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Braunbär streift durch die Wildnis in Oberbayern

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Filialen in Rosenheim und Mühldorf mussten schließen

K&L wird übernommen: Mehr als 75 Prozent der Arbeitsplätze sollen erhalten bleiben

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Ende April mussten die K&L-Filialen in Rosenheim (links) und Mühldorf (rechts) schließen.

Rosenheim/Mühldorf am Inn – In der Gläubigerversammlung am 14. Juli wurde dem Insolvenzplan und damit der Übernahme von K&L durch die Schmid-Gruppe zugestimmt. Rechtlich wird die Übernahme voraussichtlich mit Wirkung zum 1. September erfolgen.

K&L Ruppert musste im Zuge eines Insolvenzverfahrens 14 Filialen schließen, darunter auch die Filiale in der Rosenheimer Fußgängerzone und die in Mühldorf. Die Filiale in Freilassing musste nicht geschlossen werden.

Nun wurde in einer Pressemeldung verkündet, dass die Schmid-Gruppe aus Augsburg K&L übernimmt:

Die Pressemeldung im Wortlaut: 

Gläubiger stimmen Insolvenzplan und Übernahme durch die Schmid-Gruppe zu 

K&L konnte den eingeleiteten Investorenprozess erfolgreich abschließen und mit der Schmid-Gruppe einen Investor finden, der bereit ist, K&L weiter zukunftsfähig aufzustellen. 

„In einem anspruchsvollen Investorenprozess haben wir für K&L eine Fortführungslösung gefunden, die den mehr als 1.000 Beschäftigten mit Schuh-Schmid eine gute Perspektive unter einem branchenerfahrenen Eigentümer bietet. Angesichts der schwierigen Situation im deutschen Textileinzelhandel, der unter Warenüberangebot, Margendruck und der nachlassenden Konjunktur leidet, war dieses Ergebnis alles andere als selbstverständlich und letztlich auch nur durch eine Reihe von Zugeständnissen der Vermieter, so auch der Familie Ruppert, möglich.“, sagt Dr. Christian Gerloff, CRO/Geschäftsführer der K&L GmbH & Co. Handels-KG. 

Somit kann nach Eintritt der Rechtskraft der gerichtlichen Planbestätigung – voraussichtlich Mitte/Ende August – das Eigenverwaltungsverfahren für K&L am 1. September aufgehoben werden. 

Mit diesem Schritt ist K&L als in der Eigenverwaltung saniertes Unternehmen wieder „freier“ Marktteilnehmer und Geschäftspartner.

Positive Geschäftsentwicklung von K&L im ersten Halbjahr 2019 

Trotz schwieriger Marktbedingungen konnte sich K&L positiv im ersten Halbjahr 2019 vom Markt absetzen. 

„Wir haben unsere Like-for-Like-Umsätze (ohne Schließungsfilialen) im ersten Halbjahr um 5 Prozent gesteigert, obwohl der Gesamtmarkt sehr anspruchsvoll war und der gesamte Umsatz der Branche im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken ist. Darüber hinaus ist es uns gelungen, die Margen zu verbessern und den Rohertrag zu steigern. Dies zeigt, dass wir in den letzten zwölf Monaten einen guten Job gemacht haben und die bereits 2017 eingeleitete Neuausrichtung sowie die zusätzlichen Maßnahmen im Rahmen der Insolvenz wirken“, sagt Jens Bächle, CEO/Geschäftsführer der K&L GmbH & Co. Handels-KG. 

Insgesamt hat sich die Ergebnissituation – auch bedingt durch die weiteren notwendigen eingeleiteten Sanierungsmaßnahmen – im Rahmen des Insolvenzverfahrens im Vergleich zum Vorjahr wesentlich verbessert

„Es ist uns gelungen, sowohl vom Operativen als auch durch die Investorenlösung die Voraussetzungen zu schaffen, K&L wieder zukunftsfähig aufzustellen und einen Großteil der Arbeitsplätze zu erhalten“, sagt Jens Bächle.

Fortsetzung der eingeleiteten strategischen Neuausrichtung von K&L durch die Schmid-Gruppe 

Erklärtes Ziel zu Beginn des Schutzschirmverfahrens im Oktober 2018 war es, das Unternehmen als Ganzes zu erhalten und so viele Arbeitsplätze wie möglich zu sichern. K&L geht mit dieser Investorenlösung davon aus, dass trotz der Insolvenz und der zwingend notwendigen und bereits umgesetzten Filialschließungen mehr als 75 Prozent der Arbeitsplätze langfristig erhalten werden können. 

In diesem Zug soll K&L die bisher erfolgreich eingeleitete strategische Neuausrichtung weiter fortsetzen. Dazu zählen die weitere Verbesserung des Modesortiments, die Stärkung der Kundenbindung und die Steigerung der Effizienz und der Attraktivität der Verkaufsflächen. 

Darüber hinaus sollen weitere Synergiepotenziale beider Unternehmen gehoben werden. Die Schmid-Gruppe soll dem Unternehmen einen größeren Spielraum im Rahmen der zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel für die Weiterentwicklung der Geschäfte zugänglich machen. Ferner wird auch zukünftig – nach bisher erfolgter Reduzierung defizitärer Standorte – an strategisch günstigen Standorten eine weitere Expansion geplant. 

So wurde bereits in der Insolvenz am 19. Juni eine neue Filiale in Bietigheim-Bissingen eröffnet. Dr. Christian Gerloff, der während des Schutzschirm- und Insolvenzverfahrens das Amt des Restrukturierungsgeschäftsführers übernommen hatte, wird, wie von vornherein geplant, nach Umsetzung der Investorenlösung wieder aus der Geschäftsführung ausscheiden. 

Ich freue mich sehr über die erfolgreiche Sanierung von K&L. Dass es uns gelungen ist, in diesen für die Modebranche schwierigen Zeiten einen Retailer wieder auf Kurs zu bringen, war alles andere als erwartungsgemäß und ist daher umso erfreulicher. Mit Schuh-Schmid haben wir einen strategischen Investor gefunden, der das Potenzial von K&L erkannt hat und der in der Lage ist, das Unternehmen in eine positive Zukunft zu führen“, sagt der gerichtlich bestellte Sachwalter Oliver Schartl von der Kanzlei Müller- Heydenreich Bierbach & Kollegen (München).

Pressemeldung K&L GmbH & Co. Handels-KG

Das Ladensterben in Rosenheim geht weiter: Bereits 22 leer stehende Flächen.

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