Rosenheimer Unternehmen zurrt Sanierungsplan fest

Kathrein: "Haben Weichen für Wachstum gestellt!"

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Rosenheim - Kathrein ist im Zuge seiner laufenden Restrukturierung einen großen und wichtigen Schritt weitergekommen. Das Rosenheimer Unternehmen hat mit den kreditgebenden Banken eine Vereinbarung abgeschlossen, die seine Finanzierung bis Ende 2020 sichert. 

"Damit haben wir die Weichen für das nachhaltige Wachstum und die gesteigerte Wettbewerbsfähigkeit unseres Unternehmens gestellt", sagt Anton Kathrein, CEO und Gesellschafter der Kathrein-Gruppe, in einer Pressemitteilung des Unternehmens. "Sie sichert die Eigenständigkeit von Kathrein sowie seine Zukunftsfähigkeit durch wichtige Investitionen, zum Beispiel in den neuen Mobilfunkstandard 5G." 

Ende März hat das Management von Kathrein den Sanierungsplan mit den kreditgebenden Banken abgestimmt und eine gemeinsame Vereinbarung unterzeichnet. Das traditionsreiche Familienunternehmen könne so seine Neuorganisation fortsetzen und gleichzeitig weiter in neue Technologien investieren, hieß es.

Welche Maßnahmen sind geplant?

Die Maßnahmen umfassen unter anderem Effizienzsteigerungen im internationalen Produktionsverbund, Einsparungen sowie eine Fokussierung der Ressourcen auf das Kerngeschäft und auf innovative Schwerpunkte wie den neuen 5G-Standard und die Hochfrequenztechnologie in der Antennenproduktion. "Unsere Kunden schätzen unsere technologische Kompetenz und Innovationskraft", so Kathrein, dessen Unternehmen im Jahr 2019 seinen 100. Geburtstag feiert.

Zuletzt hatte das Unternehmen im Februar für negative Schlagzeilen gesorgt. Damals war bekannt geworden, dass das Werk in Niederndorf in Tirol geschlossen wird. 230 Mitarbeiter, darunter auch viele Menschen aus der Region, verlieren deswegen ihre Jobs. Viele Mitarbeiter waren geschockt. "Ich habe überhaupt nicht mit der Schließung gerechnet", sagte ein Kufsteiner Familienvater.

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