Sicherheitskonzept zum Rosenheimer Wiesn

Video-Interview: Polizei auf dem Herbstfest 2016

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(v.l.) Alfons Zehnter, Richard Gröger, Klaus Hertreiter, Herbert Hoch und Oliver Horner bei der Pressekonferenz am Mittwoch
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Rosenheim - Rund zwei Wochen vor dem Start der diesjährigen Wiesn luden die Organisatoren zur Pressekonferenz. Heuer stand das Thema Sicherheit im Mittelpunkt. Was sich für Besucher ändert: *NEU: Video*

Nach den schrecklichen Ereignissen in Würzburg, Ansbach und auch München in der jüngsten Vergangenheit, ist das Sicherheitsempfinden vieler Bürgerinnen und Bürger angeschlagen. Grund genug für die Organisatoren des Rosenheimer Herbstfests, allen voran Projektleiter Klaus Hertreiter, das Sicherheitskonzept der Wiesn neu zu überdenken. Die Ergebnisse und Maßnahmen, die in enger Abstimmung mit den Kräften des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd und der Rosenheimer Inspektion, sowie den Verantwortlichen der Stadtverwaltung erarbeitet wurden, stellte Hertreiter am Mittwoch in der jährlichen Pressekonferenz vor. Richard Gröger, der leitende Polizeidirektor aus dem Präsidium und der stellvertretende Inspektionsleiter, Alfons Zehnter, standen dabei Rede und Antwort. Was die Besucher in diesem Jahr wissen müssen:

Sicherheit auf dem Gelände oberste Priorität

"Beim Thema Sicherheit ziehen wir, wie in jedem Jahr an einem Strang. Dabei sind heuer Lösungen und Ideen entstanden, die die bestmögliche Sicherheit auch gewährleisten sollen", so Hertreiter im Vorgriff auf die Ausführungen der Beamten. "Wir wollen zuerst noch sichtbarer werden. Deshalb haben wir uns unter anderem entschieden, die Wachzeiten auf der Wiesn auszudehnen", ergänzte Richard Gröger vom Polizeipräsidium Oberbayern Süd. Bereits ab 13 Uhr sollen die Beamten dazu auf der Wache im Glückshafen bereitstehen. Zwischen 4 und 10 Polizistinnen und Polizisten sollen dann, je nach Lage, ständig und bis Mitternacht vor Ort sein.

Weitere Maßnahmen im Detail

  • Ausgeweitete Videoüberwachung
  • Kanalisierung der Besucherströme
  • Ergänzender Wachdienst
  • Spezifische Personalschulung
  • Erhöhte Aufmerksamkeit und Sensibilisierung von Schautellern und Besuchern
  • Taschenkontrollen

"Auch in diesem Jahr herrscht kein Rucksack-Verbot. Besucher, die Taschen dabei haben, sollten sich aber darauf einstellen kontrolliert zu werden", richtete Richard Gröger seinen Apell an die Besucher, unnötiges Gepäck doch lieber gleich zu Hause zu lassen. Den traditionellen Hirschfänger sollten die Besucher am besten auch gleich in der Schublade lassen: "Eine feststehende Klinge in einer Menschenansammlung. Ganz klar eine Ordnungswidrigkeit", verdeutlichte Richard Gröger vom Polizeipräsidium Oberbayern Süd. 

Bei den Zugängen auf das Festgelände wollen die Organisatoren künftig leichte Veränderungen durchführen. Zu den drei bisher bestehenden Haupteingängen an der Kaiserstraße, der Ebersberger Straße und der Herbststraße soll der Klosterweg zum offiziellen Eingang umgebaut werden. Der kleine Weg zwischen Gymnasium und Kapelle soll dafür aber wegfallen und gesperrt werden. Zusätzlich dazu sollen an den Zuwegen verstärkt Ordner zum Einsatz kommen, die "die Besucher verstärkt im Auge behalten sollen", so Klaus Hertreiter weiter. Für den Verkehr rund um das Gelände soll aber alles beim Alten bleiben, wie Sicherheitsdezernent Herbert Hoch von der Stadt Rosenheim versicherte.

Eine zusätzliche Video-Kamera an der Herbststraße soll darüber hinaus "die restlichen dunklen Flecken auf dem Herbstfest abdecken". Die Informationen laufen wie gewohnt in der Einsatzzentrale zusammen, die während der Festzeit nochmals personell verstärkt werden soll. "Unsere Notruf-Offensive 110 gilt dabei auch für die Wiesn, das ist unser Apell an die Besucher, sollten sie ein mulmiges Gefühl im Bauch haben", erklärte auch der stellvertretende Inspektionsleiter Alfons Zehnter. "Wir haben alle ein gemeinsames Ziel fest im Auge. Wir wollen den Besuchern so wenige Einschränkungen wie möglich zumuten. Trotzdem sollten wir unsere Wiesn genauso feiern, wie es das Herbstfest auch verdient hat", so Projektleiter Hertreiter abschließend.

Alle Neuerungen rund ums Rosenheimer Herbstfest 2016

Doch auch neben dem überarbeiteten Sicherheitskonzept tut sich in diesem Jahr so einiges auf der Loretowiese. Insgesamt 67, anstatt wie bisher 63 Fahrgeschäfte, Buden und Attraktionen finden heuer Platz.

Neu mit dabei sind unter anderem ein Wellenflieger für die Kleinen Gäste, das "HORROR LAZARETT" - eine begehbare Achterbahn mit lebendigen und mechanischen Geistern - oder auch die "CRAZY MOUSE", eine Achterbahn deren Gondeln sich auf der 420 Meter langen Fahrt ständig um die eigene Achse drehen. Bei den Spiel- und Spaß-Buden kommen "Dschungelbogenschießen" und "Fun Game Basketball" neu dazu. Viele weitere, alt-bekannte Attraktionen erstrahlen künftig in neuem Glanz.

Weitere Informationen dazu finden Sie auf unserer Sonderseite www.herbstfest-rosenheim.de 

Pünktlich zur Wiesn erhöhen dann auch wieder die Mobilfunk-Anbieter ihre Sendeleistung auf dem Gelände. Und auch die komro stellt heuer zum ersten Mal ihr "City-Wlan" zur kostenlosen Nutzung für alle Besucher zur Verfügung. Im Rahmen des Herbstfests sogar für6 Stunden, anstatt wie üblich nur 2 Stunden.

Die Maß Bier kostet 2016 unverändert 8,40 Euro. Klaus Hertreiter blickte zuversichtlich auf die bevorstehende Zeit: "Die Leute sollten sich nicht vom Sicherheits-Thema einschüchtern lassen. (Selten so wie heuer freuen wir uns auf eine friedliche Wiesn".

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