Großeinsatz am Sonntag rund um Bahnhof Rosenheim

500-Kilo-Bombe erfolgreich entschärft: "Keine Ruhe vor dem Sturm"

Diese 500-Kilo-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg hielt am Sonntag (9. Februar) Rosenheim in Atem.

Rosenheim - Seit 3. Februar werden am Bahnhof Kampfmittelsondierungen durchgeführt. Am Sonntagmittag, 9. Februar, wurde in diesem Zusammenhang eine Bombe aus dem zweiten Weltkrieg gefunden. Das bedeutete für die Einsatzkräfte: Keine Ruhe vor dem Sturm. 

Das Wichtigste in Kürze/ Service: 

  • 500-Kilo-Bombe am Rosenheimer Bahnhof gefunden
  • Sperrbereich im Umkreis von 500 Metern festgelegt
  • Evakuierung ab 19.30 Uhr
  • Notquartier in der Luitpoldhalle
  • Zugverkehr zeitweise komplett eingestellt
  • 500 Helfer im Einsatz
  • Bombe nach über einer Stunde erfolgreich entschärft
  • Informationen des Meridian
  • Informationen der Bahn

Update, 14.47 Uhr - Pressemeldung des Malteser Hilfsdienst

Großeinsatz für die Malteser Rosenheim am Sonntag: Mit 30 ehrenamtlichen Helfern war die Hilfsorganisation an der Evakuierung und Betreuung von Betroffenen beteiligt, die nach dem Fund einer Bombe aus dem 2. Weltkrieg am Bahnhof Rosenheim zeitweise ihre Wohnungen verlassen mussten. Von der Alarmierung gegen 15 Uhr bis zur Beendigung der Aufräumarbeiten nach der Rückkehr in die Dienststelle um 2 Uhr nachts war das Team im Einsatz, um im Auftrag der Führungsgruppe Katastrophenschutz (FüGK) in der Luitpoldhalle ein Notquartier für evakuierte Personen zu errichten: Die SEG Betreuung rückte mit zwei Lastwagen und zwei Betreuungskombis aus, die SEG Technik und Sicherheit mit einem Gerätewagen sowie weitere Helfer mit dem Mannschaftstransportwagen Sanität.

Der Auftrag lautete zunächst, eine Notunterkunft für 50 Personen zu errichten, die dort verpflegt und betreut werden sollten – zur Not auch über Nacht. Unter der Leitung von Gruppenführer Kevin Braun sorgte die SEG Technik und Sicherheit für alle technischen Belange sowie die Absicherung und Beschilderung des Geländes. Thomas Zschocke war als Gruppenführer der SEG Betreuung verantwortlich für den Aufbau von Feldbetten, Biertischgarnituren und Verpflegungseinheit sowie für die Registrierung der Betreuten und den Nachschub. Die straffe Organisation in der Katastrophenschutz-Einheit, die professionelle Ausbildung und regelmäßige Übung machen sich in einer solchen Situation bezahlt.


Unter der Federführung der Rosenheimer Malteser errichteten die Einsatzkräfte ein Notquartier in der Luitpoldhalle und betreuten dort im Laufe des Abends fast 300 Menschen, die wegen der Entschärfung einer Bombe ihre Wohnungen verlassen mussten.

Als Abschnittsleiter hatte Ernst Schütz, Leiter der Malteser Rettungswache Rosenheim, die Gesamtverantwortung in der Luitpoldhalle und hielt den Kontakt zu den Verantwortlichen bei FüGK und Polizei. Das BRK war mit einem Sanitätsdienst-Team in der Halle im Einsatz und sorgte für den Getränkenachschub, denn die ursprüngliche Personenzahl musste immer wieder nach oben korrigiert werden. Im Laufe des Abends nutzten insgesamt knapp 300 Personen das Notquartier und wurden dort mit warmen und kalten Getränken versorgt. Um 23.37 Uhr wurde offiziell die erfolgreiche Entschärfung verkündet und Entwarnung gegeben, so dass niemand in der Halle übernachten musste.

Nach dem Einsatz zog Zschocke eine positive Bilanz: „Die Zusammenarbeit unter den Einsatzkräften war sehr kameradschaftlich und kollegial,“ betonte er. „Wir konnten alles sehr gut abwickeln und haben von vielen Seiten Lob gehört.“

Neben dem Einsatz in der Luitpoldhalle unterstützten die Malteser mit vier Behindertentransportbussen die Evakuierung von Menschen mit Einschränkungen, die unter der Führung des BRK Rosenheim stand. Die Schnelle-Einsatz-Gruppe (SEG) Transport stand mit zwei Krankentransportwagen bereit, um bettlägerige Bewohner der Evakuierungszone liegend in Sicherheit zu bringen.

Pressemitteilung Malteser Hilfsdienst

Update, 6.40 Uhr: 1792 Menschen mussten Wohnungen verlassen

Der Fund einer Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg am Rosenheimer Bahnhof sorgte am Sonntagnachmittag kurz nach 13 Uhr für große Aufregung und einen stundenlangen Einsatz für 490 Kräfte von Feuerwehr, THW, BRK, Malteser, Polizei und Stadtmitarbeitern. 

1792 Menschen mussten ab 19.30 Uhr ihre Wohnungen verlassen. Viele von ihnen kamen bei Freunden und Familie unter, rund 200 Personen machten von dem Notquartier Luitpoldhalle Gebrauch. Um 22.13 Uhr konnte dann vermeldet worden: "Evakuierung erfolgreich". Die Entschärfung der 500-Kilo-Bombe sollte dann noch rund eine Stunde dauern. Um 23.37 Uhr dann die vollständige Entwarnung: Der hinzugerufene Sprengmeister konnte die Bombe sicher entschärfen. 

Treffend formulierte die Integrierte Leitstelle Rosenheim abschließen den Einsatztag: "Ruhe vor dem Sturm ....hatte die ILS Rosenheim seit dem Nachmittag nicht."

Sturmtief "Sabine" im Anmarsch auf Region

Am Montagvormittag geht es dann mit dem Sturmtief "Sabine" für die Einsatzkräfte weiter. Nach derzeitigem Stand (6.30 Uhr) soll "Sabine" zwischen 8 und 9 Uhr die Region erreichen. "Im Südosten Deutschlands kommt noch alles", wie die Deutsche Presseagentur meldet. Alle Informationen zu Sturmtief "Sabine" finden Sie in unserem Liveticker.

Update, 0.06 Uhr: Gabriele Bauer bedankt sich bei Einsatzkräften

Die Bombenentschärfung am Rosenheimer Bahnhof war erfolgreich. Um kurz vor 24 Uhr konnte Thomas Bugl, Pressesprecher der Stadt Rosenheim, offiziell Entwarnung geben. 

Es war insgesamt die fünfte Bombenentschärfung in Rosenheim seit 2014. Das Zusammenspiel zwischen den Einsatzkräften habe vorzüglich geklappt, so Bugl. 

Auch die Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer zeigte sich im Gespräch mit rosenheim24.de erleichtert und lobte den Einsatz der freiwilligen Helfer und Beamten. "Der Sprengmeister ließ verlauten, dass ein solcher Einsatz in Rosenheim reibungslos funktioniere. Das habe er in anderen Städten schon anders erlebt", sagte die Oberbürgermeisterin.

Natürlich jubelten auch die betroffenen Bürger in der Luitpoldhalle, als sie die erlösende Nachricht von der erfolgreichen Bombenentschärfung erhalten hatten.  

Update, 23.44 Uhr: Bombe erfolgreich entschärft

Erleichterung im Rosenheimer Feuerwehrhaus. Die 500-Kilo-Bombe konnte nach über einer Stunde erfolgreich entschärft werden. 

„Die fünfte Entschärfung einer Bombe in Rosenheim seit 2014 ist insgesamt komplikationslos und einmal mehr in hervorragendem Zusammenwirken der Einsatzkräfte und der beteiligten Institutionen verlaufen. Es mussten weder Personen- noch Sachschäden registriert werden. Es spricht für die Einsatzbereitschaft aller Beteiligten, dass es ohne Vorwarnung an einem schönen Sonntagnachmittag möglich war, innerhalb kürzester Zeit alle erforderlichen Maßnahmen für die Evakuierung eines Gebiets mit fast 2.000 Menschen zu starten“, bilanzierte der FüGK-Leiter, Stadtbrandrat Hans Meyrl die erfolgreiche Entschärfung und Beseitigung der US-amerikanischen Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg, die Mittag im Bereich des Gleises 13 auf dem Bahnhofsareal in Rosenheim gefunden worden war. 

Die Arbeiten zur Entschärfung der Bombe begannen um 22.20 Uhr. Sie dauerten 75 Minuten. „Um 23.37 Uhr konnten Polizei und Feuerwehr Entwarnung geben, das evakuierte Gebiet wieder für die Anlieger freigeben und den Sperrkreis aufheben“, zeigte sich Meyrl mit dem Verlauf der eigentlichen Entschärfungsarbeiten zufrieden. 

„Der Sprengmeister hat unter schwierigen Bedingungen hervorragende Arbeit geleistet. Vor und nach der eigentlichen Entschärfung hat die Zusammenarbeit der insgesamt 490 beteiligten Einsatzkräfte einmal mehr hervorragend geklappt. Alle notwendigen Arbeiten liefen gewohnt souverän“, so Meyrl. 

Der FüGK-Leiter dankte den fünf Zügen der Bereitschaftspolizei und der Polizeiinspektion Rosenheim, der Bundespolizei-Inspektion Rosenheim, den Feuerwehren aus Rosenheim, Happing, Aising, Aisingerwies-Oberwöhr und Westerndorf St. Peter, dem THW, der Bergwacht und dem BRK sowie dem Malteser Hilfsdienst für die reibungslose Abwicklung der Evakuierung und die umfassende Betreuung der Anlieger in den Unterbringungsräumen in der Luitpoldhalle. 

Die Feuerwehr Pang und Teile der FFW Rosenheim übernahmen während des Einsatzes die Absicherung des Stadtgebiets bei eventuellen Brandeinsätzen. Auch die Zusammenarbeit mit der DB AG, ihrem Notfallmanager und den regionalen Netzbetreibern Meridian und Südostbayern-Bahn habe hervorragend geklappt.

Update, 23.33 Uhr: Entschärfung läuft weiterhin

Seit mittlerweile einer Stunde und zehn Minuten läuft die Entschärfung. Bereits vor dem Einsatz war klar, dass die Entschärfung alles andere als leicht werden würde. 

Die Verantwortlichen im Feuerwehrhaus Rosenheim sind allerdings weiterhin positiv gestimmt. 

Update, 23.10 Uhr: Betroffene Bürgerin saß in Unglückszug von Bad Aibling

Das Leben schreibt bekanntlich seine ganz eigenen Geschichten. Eine Anwohnerin aus der Münchener Straße, welche auch in die Luitpoldhalle gekommen ist, erzählt unserer Reporterin vor Ort, dass sie auf den Tag genau vor vier Jahren das Zugunglück in Bad Aibling überlebte. Sie saß in einem der beiden Unglückszüge. 

"Ich war sehr aufgeregt. Es war ein Schock im ersten Moment", erklärt die Frau.  Ein Telefonat mit ihrer Tochter konnte die Frau etwas beruhigen. "Nach der Evakuierung kamen sämtliche Erinnerungen von vor vier Jahren hoch", so die Frau. 

Die Dame hatte speziell zu Beginn große Bedenken, denn man wisse ja nie, ob die Bombe deformiert oder nicht zu entschärfen sei. Mittlerweile fühlt sich die Bürgerin jedoch in der Luitpoldhalle sehr wohl, wie sie betont. 

Das tragische Zugunglück vom 9. Februar 2016 hat sich wie ein Stachel in das kollektive Gedächtnis der Region gebohrt, aber auch rund um den Globus wurde über das schreckliche Ereignis damals berichtet

Update, 22.23 Uhr: Entschärfung läuft

Applaus in der Luitpoldhalle. Über ein Mikrofon wurde verkündet, dass die Evakuierung erfolgreich abgeschlossen wurde. Die Entschärfung der Bombe hat bereits begonnen. 

Der Bombenfundort wurde großräumig abgesperrt.

Die Entschärfung soll bei gutem Verlauf circa eine Stunde dauern. „Ich danke allen betroffenen Bürgerinnen und Bürgern für ihr Verständnis und ihre Kooperationsbereitschaft. Das hat die Räumung des Evakuierungsbereichs beträchtlich erleichtert“, zeigte sich der Leiter der FüGK, Stadtbrandrat Hans Meyrl mit dem Verlauf der Maßnahme zufrieden. 

Update, 22.19 Uhr: Evakuierung zu 95 Prozent abgeschlossen

"Die Evakuierung ist zu 95 Prozent abgeschlossen", erklärte Stadtsprecher Quirin Schwaiger vor etwa zehn Minuten im Gespräch mit rosenheim24.de.

Etwa 200 Bürgern haben sich in der Luitpoldhalle eingefunden. Viele betroffene Bürger sind bei Freunden und Familie untergekommen.  Die Stimmung ist entspannt. Die Menschen nehmen die Situation gut an. 

Viele Kinder in Faschingskostümen, weil sie zuvor auf einer entsprechenden Veranstaltung waren, spielen miteinander. "Es ist ein großes Abenteuer für die Kinder", erklärte ein Vater gegenüber rosenheim24.de.

Ein anderer betroffener Bürger meinte: "Jetzt muss der Tatort eben ohne mich laufen. Allerdings wäre es auf der Couch deutlich gemütlicher." 

Die Menschen werden mit Essen und Trinken versorgt. 

Etwa 200 Menschen machten von der Unterbringung in der Luitpoldhalle Gebrauch.

Update, 21.09 Uhr: Thomas Bugl, Pressesprecher Stadt Rosenheim, im Interview

Im Interview erklärt Thomas Bugl, Pressesprecher der Stadt Rosenheim, das weitere Vorgehen. Gegen 21.30 Uhr soll die Evakuierung abgeschlossen sein. Dann wird der Sprengmeister versuchen die Bombe zu entschärfen. Die Maßnahme soll in etwa eine Stunde andauern. 

Update, 20.17 Uhr: Über 600 Personen im Einsatz

Am Rosenheimer Bahnhof wurde während Sondierungsmaßnahmen eine Bombe aus dem zweiten Weltkrieg gefunden. Bisherigen Erkenntnissen zufolge muss die Bombe noch am Sonntagabend entschärft werden. Nach Informationen von rosenheim24.de handelt es sich allerdings nicht um eine komplette Bombe. Ein kleiner Teil ist abgerissen. 

Das Rote Kreuz in Rosenheim hat den Einsatzstab zur Koordinierung des Einsatzes aktiviert. Außerdem wurden die Sanitätseinsatzleitung mitsamt der Unterstützungsgruppe und alle Schnelleinsatzgruppen „Transport“ aus Stadt und Landkreis Rosenheim alarmiert.

Auch die Johanniter sind im Katastrophenschutz des Landkreises Rosenheim mit Schnell-Einsatz-Gruppen zum Transport und zur Behandlung von Patienten sowie mit einer Rettungshundestaffel aktiv. 

Die ehrenamtlichen Helfer und die zusätzlichen Einsatzfahrzeuge werden immer dann alarmiert, wenn der reguläre Rettungsdienst an seine Kapazitätsgrenzen stößt, etwa bei Unglücken mit vielen Verletzten oder Betroffen.

Nach einer ersten Zwischenbilanz sind an der heutigen Bombenentschärfung insgesamt 173 Feuerwehrleute, 100 Polizeibeamte, 50 Einsatzkräfte von Rotem Kreuz und 30 Personen vom Malteser Hilfsdienst, 55 Kräfte des THW, 20 Beamte der Bundespolizei und 62 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Führungsgruppe Katastrophenschutz aktiv – insgesamt also 490 Einsatzkräfte.. 

Der Bombenfundort wurde großräumig abgesperrt.

Update, 19.30 Uhr: Evakuierungsgebiet festgelegt

Die Führungsgruppe Katastrophenschutz hat den Evakuierungsbereich im Zuge der vorgesehenen Kampfmittelräumung am Rosenheimer Bahnhof inzwischen festgelegt. 

Er umfasst 1.792 Bürgerinnen und Bürger. Er erstreckt sich im Süden von der Kufsteiner Straße ab der Mangfallbrücke stadteinwärts über die Einmündung der Kunstmühlstraße in die Enzensberger Straße im Westen bis zur Münchener Straße im Norden und der Kreuzung Gießerei-/Kufsteiner Straße im Nordosten.

Das Evakuierungsgebiet wurde festgelegt. 

 

Mit der Evakuierung soll um 19.30 Uhr begonnen werden. Seitens der Bereitschaftspolizei und der Polizeiinspektion Rosenheim stehen insgesamt rund hundert Einsatzkräfte zur Verfügung, um das Evakuierungsgebiet zu räumen. Der Evakuierungsbereich wird für alle Verkehre gesperrt."

Ab sofort ist auch der Zugverkehr von und zum Bahnhof Rosenheim eingestellt", ergänzt Christian Schwalm, Pressesprecher der Stadt Rosenheim.

„Der Sprengmeister wird mit der Entschärfung der US-amerikanischen Bombe beginnen, sobald der Evakuierungsbereich freigeräumt ist. Deshalb appellieren wir an alle betroffenen Bürgerinnen und Bürger, kooperativ zu sein und sich aus dem Evakuierungsbereich zu entfernen“, so FüGK-Leiter und Stadtbrandrat Hans Meyrl. 

Das Notquartier in der Luitpoldhalle, Stemplinger Straße 3 wurde von Kräften des Bayerischen Roten Kreuzes und des Malteser Hilfsdienstes inzwischen eingerichtet und steht bis zur Freigabe des Evakuierungsbereichs als Auffangquartier zur Verfügung. Das Bürgertelefon steht unter der Telefonnummer 08031-365-8365 für alle Fragen von Bürgerinnen und Bürgern rund um den Bombenfund zur Verfügung.

In der Luitpoldhalle bereitet man sich auf die betroffenen Bürgerinnen und Bürger aus dem Evakierungsgebiet vor.

Weitere Informationen finden Sie hier

Der Schienenfernverkehr ist inzwischen aufgrund auch wegen der Witterungslage im Rosenheimer Raum komplett eingestellt. Der Nahverkehr in Richtung Rosenheim endet in Ostermünchen. Aus Richtung Salzburg werden die Regionalzüge in Bad Endorf abgestellt. Schienenersatzverkehre sind eingerichtet. Haltepunkt in Rosenheim ist am Busbahnhof Stadtmitte in der Stollstraße. Haltepunkt aus Richtung München ist in Ostermünchen, aus Richtung Kufstein in Raubling und auf der Holzkirchener Strecke in Kolbermoor.

Update, 19.13 Uhr: Lagebesprechung im Feuerwehrhaus

Aktuell besprechen sich Experten und Verantwortliche im Rosenheimer Feuerwehrhaus. In Rücksprache mit dem Sprengmeister soll am Abend eine Entscheidung fallen, wie es weiter gehen wird. 

Dass die Evakuierung bereits begonnen hätte, ist nicht richtig. Dies erklärte Christian Schwalm, Pressesprecher der Stadt Rosenheim, im Gespräch mit rosenheim24.de.

Update, 18.36 Uhr: Lage ist ruhig

Am Rosenheimer Bahnhof ist von dem Bombenfund nicht viel zu merken. Lediglich die Sperrung der Bahnhofsunterfühung in der Klepperstraße durch Polizeibeamte wirft bei den Passanten Fragen auf. 

Das Hauptgebäude ist weiterhin geöffnet. Noch immer verkehren Züge, wenngleich mit verminderter Geschwindigkeit. Der Einsatz könnte sich demnach noch einige Stunden hinziehen. 

Update, 17.57 Uhr: KATWARN alarmiert wegen Bombenfund

Gegen 17.45 Uhr hat auch das Warn- und Informationssystem KATWARN wegen der Bombe am Rosenheimer Bahnhof alarmiert. Dort wird bestätigt, dass der Gefahrenbereich mit einem Umkreis von 500 Metern festgelegt wurde. 

Aktuell bestehe keine unmittelbare Gefahr. Die Bürger werden deshalb gebeten, weiterhin Ruhe zu bewahren. Meiden Sie nach Möglichkeit bereits jetzt den betroffenen Bereich rund um den Fundort.

Des Weiteren soll man sich auf eine mögliche Evakuierung vorbereiten. Legen Sie Kleidung und wichtige Dokumente bzw. Medikamente bereit. 

Update, 17.13 Uhr: Evakuierung im Radius von 500 Metern

Laut Angaben der Stadt Rosenheim handelt sich um eine 500 Kilo-Bombe. Die Bombe liegt im Bereich des Gleises 13. 

Der Kampfmittelräumdienst ist mittlerweile auch in Rosenheim eingetroffen und macht sich vor Ort ein Bild von der Lage. Der Bahnverkehr sowie der Verkehr auf den anliegenden Straßen sind bis jetzt nicht vom Bombenfund beeinträchtigt.

Lediglich die Durchfahrtgeschwindigkeit der Züge wurde reduziert. „Voraussichtlich soll die Bombe noch heute entschärft werden. Dazu ist mit Evakuierungen in einem Radius von etwa 500 Meter um den Fundort zu rechnen. Der genaue Evakuierungsbereich wird derzeit festgelegt“, so FüGK-Leiter und Stadtbrandrat Hans Meyrl. 

Der Bombenfundort wurde großräumig abgesperrt.

Für Bewohnerinnen und Bewohner aus dem Evakuierungsbereich wird in der Luitpoldhalle, Stemplinger Straße 3 ein Notquartier eingerichtet. Für weitere Rückfragen hat die Stadt Rosenheim ein Bürgertelefon aktiviert, das ab sofort unter der Telefonnummer 08031-365-8365 erreichbar ist.

Update, 17.05 Uhr: Sprengmeister vor Ort

Die Bombe aus dem zweiten Weltkrieg wurde hinter einem Meridianzug auf Höhe der Firma Ericsson - ehemaliges Kathrein Werk 4 - gefunden.

Hier eine Aufnahme vom Fundort.

Der Sprengmeister ist mittlerweile vor Ort. Die Bombe wird aktuell ausgegraben und weiter freigelegt. Aufgrund des bevorstehenden Sturms will die Einsatzleitung die Bombe noch am Sonntag entschärfen bzw. abtransportieren. 

Der Fundort ist großräumig abgesperrt. Die Gleise 6 bis 13 sind gesperrt. Der Bahnhof ist nicht komplett von der Sperrung betroffen. Lediglich die Bahnhofsunterfühung von Seiten der Klepperstraße. Der Bahnverkehr läuft derzeit noch völlig normal.

Erstmeldung:

Um 13.07 Uhr wurde am Rosenheimer Bahnhof im Rahmen von Sondierungsmaßnahmen für die Verlagerung des Mühlbachs einer Bombe aus dem 2. Weltkrieg gefunden.

Wie die Stadt Rosenheim mitteilt, wird in Kürze ein Sprengmeister vor Ort sein. Das weitere Vorgehen wird im Benehmen mit den Experten vor Ort geklärt. 

„Vorsorglich haben wir die Führungsgruppe Katastrophenschutz (FüGK) in der Rosenheimer Hauptfeuerwache zusammengerufen. Über die nächsten Schritte werden wir die Bürgerinnen und Bürger zeitnah informieren“, erklärte der Leiter der FüGK, Stadtbrandrat Hans Meyrl.

Aktuell bestehe keine Gefahr für die Bevölkerung. Der Bahnhof wurde mittlerweile gesperrt. Weitere Evakuierung sind nicht auszuschließen.

Die Kampfmittelsondierungen werden noch bis zum 21. Februar durchgeführt. Dies kann immer wieder zu "kurzfristigen Einschränkungen" im Bahnverkehr führen.

Den letzten Fund gab im Juni 2016

Den letzten Fall gab es im Juni 2016, als im Bereich der Kunstmühlstraße eine Fliegerbombe mit 60 bis 70 Kilogramm Sprengstoff entdeckt worden war. Ein Baggerfahrer hatte die Bombe damals mit seiner Baggerschaufel weggefahren und hatte dabei den Zünder offenbar nur knapp verfehlt. Er hätte damit auch eine große Explosion auslösen können. Letztlich konnte die Bombe jedoch erfolgreich entschärft werden.

Bilder: Bomben-Entschärfung in Rosenheim

 © Josef Reisner
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250-Kilo-Bombe nördlich des Bahnhofes

Im Januar 2015 war am nördlichen Bahnhofsgelände, direkt gegenüber einer örtlichen Brauerei, eine Fliegerbombe aus dem zweiten Weltkrieg gefunden worden. Die Bombe wog rund 250 Kilogramm. Auch damals wurde das Gelände weiträumig abgesperrt. Insgesamt 5.000 Menschen wurden sicherheitshalber aus der Gefahrenzone gebracht. Erst am späten Abend war die Bombe damals erfolgreich entschärft.

Die Bomben-Fundstelle am Dienstagnachmittag

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Evakuierung auch im April 2014

Der dritte Fall datiert aus dem April 2014, als ebenfalls nördlich des Bahnhofs eine weitere Fliegerbombe entdeckt worden war. 3.900 Menschen mussten damals vorübergehend ihre Häuser räumen. Die Entschärfung war damals kurz nach Mitternacht abgeschlossen.

Das ist die Rosenheimer Bahnhofs-Bombe!

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Damals gab es kurzzeitig Verzögerungen, als sich vereinzelt Personen geweigert hatten, ihre Häuser zu verlassen. Auch jugendliche Randalierer sorgten für Arbeit bei den Einsatzkräften.

mz/Stadt Rosenheim

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