Bis zu 3000 Euro pro Ausbildungsplatz

Vom VLB geforderte Ausbildungsprämie für Betriebe kommt

München - Betriebe, die trotz Corona-Krise weiter ausbilden, sollen dafür finanzielle Unterstützung erhalten. Das sieht ein Eckpunktepapier der Bundesregierung vor. Pro Ausbildungsplatz soll es bis zu 3000 Euro geben.

Die Pressemeldung im Wortlaut:

Die duale Berufsausbildung ist ein Erfolgsmodell, um das Deutschland international beneidet wird, liegt doch die Jugendarbeitslosigkeit bei uns weit unter dem OECD-Durchschnitt. Die duale Berufsausbildung ist auch nach der Krise alternativlos, ist sie doch geradezu eine Bestandsgarantie für den Erfolg der deutschen Volkswirtschaft und hilft enorm, die negativen Folgen einer etwaigen Jugendarbeitslosigkeit zu vermeiden.

„Daher ist es ein richtiger Schritt von der Bundesregierung, die Ausbildungsbetriebe zu unterstützen, damit diese auch im kommenden Ausbildungsjahr eine hinreichend große Anzahl von Ausbildungsplätzen zur Verfügung stellen“, so Pankraz Männlein, Landesvorsitzender des Verbandes der Lehrer an beruflichen Schulen in Bayern (VLB).

Folgende Eckpunkte sind vorgesehen:

▪ Kernstück ist eine Ausbildungsprämie von 2000 bis 3000 Euro pro Auszubildende/n für kleine und mittelständische Unternehmen. 

▪ Die Prämie sollen Betriebe mit bis zu 249 Beschäftigten erhalten, die "in erheblichem Umfang" von der Krise betroffen sind und dennoch ihre Auszubildendenzahl halten oder sogar erhöhen. 

▪ Als besonders von der Krise betroffen gilt ein Betrieb, wenn 

- er im ersten Halbjahr 2020 mindestens einen Monat Kurzarbeit angemeldet hatte oder 

- der Umsatz in den Monaten April und Mai um mindestens 60 Prozent gegenüber den Vorjahresmonaten eingebrochen war.

Der VLB sieht in der Ausbildungsprämie ein probates Mittel, um Ausbildungsplätze zu erhalten bzw. ihre Anzahl zu erhöhen und so den Fachkräftenachwuchs zu sichern. Es darf keinen Corona-Jahrgang in der Ausbildung geben.

Die beruflichen Schulen ihrerseits haben als Ausbildungspartner der Betriebe krisenerprobte Konzepte und kreative Ideen, um einen zeitverzögerten Einstieg in die Ausbildung zu ermöglichen und mit ergänzenden Bildungsangeboten flankierend zu begleiten. Durch eine angepasste Schulfinanzierung muss der Freistaat dies unterstützen.

Der Landesvorsitzende Pankraz Männlein betont: „Ausbildung sichern heißt Zukunft sichern! Wir alle sind für die jungen Menschen verantwortlich.“

Pressemeldung des VLB-Bayern  

Rubriklistenbild: © picture alliance/Monika Skolimowska/ZB/dpa (Symbolbild)

Kommentare