Pressemeldung Landratsamt Rosenheim

Bachmuscheln in der Murn werden auch weiterhin geschützt

Rosenheim - Das BayernNetzNatur-Projekt „Bachmuscheln in der Murn“ ist bis Ende 2023 gesichert. Die vom Aussterben bedrohte Muschelart soll geschützt werden.

Der Ausschuss für Umweltangelegenheiten, Landwirtschaft, räumliche Entwicklung und Naturschutz sowie der Kreisausschuss beschlossen am Mittwoch, den 28. November die Fortführung des Projekts „Bachmuscheln in der Murn“ bis 2023. 

Bachmuschel vom Aussterben bedroht

2013 wurde die Verbesserung des Lebensraumes der Bachmuschel in der Murn als Biodiversitätsprojekt begonnen und 2016 als BayernNetzNatur-Projekt weitergeführt. Der heutige Bestand der Bachmuschel in der Murn beläuft sich auf etwa 1.000 Individuen. Allerdings weisen zahlreiche Schalenfunde und Aussagen Ortsansässiger darauf hin, dass der Bestand einmal wesentlich größer gewesen ist. In Deutschland gilt die Bachmuschel als vom Aussterben bedroht. Nach der Bundesartenschutzverordnung ist sie streng geschützt.

Grundsätzlich ist die Murn ein geeignetes Bachmuschelhabitat. Allerdings ist es mittlerweile auf unterstützende Maßnahmen wie Reduzierung landwirtschaftlicher Einträge oder Wiederherstellung der Durchgängigkeit angewiesen. Durch die bisher durchgeführten und noch geplanten Maßnahmen kann nicht nur der Lebensraum der Bachmuschel verbessert werden, es profitieren auch weitere Tier- und Pflanzenarten davon, die im und am Gewässer leben. Nicht zuletzt kann so langfristig eine Verbesserung der gesamten Gewässerqualität erreicht werden.

Insgesamt rund 188.000 Euro für das Projekt

Der Beschluss der beiden Ausschüsse sieht vor, dass der Landkreis Rosenheim die Abwicklung des Projektes übernimmt. Es wird gefördert mit Mitteln des Bayerischen Naturschutzfonds in Höhe von 75 Prozent der zuwendungsfähigen Gesamtkosten. Weitere zehn Prozent der zuwendungsfähigen Gesamtkosten stellt der Bezirk Oberbayern zur Verfügung. Dem Landkreis bleibt ein Eigenanteil von 15 Prozent.

Konkret bedeutet das, von den kalkulierten Gesamtkosten in Höhe von gut 188.000 Euro für den Projektzeitraum von fünf Jahren übernehmen anteilig 160.000 Euro der Bayerische Naturschutzfonds und der Bezirk Oberbayern. Den verbleibenden Rest von gut 28.000 Euro bezahlt der Landkreis.

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Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa

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