Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes

"Das zukünftige Eingangstor nach Rosenheim"

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Die Planungen für die Neugestaltung des Südtiroler Platzes gehen auf die Zielgerade. Am Donnerstag wurde der aktuelle Planungsstand im Rosenheimer Bauausschuss vorgestellt
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Rosenheim - Mit der architektonischen aber auch künstlerischen Gestaltung des neuen Bahnhofsvorplatzes, dem Südtiroler Platz, beschäftigte sich der Bauausschuss am Donnerstag. Die Details: 

Seit geraumer Zeit begleitet die Neugestaltung des Südtiroler Platzes nun schon die Gremien der Stadt und die Rosenheimer Verwaltung. In der letzten Sitzung des Stadtentwicklungs- und Baugenehmigungsausschusses stellte der zuständige Architekt den aktuellen Stand der Planungen vor, nachdem das Vorhaben erneut öffentlich ausgelegt worden war. Zusätzlich einigte sich das Gremium über eine Maßnahme zur künstlerischen Gestaltung der Flächen vor dem Bahnhofsgelände.

"Wir entscheiden über das zukünftige Eingangstor nach Rosenheim. Wir nehmen dabei viel Geld in die Hand. (...) Da sollte die Gestaltung schon ansprechend sein. Es geht schließlich um ein positives erstes Bild", rief Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer den Gremiumsmitgliedern dabei nochmals ins Gewissen.

Großzügige Grünanlage mit Aufenthaltsqualität

Nach der Projektgenehmigung des ersten Bauabschnitts durch den Stadtrat im Februar, stellte Architekt Martin Wich nun den aktuellen Stand der Planungen im Bereich zwischen dem ehemaligen Oberbahnamt und dem Mühlbach, rund 8.000 Quadratmeter groß, vor. Die Kosten dafür sollen sich auf rund 6,2 Mio. Euro belaufen.

So könnte der neue Südtiroler Platz künftig aussehen

Die Begrenzung der Fläche soll auf der östlichen Seite ein Fahrrad-Parkhaus mit Platz für rund 900 Zweiräder und auf der westlichen Seite das ehemalige Oberbahnamt bilden. Die südliche Grenze bilde das bestehende Bahnhofsgebäude im Besitz der Deutschen Bahn, der Zugang zum Platz im Norden erfolge unverändert über die Luitpoldstraße.

Grundsätzlich soll der Platz grob in drei Bereiche aufgeteilt werden: Ein zentraler, offener Platz, der als Verlängerung der Bahnhofstraße den Weg zum Bahnhofgebäude weisen soll. In der Planung des Architekten ist darauf ein ebenerdiges Wasserspiel vorgesehen. Besonders Oberbürgermeisterin Bauer zeigte sich von dieser Idee des Planers sehr begeistert.

Flankiert wird die Fläche mit zwei großzügig begrünten Anlagen. Neben der alten Hainbuche, die im Bereich des ehemaligen Bunkers erhalten werden konnte, soll eine Vielzahl neuer Bäume gepflanzt werden. In diesen Bereichen integriert sollen Parkplätze für Kurzparker und Taxistände entstehen. Mehrere Sitzplattformen sollen das Aufenthaltsangebot abrunden.

Keine Zufahrt mehr auf den zentralen Platz

An der Nordseite des Bereichs befinden sich schließlich die Haltestellen für den ÖPNV. Trotz Bedenken der SPD-Fraktion im Ausschuss versicherte der Architekt, dass ein Befahren des Vorplatzes mit Fahrzeugen aus baulichen Gründen nicht möglich sei. Dies verhindere zum einen der begrenzende Bordstein im Norden, als auch die Einfassung der Bäume. Diese seien in einer Höhe von rund 15 Zentimetern vom Boden abgesetzt und eingefasst.

Durch eine konstante Steigung auf dem Gelände von rund drei Grad, angefangen von der Luitpoldstraße bis hin zum Bahnhofsgebäude, sei schließlich auch der barrierefreie Zugang sichergestellt. Derzeit liefen noch die Gespräche mit der Deutschen Bahn über die Umgestaltung der vorhandenen Treppen und Rampen direkt vor dem Bahnhof. Der Architekt sprach sich für eine offenere Lösung aus. Oberbürgermeisterin Bauer gab jedoch zu bedenken, dass sich der Zugang zum Gebäude aber nach wie vor im Eigentum der Deutschen Bahn befinde. Diese habe ihre Zustimmung zur Maßnahme noch nicht signalisiert.

Wettbewerb zur künstlerischen Gestaltung

Zusätzlich zu den rein architektonischen Elementen sollen auch künstlerische Einflüsse ihren Weg auf den neuen Bahnhofsvorplatz finden. Dazu will die Verwaltung einen Wettbewerb ins Leben rufen. Die Gesamtkosten, inklusive der Realisierung des Kunstwerks, sollen sich am Ende auf maximal 200.000 Euro belaufen.

In enger Abstimmung mit dem ausführenden Architekten und in Zusammenarbeit mit allen Rosenheimer Bürgerinnen und Bürgern soll so eine ansprechende Gestaltung sichergestellt werden. Anfang 2017 könnte der Wettbewerb schließlich ausgeschrieben und im 3. Quartal abgeschlossen werden. Die endgültige Entscheidung darüber trifft jedoch erst der Stadtrat, der in der kommenden Woche tagen wird.

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