Stadt plant Verkauf an Architekten

Nach 30 Jahren Leerstand: So soll das Oberbahnamt in Zukunft aussehen

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Rosenheim - Das Oberbahnamt soll nach 30 Jahren Leerstand endlich verkauft werden. Die Stadt wird das Gebäude wohl an zwei Architekten aus Schechen abgeben, die bereits 2016 ihre Pläne für das verfallene Haus bekannt gaben. 

Die Geschichte des Oberbahnamtes Rosenheim zum Nachlesen

Es war vielen schon lange ein Dorn im Auge. Das Oberbahnamt steht nun schon seit 30 Jahren leer, die Fassade kommt immer mehr herunter, die Treppe im Innenbereicht ist schon lange einsturzgefährdet, die Mauern kämpfen mit Feuchtigkeit. Das soll sich nun ändern. Wie ovb-online.de berichtet, wollen zwei Architekten aus Schechen das Gebäude von der Stadt kaufen und haben große Pläne. Für den Kauf wollen die Architekten laut Bericht extra eine eigene Gesellschaft gründen.

Die Architekten legten 2015 Pläne für das Amt vor, in denen geplant war, Gastronomie auf zwei Ebenen anzubieten, außerdem einen Barbereich, eine offene Küche und Raum für Personalräume und Büros.

Neugestaltung des Südtiroler Platzes

Der Umbau des denkmalgeschützten Hauses ist Teil der Umgestaltung des Südtiroler Platzes, der die Stadt schon seit einigen Jahren beschäftigt. 2016 erklärte Bürgermeisterin Gabriele Bauer, dass sich die Stadt das Projekt einiges kosten lassen werde, schließlich ginge es um ein positives erstes Bild. Der Bahnhofsplatz ist immerhin das erste, was Besucher in Rosenheim zu sehen bekommen. Run 6,2 Millionen Euro wollte die Verwaltung in den neuen Bereich zwischen dem ehemaligen Oberbahnamt und dem Mühlbach investieren. Die rund 8.000 Quadratmeter große Fläche wird im Osten von einem Fahrrad-Parkhaus und im Westen vom Oberbahnamt begrenzt. 

Erst am 5. Juni fand der Spatenstich für ein zweites Fahrradparkhaus statt, das Wildparken verhindern sollte. Das neue Parkhaus wird um die drei Millionen Euro kosten und planmäßig 2020 fertiggestellt. Teil der Aufwertung des Platzes soll außerdem ein Kunstwerk sein, dass eine Bahnhofsuhr auf langen Beinen und Skater-Rollen darstellt. Die Skulptur ging als Gewinner aus einem Künstlerwettbewerb mit 13 Teilnehmern hervor. 

Auch der neue Omnibusbahnhof, der seit Juli 2018 Teil des Südtiroler Platzes ist, wurde von den Bürgern gut aufgenommen. Dieser soll die Anbindung zur Bahn erleichtern. Weiterhin wurden bei der Planung 2014 ein Wasserspiel, zwei neue Grünanlagen und neue Sitzflächen berücksichtigt. 

Der Umbau des Oberbahnamtes soll nun ein weiterer Schritt in der lange geplanten Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes sein. 

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