Weiter Kritik an Standort für neues Happinger Feuerwehrhaus

"Der Baudruck wird steigen und irgendwann wird da dann doch gebaut!"

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Grünen-Stadtrat Franz Lukas kritisierte den geplanten Standort für das neue Happinger Feuerwehrhaus.
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Rosenheim - Die Happinger Floriansjünger sollen ein neues Haus bekommen. Doch es gab erneut Kritik am Standort.

"Ich kann die Bedenken, dass da am Ende der Weg für weitere Bebauung frei wird grundsätzlich verstehen. Aber das haben wir durch die baurechtliche Regelung ausgeschlossen", betonte Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer (CSU). "Natürlich werden wir weiter dafür Sorge tragen müssen, dass das dann auch eingehalten wird." Natürlich würden sie die Notwendigkeit sehen, entgegnete Franz Lukas (Grüne), "Aber das ist einfach die schlechteste Lösung! Der Baudruck wird steigen und irgendwann wird da dann doch gebaut!" 

"In der alten Feuerwache ist Not am Mann, da muss jetzt eine Lösung her", erklärte dagegen SPD-Stadtrat Andreas Lakowski. "Es ist bedauerlich, dass wir nichts anderes haben, aber damit müssen wir jetzt leben." Auch er gehe davon aus, dass weitere Bauten in diesem Bereich ausreichend ausgeschlossen seien. 

Stadt will neues Feuerwehrhaus errichten

Die Stadt beabsichtigt, ein neues Feuerwehrgerätehaus in Happing zu errichten. Denn im bisherigen Gebäude in Alt-Happing, an der Ecke Inntalstraße/Waldstraße, sei die Nutzung aufgrund von zu engen Platzverhältnissen eingeschränkt, insbesondere in Bezug auf die Unterbringung der Feuerwehrfahrzeuge sowie durch fehlende Schulungsräume. "Für eine Verlagerung eignet sich ein Standort zwischen den neuen und alten Ortsteilen, da die Mehrzahl der Einsätze in nördlicher Richtung erfolgt, viele der ehrenamtlichen Einsatzkräfte jedoch aus dem südlichen Teil Happings kommen", so die Stadtverwaltung. Aus diesem Grund habe die Stadt eine Teilfläche eines Grundstücks an der Happinger Straße, zwischen Alt-Happing und Kaltmühl-Kaltwies erworben.

Bisher ist es als landwirtschaftliche Fläche ausgewiesen, die Änderung des Bebauungsplans, die mit einer des Flächennutzungsplans einhergeht schafft daher die Voraussetzung dafür, dass das Feuerwehrhaus dort entstehen kann.

De geplante Standort.

Das Gebäude soll auf einer Grundfläche von etwa 500 Quadratmetern auf zwei Geschossen eine Fahrzeughalle, Umkleide- und Sanitärbereiche, Büro- und Lagerflächen sowie einen Jugend- und Schulungsraum beinhalten. Es werden keine Schlauchtürme benötigt. Im Außenbereich werden etwa 24 Auto-Stellplätze benötigt."Das Erscheinungsbild des Gebäudes soll sich in die ländliche Umgebung einfügen", betont die Stadtverwaltung. Bereits bei der ersten Behandlung des jetzigen Standorts gab es Widerstand aus der Grünen-Fraktion.In einer Umfrage auf rosenheim24.de dagegen bekundete die Mehrheit der Befragten, dass sie den Standort für geeignet halten:

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