Mit Maschinenpistolen am Eingang

Polizei erklärt Einsatz vor Hotel Wendelstein: "Mussten Person schützen"

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Polizisten vor dem Hotel Wendelstein bei dem Einsatz Mitte September
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Rosenheim - Mitte September herrschte vor dem Wendelstein Hotel in Rosenheim große Aufregung. Am Eingang hatten sich Polizisten mit Maschinenpistolen positioniert. Jetzt ist klar: Der Einsatz stand im Zusammenhang mit einem dreifachen Tötungsdelikt in Villingendorf in Baden-Württemberg.

Es war ein schreckliches Blutbad, das sich am ersten Schultag in Villingendorf im Schwarzwald ereignete: Ein 40-Jähriger soll im Villingendorf seinen sechs Jahre alten Sohn, den neuen Lebensgefährten seiner Ex und dessen Cousine erschossen haben. Die Mutter des getöteten Sechsjährigen, der erst am Donnerstag eingeschult worden war, flüchtete zu einer Nachbarin. 

Der Täter flüchtete, es wurde bundesweit nach ihm gefahndetWenige Tage nach der Bluttat konnte der flüchtige mutmaßliche Täter am 19. September dann am Rande des Schwarzwaldes festgenommen werden.

Wie Andreas Guske, Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, nun auf Nachfrage von rosenheim24.de bestätigte, hing der Einsatz am Hotel Wendelstein mit diesem Tötungsdelikt zusammen. "Im gesamten Bundesgebiet wurden Verwandte und Bekannte aus dem Umkreis des flüchtigen mutmaßlichen Täters beschützt." Der Täter sei als gefährlich eingeschätzt worden und es wäre nicht klar gewesen, wohin ihn seine Flucht führte. 

Da sich zu dem Zeitpunkt der Fahndung auch eine dem Täter bekannte Person im Gebäude "Hotel Wendelstein" aufhielt, wollte man deren Schutz gewährleisten. Man habe präventiv Polizeibeamte an der Eingangstür des Hotels positioniert, so Guske weiter. Nach Rosenheim gekommen sei der 40-jährige Kroate jedoch nicht; er wurde in der Nähe des Tatorts widerstandlos festgenommen.

mh

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