Rosenheimer mit Tipps für Firmen zur Umstellung auf Homeoffice

Mitarbeiter abrupt in Corona-Quarantäne? "Viele werden ins Straucheln kommen"

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Florian Stahl aus Rosenheim sieht bei vielen Firmen dringenden Handlungsbedarf, sich im Zuge der Corona-Krise auch auf Homeoffice vorzubereiten. 

Rosenheim - Steht das öffentliche Leben, ähnlich wie in Italien, auch bei uns bald still? Firmen drohen existenzielle Gefahren. Wie können sich hiesige Unternehmen wappnen, falls Mitarbeiter wegen des Coronavirus plötzlich in Quarantäne sind?

"Viele Unternehmen kommen ins Straucheln, wenn sie nicht in der Lage sind, ihren Geschäftsbetrieb auch auf Homeoffice umzustellen", malt Florian Stahl im Gespräch mit rosenheim24.de ein düsteres Bild. Ein düsteres Bild, das beispielsweise in Italien aber bereits zur Realität geworden ist. Wie können sich Firmen darauf vorbereiten, wenn Mitarbeiter wegen des Coronavirus - und sei es nur der Verdacht - zuhause bleiben müssen?

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Video-Meetings, eigene Hardware und Laptops für die Mitarbeiter zuhause, Datenspeicherung in einer Cloud anstatt auf Servern im Betrieb, um allen Mitarbeitern allerorts den Zugriff darauf zu ermöglichen - "viele Firmen haben das in den vergangenen Jahren einfach nicht benötigt, aber durch das Coronavirus ist das spätestens jetzt auch bei uns für viele Unternehmen relevant", so Stahl, Geschäftsführer der "Icos Media" in Rosenheim. Doch wer den Sprung nicht schaffe, könne es künftig schwer haben.

"Seit dieser Woche ist das Thema Homeoffice wirklich von Belang"

Florian Stahl will Firmen nun helfen, diesen "Sprung" zu schaffen. Bei zwei Online-Webinaren in der kommenden Woche will er Firmen gratis zeigen "Wie Sie Ihr Team in 24 Stunden auf Homeoffice umstellen". Inzwischen gebe es viele, auch kostenfreie Tools wie von "Zoho", die eine Umstellung ermöglichen. "Die ersten Firmen nahmen schon Ende Februar mit uns Kontakt auf, sie haben so ein Ausmaß vermutet. Aber seit dieser Woche ist das Thema wirklich von Belang", so Stahl. 

Ein Beispiel aus dem Landkreis Traunstein: Zwar gibt es dort momentan "nur" vier Personen, die mit dem Coronavirus infiziert sind, aber auch 50 ihrer letzten Kontaktpersonen müssen für zwei Wochen in häuslicher Quarantäne bleiben. Es gehe aber nicht nur um die Gefahr von Mitarbeitern in häuslicher Isolation - auch Termine oder Verhandlungen mit Kunden drohen in der Corona-Krise zu platzen

Wo liegen die Herausforderungen beim Homeoffice? "Chefs müssen ihren Mitarbeitern natürlich auch Ausstattung und Hardware zur Verfügung stellen und es muss eine Vertrauensbasis da sein. Für die Mitarbeiter steigt dagegen die Flexibilität", so Florian Stahl. Aber der Zwang zum Homeoffice durch das Coronavirus könne von vielen Unternehmen auch zur Chance werden, sich zu digitalisieren und zu modernisieren. Kleinere Firmen seien in der Hinsicht oft flexibler und beweglicher als große. Aber vor allem bei Handwerksbetrieben erkennt Stahl in der Hinsicht noch viel Nachholbedarf.

xe

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