Am Donnerstag in Rosenheim

Gründe "rechts" zu wählen - Zettel auf der Loretowiese verteilt

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Dieser Zettel wurde am Donnerstag vielfach auf der Loretowiese an die Autos geklemmt
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Rosenheim - Am Donnerstag wurden auf der Rosenheimer Loretowiese Zettel mit einer Auflistung verschiedener Gründe, warum man rechts wählen soll, verteilt.

Es sind noch zwei Tage bis zur Landtagswahl in Bayern. Für die Parteien und Kandidaten heißt das Wahlkampfendspurt. Doch auch Unbekannte missbrauchen den Wahlkampf um eigene Gedanken unter das Volk zu bringen. So geschehen am Donnerstag auf der Rosenheimer Loretowiese. 

Eine Leserin fand am Abend einen Zettel mit der Überschrift "Gründe 'rechts' zuwählen" an ihr Auto, das sie auf der Loretowiese parkte, geklemmt. Auch die umliegenden Autos hatten diese Zettel an der Windschutzscheibe.

In dem Schreiben, auf dem Schreiben wurden verschiedene Gründe aufgelistet, warum man am Sonntag "rechts" wählen solle. Es heist z.B.: "Jeder afrikanische/arabische Glücksritter kostet Deutschland 4500 Euro pro Monat!!! Den Preis den das deutsche Volk für Merkels verantwortungslose, antideutsche Politik bezahlen muss, ist ein anderer: Die Zahl der beinahe täglichen Messerstechereien und sexuellen Übergriffe steigt deutschlandweit an. Ähnlich fatal verhält es sich mit Einbrüchen in Wohnungen und Geschäfte. Hier in Kolbermoor, Bad Aibling oder Bruckmühl macht es mehr Sinn zu fragen Vereinsheim, Gemeindegebäude oder Geschäft noch nicht "bereichert" wurde." Weiter: "Multikulti meint in Wirklichkeit den Genozid an den weißen Völkern Europas."

Volksverhetzung muss geprüft werden

Auf Nachfrage unserer Redaktion beim Polizeipräsidium Oberbayern Süd teilte Pressesprecher Jürgen Thalmaier mit, dass bei solchen verteilten Handzetteln ein Impressum erkennbar sein müsse, ansonsten wäre es ein Verstoß gegen das Bayerische Pressegesetz. Zudem müsse dann rechtlich geprüft werden, ob ein volksverhetzender Inhalt verbreitet werde. Bei der Polizeiinspektion Rosenheim wurde der Fall bislang noch nicht gemeldet, wie eine Sprecherin mitteilte. Wenn man aber der Meinung ist, dass Inhalte auf verteilten Flyern fragwürdig sind, soll man sie bei der Polizei melden oder am besten vorbei bringen.

Pressesprecher Christian Schwalm von der Stadt Rosenheim teilte uns auf Nachfrage zudem mit, dass das Verteilen solcher Flyer, ähnlich wie bei den "Ich möchte Ihr Auto kaufen"-Kärtchen, die häufig an Fahrzeugen angebracht werden, einen Verstoß gegen die Sondernutzung darstelle und ein Bußgeldverfahren eingeleitet werde, sobald jemand den Fall bei der Stadt meldet.

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