Kathrein gibt Ausblick auf die Zukunft

Konjunkturumfrage in der bayerischen Metall- und Elektro-Industrie 

Rosenheim - Die Konjunktur in der Metall- und Elektro-Industrie in Südost-Bayern befindet sich im Abschwung. Hier das Ergebnis der aktuellen Umfrage, die heute in Rosenheim vorgestellt wurde.

Die Pressemitteilung im Wortlaut:

Die konjunkturelle Lage hat sich bereits spürbar abgekühlt. Unsere Unternehmen erwarten eine weitere Verschlechterung“, erläuterte der Vorsitzende der bayme vbm (bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeberverbände) Region Südost-Bayern, Anton Klaus Kathrein.

Sowohl im Inland als auch im Ausland beurteilen die Firmen in der Region die Geschäftslage schlechter als bei der letzten Umfrage. Das Inlandsgeschäft bewertennur noch knapp 39 Prozent der Betriebe als gut, vor einem Jahr waren es noch 45 Prozent. Mit dem Auslandsgeschäft waren noch gut 30 Prozent der Betriebe zufrieden, vor einem Jahr noch fast 56 Prozent. Sowohl für das Inlandsgeschäft als auch für den Export liegen die Erwartungen per Saldo im negativen Bereich.

Auch die Beschäftigungspläne der Unternehmen in der Region an den Inlandsstandorten haben sich spürbar eingetrübt. bayme vbm erwarten für das Gesamtjahr 2019 in ganz Bayern8.000 Arbeitsplätze mehr. 2018 waren es noch 18.000. Zum Jahresende rechnen die Verbände mit 875.000 Beschäftigten in der bayerischen Metall- und Elektroindustrie. Auf Oberbayern entfallen rund 255.000 Beschäftigte. „Die Anspannung auf dem Arbeitsmarkt ist wesentlich größer als man an den Statistiken ablesen kann. In den Unternehmen tut sich einiges: Arbeitszeitkonten werden abgebaut, die Zeitarbeit wird massiv zurückgefahren, in unseren Geschäftsstellen häufen sich die Anfragen zum Thema Kurzarbeit und auch im Hinblick auf Stellenabbau“, so Kathrein.

Der Abschwung wird nach Ansicht von bayme vbm auch die Standortfrage wieder in den Vordergrund rücken. „Unsere Unternehmen müssen hierzulande mit wesentlich schwierigeren Bedingungen zurechtkommen als ihre Konkurrenten. Wir haben in den vergangenen Jahren an Wettbewerbsfähigkeit verloren. Dem müssen wir entgegenwirken. Wir bekennen uns ganz klar zur Stärkung der Tarifbindung. Aber wir brauchen endlich moderne und wettbewerbsfähige Tarifverträge, die Mindestbedingungen für die M+E Industrie festschreiben. Die Tarifverträge müssen weniger komplex und weniger teuer sein und flexible, betriebsindividuelle Lösungen zulassen. Auch vom Gesetzgeber erwarten wir in vielen Punkten Klarheit, zum Beispiel beim weiteren Ausbau der digitalen Netze, bei den Lohnzusatzkosten, in der Steuerpolitik sowie ein klares Bekenntnis zur Technologieoffenheit bei der Antriebstechnologie in der Automobilindustrie“, so Kathrein.

Pressemitteilung der Informationszentrale der bayerischen Wirtschaft

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa (Symbolbild)

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