeitlich verkürzen. Im Radius liegen laut Schelshorn dann rund 40 Häuser.

Die Ankunft des Sprengmeisters wird derzeit auf kurz nach 12.30 Uhr geschätzt.

Mit im gesperrten Bezirk sind nun auch die Bahnstrecken München-Salzburg und München-Innsbruck. Allerdings laufe der Zugverkehr derzeit noch weiter. Er wird wohl erst während der Entschärfung der Fliegerbombe gesperrt werden.

Der 200 Meter Sperr-Radius um den Fundort der Fliegerbombe.

Update 11.50 Uhr: Sprengmeister auf dem Weg nach Rosenheim

Nach dem Fund einer Fliegerbombe bei privaten Bauarbeiten in einem Garten in der Kastenau räumen derzeit Beamte von Polizei und Bundespolizei in einem Radius von 100 Metern um den Fundort das Gebiet. 

Ein Sprengmeister befindet sich momentan auf dem Weg zum Fundort. Er muss dann feststellen, ob die Bombe vor Ort entschärft werden kann. Je nach Gewicht der Bombe wird der Sperr-Radius eventuell noch erweitert werden müssen. Im Gespräch mit unserem Reporter vor Ort erklärte Stefan Sonntag, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, dass es eine grobe Richtlinie zur Sperrung gebe: Pro Kilo wird ein Meter gesperrt. Der aktuelle Sperr-Radius wurde als erste Vorsichtsmaßnahme auf 100 Meter angesetzt. 

Muss der Radius erweitert werden, werden wohl auch die Bahnstrecken München-Salzburg und München-Innsbruck gesperrt.

Einsatzkräfte der Bundespolizei sperren in einem Radius von 100 Metern um den Fundort der Bombe alles ab.

Update 11.25 Uhr: Bahnstrecken derzeit nicht im Sperr-Radius

Die Bahnstrecken München-Salzburg und München-Innsbruck befinden sich derzeit noch nicht im Radius der Sperrung, das teilt nun das Polizeipräsidium Oberbayern Süd in einer aktuellen Presseinformation mit. Dies könne sich jedoch mit Eintreffen des Sprengmeisters, der zwischen 12 und 13 Uhr erwartet wird, noch ändern. 

Im derzeit abgesperrten Bereich liegen etwa 17-20 Wohnhäuser. Kräfte von Polizei und Bundespolizei gehen derzeit von Haus zu Haus. Die Polizei bittet die Anwohner in dem 100-Meter-Radius, die Häuser zu verlassen. 

Erstmeldung 11 Uhr: Fliegerbombe gefunden

Gegen 10 Uhr wurde bei Baggerarbeiten in der Hainholzstraße in Kastenau (Landkreis Rosenheim) vermutlich eine Fliegerbombe aufgefunden. 

Im Umkreis von 100 Metern um den Auffindeort wird eine Sperrung errichtet und eine Evakuierung durchgeführt. 

Außerdem betroffen von dieser Sperrung ist sowohl die Zugstrecke München-Salzburg, als auch München-Innsbruck.

Fliegerbomben in Rosenheim in der Vergangenheit

Immer wieder werden bei Bauarbeiten in Rosenheim Fliegerbomben aus dem 2. Weltkrieg gefunden. Zuletzt wurde eine Fliegerbombe in der Rosenheimer Kunstmühlstraße Anfang Juni 2016 gefunden. Rund 1.400 Menschen wurden evakuiert. Mitte Januar 2015 hielt eine 250 Kilo schwere Bombe die Stadt in Atem. Zuvor wurde bereits Mitte Mai 2014 eine 125-Kilo-Bombe gefunden. Damals mussten rund 3.900 Bürger evakuiert werden.

mh/Pressemitteilung Polizeipräsidum Oberbayern Süd

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