Hysterie vor Schauergestalten auch in Rosenheim

Gruselclown-Alarm an der Mittelschule: Das war passiert

Rosenheim - Es begann in den USA, nun ist die Gruselclown-Hysterie wohl auch in der Region angekommen. Die Polizei rückte wegen einer angeblichen Sichtung am Donnerstag in der Rosenheimer Mittelschule an.

UPDATE, 13.30 Uhr: Schulleiter erläutert Hintergrund des Einsatzes

"Es ist hier nie ein Grusel-Clown an sich gesehen worden", erklärte Schulleiter Herbert Unterreiner gegenüber der Redaktion von rosenheim24.de. Er konnte nun auch Details zu den Umständen des Polizeieinsatzes nennen. "Ein Schüler hatte auf einer der Toiletten Schuhe unter einer Toilettenkabinentüre herausragen gesehen", erklärte Unterreiner, "Diese hatten nach seinem Eindruck das Aussehen von Clownsschuhen. Es handelte sich wohl um vorne nach oben gewölbte, braune Herrenschuhe." Bei einer gründlichen Absuche des Gebäudes wurde jedoch keine verdächtige Person gefunden.

Erstmeldung:

"Gestern war wohl die Polizei in der Mittelschule, weil ein Schüler, der mit meinem Sohn in eine Klasse geht, einen Clown in der Toilette gesehen hat", mit dieser Frage wendete sich unsere Leserin Christine L. per Facebook-Nachricht bei der Redaktion von rosenheim24.de. Die Schulleitung bestätigte auf Nachfrage der Redaktion den Polizeieinsatz. "Das war aber ein Fehlalarm" Genaueres zu den Hintergründen der Clown-Sichtung konnten aber nicht mitgeteilt werden. Auch die Polizeiinspektion wusste nichts weiter zu dem Vorfall zu berichten.

Als Clowns verkleidete Scherzbolde sorgen derzeit in den USA für eine regelrechte Horror-Hysterie, besonders in den Sozialen Netzwerken. Das Netz ist voll mit Amateuraufnahmen und Fotos von den Horror-Clowns, die in den USA überall gesehen wurden. Die Clowns treten dabei entweder passiv auf, etwa winkend am Straßenrand - oder durchaus auch bedrohlich. Kürzlich wurde in Kentucky erstmals ein solcher Gruselclown verhaftet. Den 20-jährigen erwartet nun eine Anzeige wegen Vermummung in der Öffentlichkeit und öffentlicher Ruhestörung. Er war mitten in der Nacht nahe einem Wohnhaus-Komplex zwischen Bäumen herumgeschlichen.

Auch in Deutschland wurden so kostümierte Gestalten schon gesichtet. Am Dienstag wurde ein Fall aus Gelsenkirchen bekannt, dort bedrohte ein Unbekannter Jugendliche mit einem Baseballschläger. Am Donnerstagmorgen stand eine als gruseliger Clown verkleidete Person vor der Grundschule der Hansestadt Stendal. Außerdem hat am Donnerstagabend ein Unbekannter im Clownskostüm mit einer Kettensäge eine 48-jährige Frau in Nordrhein-Westfalen erschreckt.

In einer Umfrage hatten sich fast 900 unserer Leser für ein hartes Durchgreifen der Polizei gegen solche Scherzbolde ausgesprochen:

Rubriklistenbild: © dpa

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