Zwei junge Frauen starben in Rosenheim

War ein Überholfehler Auslöser für den Todes-Crash?

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Rosenheim - Bei dem furchtbaren Unfall am 20. November starben zwei junge Frauen. Spekulationen über ein mögliches "Autorennen" wollte die Polizei nicht bestätigen. Doch wie definiert man ein "illegales Rennen" überhaupt? Zudem könnte der Grund auch ein anderer gewesen sein:

Bei dem Horror-Unfall am Sonntag, 20. November, in Rosenheim, kamen Melanie R. (21) und Ramona D. (15) ums Leben. Außerdem waren drei weitere Menschen zum Teil lebensgefährlich verletzt worden. Die Ursache für den Unfall ist nach wie vor unklar. Unmittelbar danach hatte es von vielen Seiten Spekulationen über ein mögliches illegales Autorennen gegeben.

Das konnte und wollte die Polizei aber bisher nicht bestätigen. Möglicherweise kommt aber auch ein sog. "Überholfehler" als Grund für den Todes-Crash in Frage. Man müsse diesbezüglich das unfallanalytische Gutachten abwarten, so Stefan Sonntag, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, gegenüber rosenheim24.de.

Hohe Dunkelziffer bei "Autorennen"

Seit 2013 fanden in ganz Bayern übrigens insgesamt 159 illegale Autorennen statt. Das geht aus einer Anfrage der SPD im Bayerischen Landtag hervor, die der Abgeordnete Markus Rinderspacher, unabhängig von dem Unfall in der Miesbacher Straße, bereits im August 2016 eingereicht hatte. Doch laut Polizei ist die Dunkelziffer hoch, weil die Beamten nur selten auf solche Vorfälle aufmerksam gemacht werden.

Doch was ist ein "illegales Autorennen" eigentlich genau? Der Begriff "Autorennen" würde lediglich im umgangssprachlichen Sinne existieren, so Sonntag gegenüber rosenheim24.de: "Meist wird damit eine unübliche Fahrweise bezeichnet, bei der mehrere Autos auf öffentlichen Straßen, bewusst die Verkehrsregeln ignorieren!

Dazu können zum Beispiel Verstöße gegen das Rechtsfahrgebot, der Abstandsregelung oder der geltenden Geschwindigkeitsbegrenzung zählen. Die Strafen reichen von Bußgeldern bis hin zu Haftstrafen. Im Einzelfall müssen das jedoch immer Gerichte klären.

Tiefe Betroffenheit am Samerberg

Während der Gutachter derzeit zu klären versucht, wie es zu dem schrecklichen Unfall vor knapp zehn Tagen kommen konnte, herrscht am Samerberg nach wie vor große Anteilnahme am Tod der beiden jungen Frauen.

Die Anteilnahme am Tod der beiden jungen Frauen ist in deren Heimatgemeinde überwältigend.

In dem Kondolenzbuch, das in der Törwanger Kirche "Maria Himmelfahrt" bis Freitagabend auflag, zeugen die Eintragungen von tiefster Betroffenheit und großer Bedrücktheit. "Sie waren einfach zur falschen Zeit am falschen Ort", hatte Samerbergs zweiter Bürgermeister Christoph Heibler bereits kurz nach dem Unfall gesagt. Die Trauerfeier für Melanie und Ramona in der Pfarrkirche von Törwang am Samerberg findet übrigens am Samstag, 3. Dezember, um 10 Uhr statt.

Schwerer Unfall in der Miesbacher Straße

 © Josef Reisner
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Die Unfallstelle am Tag danach 

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jg/mw

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