Amtsgericht Rosenheim verurteilt Betrüger

52-Jähriger meldet sich arbeitslos und kassiert dann kräftig ab

Rosenheim - Ein Verputzer (52) wollte wohl einen Zuschuss für seine Weihnachtsgeschenke: In den Wintermonaten kassierte er, trotz Festanstellung, Arbeitslosengeld. Doch wie kam er damit durch.

Der Betrug des Rosenheimers fiel erst auf, als sein Arbeitgeber aufgrund von kuriosen Scheinrechnungen in das Visier der Rosenheimer Zollbehörde gelangte. Wie das Oberbayerische Volksblatt am Mittwoch berichtet, stellte sich bei näherer Betrachtung der Firmenunterlagen heraus, dass die vom Verputzer angegebenen Arbeitszeiten nicht mit den Lohnabrechnungen übereinstimmen. 


Vor Gericht kam nun heraus, dass der 52-Jährige sich zu Unrecht in den Wintermonaten von 2011 bis 2015 als arbeitslos gemeldet hätte. "Insgesamt bezog er damit über 13000 Euro Arbeitslosengeld.", heißt es weiter. Als Verputzer sei dies aber in dieser Zeit aufgrund der milden Winter der letzten Jahre nicht nötig gewesen. Wegen der guten Konjunktur war der Rosenheimer auch in den Wintermonaten bei seinem Arbeitgeber tätig.

"Der Angeklagte war umfänglich geständig und erklärte sich auch bereit, das zu Unrecht erhaltene Arbeitslosengeld zurück zu bezahlen", schreibt das OVB abschließend. Der Verputzer aus Rosenheim wurde zu 17 Monaten auf Bewährung verurteilt.

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