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Auch Kritik am neuen Standort für die Happinger Floriansjünger

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Der geplante neue Standort in Happing.
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Rosenheim - Endlich geht es voran beim neuen Standort für die Happinger Floriansjünger. Allerdings gab es auch Kritik an der gewählten Lage.

Das Gremium beschloss, mit drei Gegenstimmen, die Aufstellung des Bebauungsplans Nummer 190 "Feuerwehrhaus Happinger Straße". Dieser hat das Ziel, einen Standort für das Feuerwehrhaus zu sichern. Als nächster Schritt soll die Entwurfsplanung ausgearbeitet und dann dem Stadtrat vorgelegt werden. Dann soll auch der Vorentwurf des Bebauungsplans erstellt und nach Genehmigung durch den Stadtrat der Öffentlichkeit, den Behörden, sowie sonstigen Trägern öffentlicher Belange vorgelegt werden. 

Die Stadt beabsichtigt, ein neues Feuerwehrgerätehaus in Happing zu errichten. Denn im bisherigen Gebäude in Alt-Happing, an der Ecke Inntalstraße/Waldstraße, sei die Nutzung aufgrund von zu engen Platzverhältnissen eingeschränkt, insbesondere in Bezug auf die Unterbringung der Feuerwehrfahrzeuge sowie durch fehlende Schulungsräume. "Für eine Verlagerung eignet sich ein Standort zwischen den neuen und alten Ortsteilen, da die Mehrzahl der Einsätze in nördlicher Richtung erfolgt, viele der ehrenamtlichen Einsatzkräfte jedoch aus dem südlichen Teil Happings kommen", so die Stadtverwaltung. Aus diesem Grund habe die Stadt eine Teilfläche eines Grundstücks an der Happinger Straße, zwischen Alt-Happing und Kaltmühl-Kaltwies erworben.Bisher ist es als landwirtschaftliche Fläche ausgewiesen, die Änderung des Bebauungsplans, die mit einer des Flächennutzungsplans einhergeht schafft daher die Voraussetzung dafür, dass das Feuerwehrhaus dort entstehen kann.

Neubau soll sich in Umgebung einfügen

Das Gebäude soll auf einer Grundfläche von etwa 500 Quadratmetern auf zwei Geschossen eine Fahrzeughalle, Umkleide- und Sanitärbereiche, Büro- und Lagerflächen sowie einen Jugend- und Schulungsraum beinhalten. Es werden keine Schlauchtürme benötigt. Im Außenbereich werden etwa 24 Auto-Stellplätze benötigt."Das Erscheinungsbild des Gebäudes soll sich in die ländliche Umgebung einfügen", betont die Stadtverwaltung.

Das bisherige Gebäude in Alt-Happing.

Auf einem weiteren Grundstücksbereich westlich des von der Stadt erworbenen Teilgrundstücks beabsichtige der Eigentümer, ein eingeschossiges Gebäude zur Unterbringung von land- und forstwirtschaftlichen Fahrzeugen auf etwa 130 Quadratmetern Grundfläche zu errichten. "Für diesen Zweck soll ein Sondergebiet für Land- und Forstwirtschaft ausgewiesen werden." Um Fehlnutzungen zu vermeiden, solle die Art der Nutzung zusätzlich über eine Regelung festgelegt werden. Auf der Südseite des Feuerwehr-Grundstücks sei darüber hinaus eine Zufahrt für das landwirtschaftliche Grundstück vorgesehen. Beide Gebäude sollen außerdem eingegrünt werden. 

Kritik am Standort

Franz Lukas (Grüne) kritisierte den Standort: "Wir halten das an dieser Stelle, mitten in der freien Landschaft für unglücklich." Dem stimmte auch Franz Opperer (Grüne) zu: "Wie wollen wir sicherstellen, dass wir nicht das Baurecht für weitere Bebauung schaffen? Da soll ja kein Kern für einen neuen Stadtteil enstehen!" Vor allem die geplante Erschließung der Grundstücke könne dafür die Grundlage bilden. 

"Wir haben irrsinnig lange gesucht und verhandelt, um wenigstens dieses Grundstück zu bekommen", betonte Erste Bürgermeisterin Gabriele Bauer (CSU), "Das ist die verträglichste aller möglichen Lösungen." Seitens der anwesenden Vertreter der Stadtverwaltung wurde betont, die Gefahr einer Schaffung von Baurecht würde nicht bestehen."Da sind wir weit davon entfernt." 

Bürgermeisterin Bauer zeigte sich sichtlich erleichtert, dass das Projekt nun auf den Weg kommt: "Das hat eine Menge Anstrengung gekostet. Den ersten Baum für die Eingrünung spendier' dann auch ich", scherzte sie.

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