Irmengard Kandler feiert 95. Geburtstag

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Rosenheim - Anlässlich ihres 95. Geburtstages hatte Irmengard Kandler Besuch vom zweitem Bürgermeister Anton Heindl. Er überbrachte der munteren Frau die Glückwünsche der Stadt.

Anlässlich des 95. Geburtstages von Irmengard Kandler, den sie am 25. Januar feiern durfte, erwartet sie besonderer Besuch von Rosenheims zweitem Bürgermeister Anton Heindl. Er überreichte ihr einen Blumenstrauß und die Glückwünsche der Stadt Rosenheim. Die 95-Jährige erzählte aufgeweckt über ihr Leben, ihre Familie und die Tätigkeit beim Bayerischen Roten Kreuz.

Frau Kandler ist viel herumgekommen: Bis zur 2. Klasse lebte sie mit der Familie in München, woraufhin sie wegen ihres Vaters beruflich zuerst nach Wien, und dann nach Berlin ziehen musste. Während des Krieges verbrachte sie aufgrund der Bombardierung Berlins einige Zeit in einer Stadt im heutigen Polen, damals war es Ostpreußen. Seit dem Ende des Krieges lebt sie in Rosenheim.

Ihren Mann, der leider bereits verstorben ist, lernte sie in einer Tanzschule kennen. Der Rosenheimer Georg Kandler war damals Soldat und musste speziell zur standesamtlichen Kriegstrauung für einen Tag von der Front nach Hause kommen. Als Mutter von drei Kindern bekam sie an ihrem Geburtstag eine ganz spezielle Überraschung: Ihr erster Ururenkel kommt bald!

Irmengard Kandler war sehr aktiv beim Roten Kreuz. Anfang der 60er Jahre machte sie die Ausbildung zur Krankenschwesterhelferin im Biedersteinkrankenhaus in München. Sie wurde 1962 Mitglied beim Bayerischen Roten Kreuz und war dort 40 Jahre lang aktiv. Im Laufe ihrer Tätigkeit war sie sogar Ausbilderin beim BRK und arbeitete unter anderem im Krankenhaus Rosenheim als Aushilfe und übernahm Bereitschaftsdienste und BRK-Noteinsätze.

Die 95-Jährige zeigt sich sehr zufrieden und optimistisch. Gesundheitlich habe sie nur ihre Sehstärke zu bemängeln. Sie betätigt sich sogar sportlich und fährt beispielsweise Fahrrad. Medikamente brauche sie nicht und will so lange wie möglich in ihrem eigenen Zuhause bleiben. Auf die Frage des Bürgermeisters hin, wie sie sich denn momentan fühle, antwortete die doch recht selbstständige Frau munter: "Muss gehen!".

redro24/sg

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