Beispiele aus den Landkreisen Altötting und Rosenheim

Freibäder und Badeseen: Wann dürfen wir wieder baden?

„An eine Öffnung von Bädern ist derzeit nicht zu denken. Diese Entscheidung liegt auch nicht in unseren Händen“, so Markus Günther, Bäderleiter Burghausen. Damit bleibt auch der Wöhrsee noch geschlossen. 
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„An eine Öffnung von Bädern ist derzeit nicht zu denken. Diese Entscheidung liegt auch nicht in unseren Händen“, so Markus Günther, Bäderleiter Burghausen. Damit bleibt auch der Wöhrsee noch geschlossen. 

Rosenheim/Burghausen – Normalerweise öffnen die Bademöglichkeiten im Freien zwischen Ende April und Anfang Mai. Aufgrund der Ausgangsbeschränkung zur Eindämmung der Corona-Epidemie ist es derzeit ungewiss, wann und ob Freibäder und Seen eröffnen können.

„Es war geplant, die Freibadsaison am 25.April zu eröffnen. Mit Wirkung zum 17. März hat die Bayerische Staatsregierung zur Eindämmung der Corona-Epidemie die bis auf weiteres unbefristete Schließung aller Bäder angeordnet“, erklärt Ulrike Willenbrink, Pressestelle Stadtwerke Rosenheim, gegenüber rosenheim24.de. Wann und in welchem Umfang eine Öffnung möglich sei, kann von den Stadtwerken derzeit nicht vorausgesagt werden.

Ähnlich sieht die Situation natürlich auch im Bereich der Seen aus: „Sobald es zu Lockerungen der Ausgangsbeschränkungen kommt, wird auch die Sperre des Naherholungsgebiets um die Happinger Seen neu bewertet“, so Christian Schwalm, stellvertretender Pressesprecher der Stadt Rosenheim. Dann werde die Stadtverwaltung prüfen, ob eine komplette Öffnung des Nacherholungsgebietes möglich ist oder es zunächst lediglich zu einer Teilöffnung kommt.

Liegeflächen in Rosenheim freigegeben - Burghausen im Standby-Modus

Immerhin wurden inzwischen die Liegewiesen an den Happinger Seen freigegeben. „Es ist unbedingt notwendig, auch bei der jetzt erfolgten Lockerung das Abstandsgebot weiterhin zu beachten und ggf. sogar einen Nasen-Mund-Schutz zu tragen“, appelliert Hans Meyrl, Leiter Führungsgruppe Katastrophenschutz, an die Bürgerinnen und Bürger in einer Pressemitteilung.

„An eine Öffnung von Bädern ist derzeit nicht zu denken. Diese Entscheidung liegt auch nicht in unseren Händen“, so Markus Günther, Bäderleiter Burghausen gegenüber innsalzach24.de. Man bereite die Anlagen für den Betrieb vor. „Wir stellen das Freibad in Burghausen und das Wöhrseebad in den Standby-Modus, damit bei einer etwaigen Lockerung der Beschränkungen möglichst schnell geöffnet werden kann“, erklärt Günther weiter.

Vorbereitungen laufen - sind diese umsonst?

Auch in Rosenheim laufen die Vorbereitungen wie geplant. Das Freibad wird derzeit für den Saisonstart vorbereitet. „Sobald die Behörden eine Öffnung der Bäder gestatten, können diese mit einer kurzen Vorlaufzeit - zum ausreichenden Beheizen der Becken - geöffnet werden“, berichtet Willenbrink. Kommt es womöglich zu einer Limitierung der Badegäste? „Die Formulierung von Auflagen und Beschränkungen erfolgt durch die zuständigen Behörden. Eine Prognose von möglichen Auflagen kann unsererseits nicht erfolgen“, so Willenbrink.

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach zeigte sich im ZDF-Talk Lanz hinsichtlich der Planungen für die heißen Tage sehr skeptisch: „Der Sommerurlaub im klassischen Sinn wird nicht stattfinden. Das gilt für Besuche in Freibädern, auf Festivals, im Fußballstadion. Selbst Wegfliegen ist für mich nicht vorstellbar. Ostsee, Badesee – keine Chance.“

Ansteckungsgefahr in Schwimmbädern?

Das Umweltbundesamt zieht in einer Stellungnahme folgendes Fazit: „Eine Übertragung des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 erfolgt nach derzeitigem Wissensstand vor allem über den direkten Kontakt zwischen Personen oder kontaminierte Flächen. Die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung im Schwimmbad ist daher mit anderen Orten im öffentlichen Raum vergleichbar“.

Vieles hängt an den weiteren Entwicklung der Ausbreitung der Corona-Epidemie ab. Die Politik wird mit Sicherheit genau überlegen, wann und ob Freibäder und Badeseen geöffnet werden.

jz

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