Aus dem Haupt- und Finanzausschuss

Neuigkeiten zum Rosenheimer Eisstadion

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Rosenheim - Das Rosenheimer Eisstadion ist seit Jahren ein viel diskutiertes Thema in der Stadt. Nun stellte die SPD-Stadtratsfraktion einen Antrag, die "Restlaufzeit" der Halle zu prüfen.

Weiter will die SPD den erzielbaren Preis für das jetzige Grundstück und mögliche Förderungen im Zusammenhang mit einem Neubau prüfen lassen. Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer begrüßte den Antrag der Stadtratsfraktion, meinte aber im Gegenzug, dass es zwischen 200.000 und 300.000 Euro koste, eine Prüfkommission zu beauftragen. "Das Geld haben wir bewusst im Haushalt nicht drin, weil wir keine Möglichkeit sehen, am jetzigen Standort eine weitere Eisfläche zu schaffen." Grund dafür seien zum einen die Nachbarn und zum anderen das Parkplatzproblem, dass durch eine Erweiterung entstehen würde. Sie sehe eine Lösung nur darin, eine Fläche zu finden, auf der man zwei neue Hallen bauen könne.

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"Wir haben uns jetzt fünf Jahre Zeit genommen, eine solche Fläche zu suchen. Sollte das nicht machbar sein, dannbleibt es bei einer Eisfläche. Dann müssen die Zuschauerzahlen auf 2000 oder 2500 Besucher begrenzt werden", so Bauer. Derzeit liegt die Maximal-Auslastung der Halle - seit der Brandschutzverordnung vor zwei Jahren - bei rund 4700 Zuschauern. Die Oberbürgermeister stellte aber auch klar: "Wir sind für Eishockey in Rosenheim, aber es muss realisierbar sein."

Auf der Suche nach einer bebaubaren Fläche für ein neues Stadion musste die Stadt mittlerweile die Idee mit dem Gelände "Bahnhof Süd" wieder verwerfen: "Zum einen ist die Fläche nicht in unserer Hand und zum anderen würden wir dadurch neue Emissions-Problem schaffen", erläuterte die Oberbürgermeisterin.

Und auch wenn die Stadt eine Fläche finden sollte, bleibt immer noch das Problem mit der Bezahlbarkeit eines neuen Stadions. Bauer: "Eine neue Halle kostet wohl zwischen 20 und 30 Millionen Euro. Momentan hätten wir das Geld nicht. Bei dem angespannten Haushalten ist das nicht möglich."

Robert Metzger (SPD) meinte dazu, dass man nicht sofort eine Antwort auf die Prüfanträge verlange: "Im laufe des nächsten Jahres wollen wir Antworten auf diese Fragen haben." Zudem wolle man keinen teuren Planungsentwurf. "Wir wollen nur wissen, wie die Situation des Eisstadions derzeit aussieht und was das Grundstück wert ist."

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