Absteigender Einzelhandel in Rosenheim

Ladensterben in Rosenheim: Bereits 22 leer stehende Flächen

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Rosenheim -  Immer mehr Läden stehen in der Rosenheimer Innenstadt frei. Ist der Online-Handel Schuld?

Laut Informationen von Radio Charivari stehen nach aktuellem Stand 22 Geschäfte in Rosenheim leer. Sabrina Obermoser vom Citymangement Rosenheim gab gegenüber dem Sender an, dass der stark wachsende Online-Handel ein Grund für das Ladensterben in Rosenheim sein könnte. Dennoch glaube sie an eine Zukunft des Einzelhandels in Rosenheim, zumindest in der Fußgängerzone.

Um den örtlichen Handel zu stärken, beschloss der Stadtrat ein Einzelhandelskonzept im März 2018.

Ladenschließungen und Insolvenzanmeldungen im Raum Rosenheim

Im Januar kam es zur Ladenschließung der Kette K&L Ruppert. Im Rahmen eines Insolvenzverfahrens mussten 14 Filialen geschlossen werden - auch die Geschäftsstelle in Rosenheim. Im Februar wurde veröffentlicht, dass der Eisenwarenhandlung Förg in der Heilig-Geist-Straße bzw. Fußgängerzone ebenfalls geschlossen werde - nach 97 Jahren und nach dem Tod des Besitzers.

Im April wurde bekannt, dass auch das Modelabel Gerry Weber ein Insolvenzverfahren im Januar eröffnet habe. Zum damaligen Zeitpunkt konnte allerdings noch nicht klar gesagt werden, ob davon auch Gerry Weber-Filialen in der Region betroffen sind.  Ebenso im April bekanntgegeben, wurde die Schließung des "Feinkost Ester" in Rosenheim am Salzstadel. Die Inhaber werde zukünftig "nur" noch einen Partyservice an derselben Stelle, allerdings mit Zugang von der Frühlingsstraße, betreiben. Die Schließung bedeute ebenso, dass dass die Rosenheimer zukünftig auch ohne ihre Wiesn-Bar auskommen müssen.

2018 dann verkündete der Mini-Laden in der Lessingstraße sein Ende. Er wurde vom Förderverein "Miteinander" geführt und ging Mini-Laden in der Lessingstraße sein Ende. Er wurde vom Förderverein "Miteinander" geführt und ging auf eine Intiative der Sozialen Stadt zurück. Im gleichen Jahr musste der Tante-Emma-Laden in Nußdorf seine Pforten schließen. Die Gemeinde bemühte sich daraufhin, dem Geschäft wieder Leben einzuhauchen.

Ladenschließungen in Bad Aibling

Bereits 2016 war in Bad Aibling die Rede vom berüchtigten Ladensterben. Erst machte die Post am Bahnhof dicht und dann der Edeka in der Münchener Straße. Damals hieß es laut Thorsten Bäcker vom Gewerbeamt in Bad Aibling: "Bad Aibling als Einkaufsstadt nicht ganz unproblematisch". Die Stadt beschritt daraufhin neue Wege, um dem Leerstand entgegenzuwirken. 2015 initiierte das Stadtmarketing Bad Aibling ein Geschäftsstraßenmanagement für die Innenstadt, um den Anstieg der Leerstände zu vermeiden.

ics

Rubriklistenbild: © Fotomontage: nl // jb

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