Hochschule Rosenheim:

Jetzt Studiengang "BWL für den Mittelstand"

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MdB Daniela Ludwig, Staatssekretär Stefan Müller, Hochschulpräsident Prof. Heinrich Köster.

Rosenheim - Die Hochschule Rosenheim startet im Oktober ihren neuen berufsbegleitenden Studiengang „Betriebswirtschaftslehre für den Mittelstand“.

Das gab Präsident Professor Heinrich Köster bei einem Besuch des Staatssekretärs im Bundesministerium für Bildung und Forschung, Stefan Müller, an der Hochschule bekannt. Bis zu 25 Studenten werden dann berufsbegleitend zum Bachelor of Arts speziell für den Mittelstand ausgebildet. Staatssekretär Stefan Müller stellte seine Ideen zur Grundfinanzierung der Hochschulen vor. Sein Besuch war auf Initiative der Rosenheimer CSU-Bundestagsabgeordneten Daniela Ludwig zustande gekommen.

Am Runden Tisch diskutierten mit ihm unter anderem der Hochschul-Kuratoriumsvorsitzende und CSU-Landtagsabgeordnete Klaus Stöttner, sein Fraktionskollege Otto Lederer, CSU-Landratskandidat Wolfgang Berthaler und der Vorsitzende des Rosenheimer Arbeitskreises Schule Peter Peltzer.

„Die Hochschule ist eine Premium-Hochschule und ein wichtiger Standortfaktor für den Raum Rosenheim“, sagte Ludwig. „Wir sind ein wirtschaftlich prosperierender Raum und mittelständisch geprägt. Angesichts des Fachkräftemangels ist es gut, dass die Unternehmen hier Zugriff auf ihre künftigen Mitarbeiter haben.“ Auch der neue Studiengang sei für die Region von außerordentlicher Bedeutung, betonte die heimische Wahlkreisabgeordnete.

Präsident Heinrich Köster hob hervor, dass die Hochschule mit dem neuen berufsbegleitenden Studiengang keinesfalls gewinnorientiert arbeite. „Wir verdienen nichts daran, sondern werden nur kostendeckend arbeiten.“ 1.700 Euro müssen die künftigen Studenten pro Semester bezahlen, eine erste Informationsveranstaltung zu diesem Studiengang ist nach Angaben von Hochschul-Vizepräsident Prof. Dr. Eckhard Lachmann erfolgreich verlaufen. „Vorgesehen sind zwei Abende Lehrveranstaltungen während der Woche und zwei Wochenende im Monat, so können die Berufstätigen ihrer Arbeit weiter nachgehen.“

Wichtiges Thema in der Gesprächsrunde war die Finanzierung der Hochschulen. Dabei machte Staatssekretär Stefan Müller deutlich, dass er eine Beteiligung des Bundes bei der Grundfinanzierung der Hochschulen anstrebt. „Dazu brauchen wir eine Grundgesetzänderung. Zum zweiten muss klar sein, dass die Länder ihren Beitrag weiter aufrechterhalten müssen. Das heißt: der Beitrag des Bundes kommt obendrauf, die Grundfinanzierung darf nicht weniger werden.“ Müller zeigte sich von den Leistungen der Hochschule Rosenheim beeindruckt. „Man kann wirklich sagen: hier findet eine Profilbildung statt, es gibt eine sehr dynamische Entwicklung hier vor Ort.“ Gerade im Bereich Forschung und Entwicklung leisteten die Hochschulen für angewandte Wissenschaften in Bayern einen herausragenden Beitrag. Im Koalitionsvertrag sei auch festgeschrieben, dass der Bund die Fachhochschulen weiter unterstützen werde. „Dazu gibt es eine Reihe von Programmen, die weiter fortgeführt werden.“ Die Hochschule Rosenheim profitiere auch davon. So gebe es laufende Förderzusagen in Höhe von acht Millionen Euro.

Präsident Heinrich Köster machte darauf aufmerksam, dass die Hochschulen auf eine gute Grundfinanzierung angewiesen seien. „Um unsere Laboratorien attraktiv zu halten, wenden wir rund 5.000 Euro pro Student auf. Innovative Unternehmen können für die Ausbildung 10.000 Euro pro Lehrling investieren.“ Köster hatte noch einen Vergleich parat: „Die Unternehmen machen ihren Umsatz mit Maschinen, die nicht älter sind als vier Jahre. Wir arbeiten mit Maschinen, die 20 Jahre oder noch älter sind. Das ist in Deutschland stark defizitär, und hier gibt es auch große Unterschiede zu anderen Ländern.“

Staatssekretär Stefan Müller versprach, beim Thema Grundfinanzierung aufs Tempo zu drücken. Schon im ersten Halbjahr will er die Weichen dafür stellen. „Aber wir müssen innerhalb der Regierungskoalition noch Überzeugungsarbeit leisten.“

Pressemitteilung von Daniela Ludwig, MdB

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