Entscheidung in Rosenheim könnte bald fallen

Kein Silvester-Feuerwerk mehr in Teilen der Innenstadt?

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Am Max-Josefs-Platz, am Ludwigsplatz sowie im Färberviertel in Rosenheim ist ab sofort die "Knallerei" an Silvester verboten.
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Rosenheim - Der Antrag lag bereits seit Jahresbeginn vor, im April gab es im Umweltausschuss auch bereits eine erste Diskussion darüber. Doch erst jetzt ist man in "großer Runde" einen womöglich entscheidenden Schritt weitergekommen: Es geht um ein mögliches Verbot von Silvester-Feuerwerk in Rosenheim! 

Vergangene Woche trafen sich Vertreter aller Parteien, des Ordnungsamtes, des Städtischen Bauhofes sowie vom City-Management und Wirtschaftlichem Verband (WV), um den Vorstoß von FDP-Stadträtin Maria Knott-Klausner zu diskutieren. Die Sitzung wurde von Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer (CSU) geleitet. "Mir ging es bei meinem Antrag um kein Verbot, sondern um Alternativen", war es Knott-Klausner wichtig im Gespräch mit rosenheim24.de zu betonen.

"Der Stadtrat hat eine Verantwortung für die Sicherheit der Bürger und das Ausmaß, das die Knallerei in den letzten Jahren angenommen hat, ist so nicht mehr zu akzeptieren", sagte Knott-Klausner und sprach in diesem Zusammenhang auch an, dass von Privatleuten zunehmend Pyrotechnik eingesetzt werde und die bereits bestehenden Regelungen - zum Beispiel rund um Altenheime oder Krankenhäuser nicht zu "böllern" - schlichtweg von den meisten ignoriert würden

Deswegen wurde nun diskutiert, das Feuerwerk zum Beispiel am Max-Josefs-Platz, am Ludwigsplatz und im Färberviertel ab diesem Jahr zu verbieten. "Wir müssen da eine Veränderung der Kultur anregen", so Knott-Klausner. In Landshut gäbe es so ein Verbot wegen der hohen Brandgefahr in der historischen Altstadt bereits seit einigen Jahren.

Am Dienstag, 19. November, kommt das Thema im Haupt- und Finanzausschuss auf die Tagesordnung. Dort könnte dann womöglich auch "eine kommunalpolitische Entscheidung getroffen" werden, wie Christian Schwalm, Pressesprecher der Stadt Rosenheim, auf Anfrage von rosenheim24.de erklärte. Diskutiert werden soll dann auch, wie ein mögliches Verbot von den Ordnungsbehörden umgesetzt werden könnte.

mw

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