Hausbesuche gegen die Suchtgefahr

Rosenheim - "Tupperpartys" mit Suchtberatern? Die Fachambulanz der Diakonie bietet ein neues Konzept an. Das Ziel: Den Drogenmissbrauch unter Jugendlichen präventiv einzudämmen.

Viele Eltern wissen nicht wie sie reagieren sollen, wenn ihr Kind Alkohol trinkt oder in der Freizeit stundenlang vor dem Computer sitzt. Bei der Fachambulanz für Suchterkrankungen kennt man die Nöte und Ängste. Seit kurzem bietet sie „Homepartys“ an, bei denen Eltern sich in Gruppen zu Hause beraten und informieren lassen können. Bisher hat sich aber noch niemand getraut, nach dem Muster einer „Tupperparty“ Suchtberater ins Haus zu holen.

5331 betrunkene Jugendliche zwischen 13 und 20 Jahren wurden nach Angaben der DAK 2010 in bayerischen Kliniken behandelt. Die Krankenkasse beruft sich auf bislang unveröffentlichte Zahlen des Statistischen Landesamtes. Auch Monika Schindler von der Fachambulanz für Suchterkrankungen bei der Diakonie kann diese Entwicklung bestätigen: „Die Zahl der Eltern und Jugendlichen, die sich wegen übermäßigen Alkoholkonsums beraten lassen, ist massiv gestiegen.“ Doch Schindler sieht das als positives Zeichen dafür, dass sich viele Eltern mit dem Thema auseinandersetzen.

ps

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Rubriklistenbild: © pa

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