Beratung vom Experten: So wehren Sie sich

Betrogen im Online-Banking, Konto leer. Wer haftet?

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Rosenheim - Stellen Sie sich vor Sie loggen sich wie gewohnt ins Online-Banking ein - und Ihr Konto ist leer. Ein wahr gewordener Albtraum. Jetzt heißt es einen kühlen Kopf bewahren und auf Ihre Rechte beharren. Welche das sind, weiß die Rosenheimer Rechtsanwältin Corinna Ruppel.

Mit einer App vom Smartphone aus schnell Geld überweisen, den Kontostand ganz bequem von unterwegs aus checken - jeder der seine Bankgeschäfte online erledigt, kennt die Vorteile und würde wohl nicht mehr darauf verzichten wollen. Doch Betrugsfälle im Online-Banking häufen sich. Internet-Kriminelle und ihre Methoden, um Konten leer zu räumen werden immer trickreicher. Das Geld von den Betrügern wieder zu erlangen ist schwer, oft sitzen sie im Ausland.

"Wir sehen vermehrt Abbuchungen in Höhe von knapp unter 10.000 Euro"

Corinna Ruppel ist Rechtsanwältin bei CDR Legal in Rosenheim.

Rechtsanwältin Corinna Ruppel LL.M. (CDR-Legal Rechtsanwalts GmbH in Rosenheim) hat schon mit vielen Mandanten gearbeitet, die um einen Teil oder gar ihrem gesamten Guthaben betrogen wurden. "Wir sehen derzeit vermehrt Abbuchungen von Mandanten mit Online Konten in Höhe von knapp unter 10.000 Euro. Wir sehen aber auch kleinere Abbuchungen in rascher Folge. Oder auch schon mal fast 6-stellige Verluste."

Und dann? Wer trägt den Schaden und die Beweislast?

Im Falle eines Betrugs verweist die Bank oft zunächst auf die Sorgfaltspflicht der Kunden, die diese verletzt haben sollen. Die aktuelle Gesetzeslage ist für den Laien eher verwirrend. Grundsätzlich gilt:

  • Haben Sie die Zahlung nicht autorisiert, hat die Bank den Schaden zu tragen. (§ 675 u BGB – Haftung der Bank)
  • Die Bank muss beweisen, dass Sie die Autorisierung veranlasst haben. Dazu genügt die Aufzeichnung des Zahlungsvorgangs und der Nachweis, dass zum Zeitpunkt der Buchung keine Störungen vorlagen. (§ 675 w BGB – Beweislast der Autorisierung)

Grundsätzlich gilt, dass sich Gerichte immer wieder mit der Frage der Autorisierung auseinander setzen. Wer hat den Zahlungsvorgang genehmigt? Und wer trägt die Beweislast für diese Autorisierung? Und hat der Bankkunde möglicherweise durch sein Verhalten mangelnde Sorgfalt bei der Aufbewahrung der Daten zu dem Schaden beigetragen?

Haben Sie einen Schaden erlitten, oder Ihr Konto wurde gesperrt?

Corinna Ruppel hat in vielen Gesprächen mit Betrugsopfern immer wieder erfahren, dass Banken im Betrugsfall zunächst davon ausgehen, dass der Kunde die Schuld trägt und somit selbst für seinen Schaden haften muss. "Besonders Online-Banken reagieren ohne anwaltliche Unterstützung oft gar nicht oder nur sehr schleppend, in fast allen Fällen aber zunächst ablehnend."

Wer bereits Opfer eines Betrugsfalls geworden ist, sollte sich rechtlich beraten lassen. In einem ersten Schritt ist mit dem Betrugsopfer der genaue Tathergang zu rekonstruieren. Dann kann eine Strategie entwickelt werden, das Geld wieder zu erlangen.

Kontakt CDR Legal

CDR Legal Rechtsanwalts GmbH
Frau Corinna Dorothee Ruppel, LL.M.,
Rechtsanwältin

Ellmaierstr. 40
83022 Rosenheim (Oberbayern)

Telefon: 08031 7968029
E-Mail: info@cdr-legal.de
Fax: 03222 3946091

Hier finden Sie die CDR Legal Rechtsanwalts GmbH

fn

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