Aufsehenerregende Aktion für vegane Lebensweise

In der Rosenheimer Innenstadt wird am Dienstag ein "Hund" gegrillt

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Peta machte auch schon in der Jenaer Innenstadt auf die Thematik aufmerksam.
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Rosenheim - Am Dienstag wird in der Rosenheimer Innenstadt symbolisch ein Hund gegrillt. Die Tierschutzorganisation Peta wirbt mit dieser aufsehenerregenden Aktion für eine vegane Lebensweise.

"Wenn Sie keinen Hund essen würden, warum dann ein Schwein?" - diese Frage werden Aktivisten der Tierschutzorganisation Peta am Dienstag (2. Juli) auch in Rosenheim stellen. Ab 16.15 Uhr werden sie am Salzstadel in Rosenheim mit einer Hundeattrappe auf einem Standgrill, Schildern, Flyern und einem Banner daran erinnern, dass Schweine, Hühner und Kühe ebenso wenig auf den Grill gehören wie Hunde und Katzen. Peta will mit dieser Aktion über Speziesismus aufklären und bittet die Menschen, beim Einkauf tierfreundliche Entscheidungen zu treffen.

"Es macht keinen Unterschied, ob das Fleisch auf unseren Tellern von einem Huhn, Rind oder Hund stammt – denn alle Tiere leiden gleich", sagt Jens Vogt, Aktionskoordinator bei Peta. "Mit unserer Aktion appellieren wir an das Mitgefühl der Menschen und möchten sie dazu animieren, anstelle der zerstückelten Teile einer Tierleiche lieber Gemüse oder Fleischalternativen auf den Grill zu legen."

In Jena stellte Peta ebenfalls die Frage: „Wenn Sie keinen Hund essen würden, warum dann ein Schwein?“

Ungleichbehandlung von Tieren aufgrund ihres Nutzens für den Menschen

Peta möchte darauf aufmerksam machen, dass willkürlich zwischen sogenannten Haustieren und den zur Ausbeutung freigegebenen Nutztieren unterschieden wird. Diese Denkweise sei bezeichnend für die Logik des Speziesismus, der Geschöpfe aufgrund ihrer Artzugehörigkeit diskriminiere. Vogt erklärt: "Wir möchten die Menschen daran erinnern, dass Gewalt falsch ist – unabhängig davon, wer die Opfer sind. Ein Schwein oder ein Rind empfindet genau wie ein Hund Schmerzen, Angst und Freude und möchte leben. Es gibt zahlreiche vegane Alternativen, sodass kein Individuum für einen kurzen Gaumenkitzel leiden muss."

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