Oberbayerns erste iPad-Klasse

Digitale Revolution an der Mittelschule Aising

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Blicken zuversichtlich in die Zukunft der ersten iPad-Klasse an einer oberbayerischen Mittelschule (v.l.n.r.): Norbert Seibt vom Förderverein der Schule Rosenheim-Aising, Daniel Striffler, Klassenleiter der 8a, Gerhard Walch, Direktor der Mittelschule Rosenheim-Aising, Schulrätin Helga Wichmann, die Schüler, sowie Josef Steidl (2.v.r.) und Martin Schwegler (r.) von den Sparkassenstiftungen Zukunft.

Rosenheim/Aising - Nun ist es endlich so weit: Der Start der oberbayernweit ersten iPad-Klasse hat begonnen,sodass die Mittelschule Aising in diesem Schuljahr nun völlig neue Wege geht.

Spürbar motiviert: Einige Schüler der Klasse 8a der Mittelschule Aising erhalten von Martin Schwegler, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Sparkassenstiftungen Zukunft, ihr persönliches iPad für den Unterricht im laufenden Schuljahr.

Das Tragen schwerer Schulbücher und Hefte bleibt den 23 Schülerinnen und Schülern der 8a nun erspart und auch darüber hinaus wird einiges anders laufen, als bisher. Denn für Unterricht wie Hausaufgaben benötigen sie nur noch ein einziges Arbeitsmittel: ihr iPad. Ermöglicht wird die Umsetzung des neuartigen Unterrichtskonzepts, das für eine Mittelschule oberbayernweit einmalig ist, durch die Sparkassenstiftung Zukunft für die Stadt Rosenheim. Sie hat die Anschaffungskosten der 23 iPads komplett übernommen.

"Eine moderne Schule sollte realitätsnah sein und auf die Gesellschaft vorbereiten", sagte Gerhard Walch, Direktor der Schule Rosenheim-Aising anlässlich der iPad-Übergabe. "Wir wollen uns den neuen Medien nicht verschließen." Sein Dank galt nicht nur Schulrätin Helga Wichmann, Norbert Seibt vom Förderverein der Grund- und Mittelschule Aising und der Sparkassenstiftung Zukunft für die Stadt Rosenheim für deren Engagement, sondern auch dem Klassenleiter der 8a, Daniel Striffler. Striffler, der seit vier Jahren iPads im Unterricht einsetzt, hatte das Konzept für eine iPad-Klasse erarbeitet und sich für dessen Umsetzung bei Schulleitung und Schulamt persönlich eingesetzt sowie die 23 Geräte für seine Schüler eingerichtet.

Er zeigte den Gästen auf, wie der digitale Unterricht in seiner Klasse in diesem Jahr ablaufen wird:"Die Hausaufgaben werden auf dem iPad erledigt und an mich per Mail geschickt. Meine Rückmeldung kommt ebenfalls auf elektronischem Weg, als Audio-Datei." An Vorteilen für den Unterrichtseinsatz eines mobilen Endgerätes, insbesondere an einer Mittelschule, nennt er vor allem die individuelle Förderungsmöglichkeit, aber auch Motivation und Kreativität der Schüler.Auch hinsichtlich des Lernerfolgs zeigte sich der Klassenleiter zuversichtlich. Selbstverständlich seien alle Geräte so eingerichtet, dass sie ausschließlich als Arbeitsmittel und für Schulzwecke verwendet werden. Nach 22 Uhr könne an den iPads nicht mehr gearbeitet werden – "so etwas steuere ich zentral", so Striffler.

"Für uns hat das Projekt Vorbildcharakter, da hier eine Pädagogik eingesetzt wird, die das große Potential der neuen Technologien zum Vorteil der Schüler nutzt, ihnen Kompetenzen für die digitale Welt vermittelt und besser auf das individuelle Lernen eingehen kann", begründete Martin Schwegler, geschäftsführendes Vorstandsmitglied, die Beteiligung der Sparkassenstiftung Zukunft für die Stadt Rosenheim.

Bei entsprechendem Erfolg will die Mittelschule Aising ihre Ergebnisse und Erfahrungen auch anderen Rosenheimer Schulen kostenlos zur Verfügung stellen und auf deren Wunsch Lehrereinweisungen und -fortbildungen durchführen. Eine Dokumentation des Schuljahres, das Unterrichtskonzept und Beispiel-Apps können auf dem Schulblog www.ipad-mittelschule.de abgerufen werden.

Pressemitteilung Sparkassenstiftung Zukunft Rosenheim

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