Kommunalwahl 2020

OB-Wahl in Rosenheim: Andreas März (CSU) für führenden IT-Standort und exzellentes Handwerk

Andreas März (CSU)

Am 15. März wählen die Rosenheimer ihren neuen Oberbürgermeister. Wir haben die Kandidaten mit Themen wie Klimawandel, Brenner-Nordzulauf, Stadtentwicklung, ÖPNV, Mietpreise oder Eisstadion konfrontiert. Zum Abschluss spricht CSU-Kandidat Andreas März über sein Herzensanliegen.

Das Herzensanliegen von Andreas März: IT-Vorreiter auf dem Boden des Handwerks

Mein Thema: Rosenheim hat mit seinem eigenen Internet und Telefonanbieter, der Komro GmbH, seinem eigenen Energieversorger, der Stadtwerke Rosenheim, dem Digitalen Gründerzentrum Stellwerk 18 und der Technischen Hochschule hohe Kompetenz in Sachen Digitalisierung und Nachhaltigkeit hier vor Ort.


Mit ihrer Hilfe werden wir unser flächendeckendes Glasfasernetz dauerhaft zum schnellsten Breitbandnetz in Deutschland machen. Unser Stellwerk 18 und die Komro haben zusammen mit der TH Rosenheim das Potenzial, Rosenheim zum führenden IT- Standort zu entwickeln. Und sie werden uns im Interesse der Menschen in unserer Stadt auch dabei helfen, unsere Verwaltungsprozesse zu digitalisieren, sodass Rosenheim die modernste und effizienteste Kommunalverwaltung Deutschlands bekommt.

Bei aller Begeisterung für neue Technologien dürfen wir nicht vergessen, dass Rosenheim exzellente Handwerksbetriebe hat, dass es die unzähligen kleinen und mittelgroßen Gewerbetreibenden und Unternehmen sind, die zum robusten Branchenmix der Stadt beitragen. Sie alle machen Rosenheim seit Jahrzehnten zu einem nachhaltig stabilen Wirtschaftsstandort und bieten jungen Menschen hervorragende berufliche Perspektiven.


Es sind immer die Menschen, die eine Stadt gestalten. Sie haben Rosenheim zu dem gemacht, was wir heute sind: eine blühende Gesellschaft mit hoher Lebens- und Stadtqualität.

+++ Hier finden Sie eine Übersicht aller OB-Kandidaten und Stadtratslisten in Rosenheim.
Hier finden Sie am Wahlabend, 15. März, das Ergebnis der Oberbürgermeister- und Stadtratswahl in Rosenheim. +++

Die Ideen des CSU-Kandidaten für bezahlbaren Wohnraum

Die Stadt und ihre Wohnungsbaugesellschaft GRWS tun ihr Möglichstes, um neuen und bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Allein in den nächsten drei Jahren entstehen unter anderem auf der BayWa-Wiese, an der Lena-Christ-Straße, nördlich der Krainstraße, an der Marienberger Straße und auf dem Bahnareal Nord rund 1400 Wohneinheiten – von Sozialwohnungen über studentisches Wohnen, von Seniorenwohnen bis zu Apartments für Klinikmitarbeiter.

Vor Jahren haben wir bei der Neuausweisung von Bauland das sogenannte „Rosenheimer Modell“ beschlossen, das heißt, dass bei Ausweisungen von über 10 000 Quadratmetern die Stadt bis zu 35 Prozent der Fläche kostengünstig erwerben kann, um so bezahlbaren Wohnraum zu schaffen.

Hohe Grundstückspreise und immer höhere Baustandards bedingen teure Wohnungen und hohe Mieten. Mit dem Rosenheimer Modell können wir die Grundstückspreise niedrig halten.

Bauvorschriften und Abstandsregelung lockern

Eine Erleichterung der Bauvorschriften sowie der Abstandsregelung führt zu einer Dämpfung der Baukosten.

Andreas März zu den Themen Sport und Kultur in Rosenheim

Ich werde mich dafür einsetzen, dass auch weiterhin und nachhaltig Kultur und Leistungssport der Spitzenklasse in Rosenheim geboten wird. Denn Sport ist für mich Teil unserer Kultur.

Rosenheim ist eine herausragende Sport- und Kulturstadt in Oberbayern. Das, was an Sportstätten und an kulturellen Einrichtungen vorhanden ist, und das, was an Sport und Kultur geboten ist, spiegelt den Seelenzustand einer Stadtgesellschaft wider. Deshalb müssen Kuko und Lokschuppen weiterhin ein Angebot auf hohem Niveau bieten können.

+++ Kommunalwahl 2020 in Bayern: Hier finden Sie alle Bürgermeisterkandidaten in den Gemeinden in Stadt und Landkreis Rosenheim. +++

Die Investitionen in das Kuko, den Lokschuppen, das Eisstadion, die kommenden Investitionen in die Galerie und unser Archiv oder das Heimatmuseum waren und sind Investitionen in wahre Leuchttürme, deren Strahlkraft seit langem weit über die Region hinaus geht.

Zur Sicherung des Eissports in Rosenheim werde ich den Bau einer zweiten Eisfläche unterstützen. Als Standort kommt für mich die Fläche nordwestlich des Eisstadions zur Rathausstraße hin in Frage.

Der OB-Kandidat der CSU zum Thema Stadtentwicklung in Rosenheim

Rosenheim ist eine Stadt, in der Menschen gut leben und etwas erleben wollen, eine Stadt, in der Handel getrieben wird und Wirtschaft stattfindet. Entwicklung mit Augenmaß ist das Gebot für unsere schöne Stadt.

Die Ausweisung des neuen Gewerbegebiets in Brucklach bietet der heimischen Wirtschaft Wachstumschancen. Minderwertig genutzte Flächen in den Gewerbegebieten in der Stadt oder im Aicherpark müssen Zug um Zug aufgewertet werden. In der Wohnungsbaupolitik sind Nachverdichtung und Ortsabrundungen die Mittel der Wahl.

Auch eine selektive Neuausweisung von Wohngebieten wird notwendig sein. Der Charakter unserer Stadt ist durch seine Stadtteile und Stadtviertel und eine natürliche Gliederung geprägt. Deshalb muss gelten: Innenentwicklung vor Außenentwicklung.

Die Attraktivität der Innenstadt ist durch eine barrierefreie Neugestaltung des Max-Josefs-Platzes und durch mehr Sitzgelegenheiten zu steigern. Ein stärkeres Zusammenwachsen der Altstadt Ost, des Ludwigsplatzes, des Salzstadels und des Färberviertels durch Feste und Veranstaltungen oder durch einen regionalen Wochenmarkt soll vorangetrieben werden.

Der Erwerb der Flächen südlich des Bahnhofs bietet für Rosenheim großes Entwicklungspotenzial.

Das sagt Andreas März zum Thema Brenner-Nordzulauf

Es scheint mir grundsätzlich vernünftig, Güter, die mehr als einen halben Tag mit dem Lkw unterwegs sind, von der Straße auf die Schiene zu verlagern. Gleichzeitig ist entweder die Schieneninfrastruktur dafür nicht vorhanden oder die bestehende Infrastruktur nicht ausreichend.

Die Zulaufstrecken stellen für die gesamte Region eine Zerreißprobe dar. Für die Stadt Rosenheim gelten für mich zwei Forderungen: 1. Keine Neubautrasse auf Stadtgebiet, weder im Norden noch im Süden; 2. Bestmöglicher und städtebaulich verträglicher Lärmschutz für die Bestandsstrecke. Gleichzeitig muss der Planungsdialog zwingend fortgeführt werden, damit die Stadt ihr Mitspracherecht nicht verliert und ihre Interessen mit Nachdruck vertreten kann.

Eine Mehrbelastung mit bis zu 400 Zügen am Tag durch die Stadt lehne ich vehement ab. Dadurch entstünde ein kaum unterbrochener Lärmteppich für rund 30 000 Rosenheimerinnen und Rosenheimer im Umfeld der Bestandsstrecke. Das liegt schon deshalb nicht im Interesse Rosenheims, weil wir dann die kurze Taktung für die Pendlerzüge nach München oder Richtung Kiefersfelden nicht mehr gewährleisten können.

Die Zeit für eine Entscheidung drängt, weil auf österreichischer Seite immer weitreichendere Fahrverbote und Restriktionen für Lkw gelten.

Das sagt Andreas März zum Thema Straßenverkehr in Rosenheim

Ich stehe für eine Politik für alle Verkehrsteilnehmer. Es ist populistisch und wenig zielführend, das Auto gegen Bus oder Fahrrad auszuspielen. Rosenheim hat eine attraktive Innenstadt und ist als Oberzentrum Sitz vieler überregionaler Einrichtungen. Die Erreichbarkeit mit einem Verkehrsmittel der Wahl ist für mich nachhaltige Standortsicherung.

Gleichwohl ist es möglich, die Innenstadt und die Stadt im Allgemeinen vom Verkehr noch stärker zu entlasten. Deshalb wird es mit Fertigstellung der Westtangente ein Durchfahrtsverbot für den Schwerlastverkehr geben. Gleiches gilt für die Schlößlstraße.

Die Attraktivität des Busses hängt nachweislich von der Taktung und der Pünktlichkeit ab. Da die Konzessionen bei den Busunternehmern liegen, werden wir gemeinsam mit ihnen entsprechend unserem Nahverkehrsplan die Linienführungen optimieren und eine 15-Minuten-Taktung aus allen Stadtteilen einrichten.

Für den Berufsverkehr sollen sogenannte Sprintlinien Pendler zügig zum Bahnhof oder Busbahnhof bringen. Am Wochenende und in den Abendstunden brauchen wir ebenfalls ein erweitertes Angebot.

Die Sanierung aller Radwege sowie die Beseitigung von Lücken soll entsprechend unserem Radwegeplan in den nächsten fünf Jahren erfolgen. An der P & R-Anlage Klepperstraße muss ein Parkhaus für Berufspendler entstehen.

Steckbrief zum Oberbürgermeisterkandidaten der CSU in Rosenheim

Rosenheim - Andreas März tritt für die CSU als Oberbürgermeisterkandidat zur Kommunalwahl an.

Alter: 47 Jahre.

Wohnort: Rosenheim.

Familienstand: verheiratet, drei Kinder.

Beruf: Diplom-Ingenieur.

Hobbys: Sport und Zeitgeschichte.

Lebensmotto: Leben und leben lassen.

Wir müssen eine Stadt an erster Stelle als soziale Einrichtung verstehen, in der Mitmenschlichkeit und gesellschaftlicher Zusammenhalt Handlungsmaximen in der Kommunalpolitik sind. Wir dürfen bei allen politischen Meinungsverschiedenheiten die Menschen nicht gegeneinander ausspielen. Wir müssen Alt und Jung bei der Klimadiskussion zusammenführen, Auto und Fahrrad bei der Verkehrspolitik, Sozialwohnungen und bezahlbaren Wohnraum, Wirtschaft und Technologie können und müssen in den Dienst der Ökologie gestellt werden. Augenmaß und Vernunft sind das Gebot der Stunde gegen eine fortschreitende Spaltung auch hier in Rosenheim.

Greta Thunberg ist eine schwedische Klimaschutzaktivistin.

Als OB würde ich als erstes einen Schlüssel fürs Rathaus haben wollen.

Der Klimawandeldarf nicht trivialisiert, aber auch nicht politisch missbraucht werden.

Mit Händen und Füßen würde ich mich als OB dagegen wehren, dass es auf dem Rosenheimer Herbstfest nur noch veganes Essen und alkoholfreies Bier gibt.

Mein Lieblingsplatz ist der Mangfallpark, wenn das Rosenheimer Sommerfestival stattfindet.

Quelle: OVB online

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