Sicherheitsgespräch der Polizei

Kriminalitätslage und Verkehrsbilanz  - so sicher ist es im Landkreis Rosenheim

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Polizeipräsident Robert Kopp (rechts) übergibt dem stellvertretenden Landrat Josef Huber den Sicherheitsbericht für den Landkreis Rosenheim
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Rosenheim - Am Vormittag stellte die Polizei die Kriminalstatistik für den Landkreis Rosenheim vor. Dabei wurde unter anderem die Zahl der Straftaten im vergangenen Jahr präsentiert.

Am 1. April präsentierte die Polizei wie jedes Jahr die Kriminalitätsstatistik für den Landkreis Rosenheim. Erst vor kurzem wurde die Bilanz für den gesamten Präsidiumsbereich vorgestellt. Dabei wurde deutlich, dass die Zahl der Straftaten im südlichen Oberbayern insgesamt zurückgegangen ist. Doch wie sieht es im Landkreis Rosenheim aus? 

Auch hier gingen die Zahlen insgesamt zurück. "Die Sicherheitslage im Landkreis ist gut", sagt Polizeipräsident Robert Kopp. "Wir haben weniger Straftaten im Vergleich zum Vorjahr und eine sehr gute Aufklärungsquote. Trotzdem wird uns alles Andere als langweilig. 

Kriminalitätslage

Im Jahr 2018 wurden im Landkreis Rosenheim insgesamt 11.433 Straftaten (2017: 13.601) erfasst. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet das einen Rückgang von 2.168 Straftaten bzw. 15,9 Prozent. Ohne ausländerrechtliche Delikte wurden 8.861 Fälle erfasst (2017: 8.975).Die Aufklärungsquote sank 2018 um -1,6 Prozent auf 77,1 Prozent (22017: 78,7 Prozent) "Das bedeutet, dass fast drei von vier Straftaten aufgeklärt werden", so Kopp. Als Gradmesser für die Kriminalitätsbelastung der Bevölkerung dient die Häufigkeitszahl, die im Bereich des Landkreises Rosenheim bei einem Wert von 4.407 pro 100.000 Einwohnern liegt. 

2018 wurden im Landkreis Rosenheim 7.557 Tatverdächtige ermittelt. Der Anteil der ausländischen Tatverdächtigen lag bei 4.307 bzw. 57 Prozent (2017: 6.201 bzw. 67,1 Prozent). 2.765 der Tatverdächtigen waren Zuwanderer (2017: 4.800). Kopp sagte hierzu: "Wir leben hier in Grenznähe, da ist der Anteil an Zuwanderern immer höher." Der Anteil der Kinder, Jugendlichen und Heranwachsenden Tatverdächtigen lag bei 1.441 bzw. 19,1 Prozent (2017: 2.195 bzw. 23,8 Prozent).

Eine Übersicht:

2017

2018

Veränderung

Diebstahl (einfacher):

1.226

1.129

-7,0 %

Diebstahl (schwerer)

811

647

-20,2 %

Gewaltkriminalität

246

249

+1,2 %

Rauschgiftdelikte

941

1.161

+23,4 %

Rohheitsdelikte

1.623

1.477

-9 %

Sexualdelikte

122

126

+3,3 %

Sonstige Straftaten

2.042

2.268

+11,1 %

Strafrechtliche Nebengesetze

5.850

3.993

-31,7 %

Straßenkriminalität

1.339

1.295

-3,3 %

Tötungsdelikte

15

10

-33,3 %

Vermögens- und Fälschungsdelikte

1.912

1.783

-6,7 %

Wohnungseinbruchsdiebstahl

120

63

-47,5 %

"Besonders freut mich, dass die Wohnungseinbrüche so zurück gegangen sind. Denn gerade wenn es um das eigene Heim geht, ist es für die Menschen besonders belastend", sagt Kopp. Was die Sexualdelikte betrifft, müsse man auch die Sexualrechtsreform berücksichtigen, denn hier zählen nun Sachen dazu, die früher als Beleidigung gegolten haben. Sorgen bereiten Kopp allerdings die Rauschgiftdelikte, bei denen im Landkreis Rosenheim ein Zuwachs zu verzeichnen ist. "Wir gehen hier nicht nur gegen kleinere Verstöße, sondern auch mit unserer Schleierfahndung gegen größere Fische vor." Sowohl die Einsätze in den Asylunterkünften als auch die politisch motivierten Straftaten gehen im Landkreis ebenfalls zurück. 

Verkehrsbilanz

Im  Jahr 2018 ereigneten sich im Landkreis Roseneim 7.385 Verkehrsunfälle (2017: 7.421). Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet das einen Rückgang von 36 Verkehrsunfällen bzw. 0,5 Prozent. 1.378 Anzeigen wegen unerlaubtem Entfernen vom Unfallort wurden erfasst. Leider verloren im Jahr 2018 insgesamt 15 Personen im Straßenverkehr ihr Leben (2017: 19). Darunter vier Radfahrer und sechs Motorradfahrer. Als Hauptunfallursache wurden "Fehler beim Abbiegen, Wenden, Rückwärtsfahren sowie Ein- und Anfahren" verzeichnet.

"Ich glaube wir haben hier eine hervorragende Bilanz, nicht nur wegen der guten Polizeiarbeit sondern auch wegen dem Zusammenwirken aller Blaulichtorganisationen und Sicherheitsbehörden", sagt Kopp. Dem stimmt auch der stellvertretende Landrat Josef Huber zu: "Ich glaube wir können stolz sein auf die Arbeit der Polizei und wir werden von Seiten des Landratsamtes weiterhin die gute Zusammenarbeit suchen.

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