Mit Landtagsabgeordneter Katharina Schulze

Politischer Aschermittwoch 2018 des Grünen-Kreisverbandes

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Landtagsabgeordnete Katharina Schulze in Rosenheim

Rosenheim – Der Anspruch, nach der Landtagswahl erstmals Regierungsverantwortung in Bayern zu übernehmen, prägte den Politischen Aschermittwoch des Grünen-Kreisverbandes im TAM OST in Rosenheim. Katharina Schulze, Fraktionsvorsitzende der Landtags-Grünen, sprach sich in ihrer leidenschaftlichen Rede für mehr politischen Einfluss der Frauen aus.

Der Klimawandel, militärische Konflikte, europafeindliche rechte Tendenzen oder die Spaltung der Gesellschaft stellten enorme Herausforderungen dar, vor welchen man sich nicht verstecken dürfe. „Diese Zeiten benötigen dringend Mut, Zuversicht, Verantwortungsbewusstsein und die Lust an Gestaltung. Kurz: Frauen“, betonte Schulze. Heuer feiere man 100 Jahre Frauenwahlrecht, weshalb die Losung etwa angesichts des weiterhin „von Testosteron dominierten Bundestages“ klar sei: „Die Hälfte der Macht den Frauen!“

In Richtung der beispielsweise mit Viktor Orban anbandelnden CSU teilte Katharina Schulze, die kürzlich per Urwahl frisch gekürte Spitzenkandidatin der bayerischen Grünen für die Landtagswahl im Oktober, kräftig aus: „Wenn ihr euch weiter mit den Europafeinden umgebt, dann schwächt ihr unser Land und das lassen wir nicht zu.“ Angesichts des Kompromisses beim Familiennachzug für Geflüchtete blute ihr das Herz und sie frage sich, wie ernst es einer Partei mit christlichen Werten überhaupt noch sei, „die das C nur im Namen trägt, aber nicht im Herzen.“

Um den aktuellen politischen Stillstand im Freistaat zu durchbrechen, präsentierte Schulze den Anwesenden ihre klare Zielsetzung: „Wir haben in Bayern eine wunderschöne Natur, sehr langsames Internet, löchriges Mobilfunknetz und wenige Busverbindungen. Und die letzten drei Dinge werden wir ab Herbst 2018 ändern.“

Die agrarpolitische Sprecherin der Grünen-Landtagsfraktion, Gisela Sengl, forderte in ihrer Rede mehr Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft und eine entsprechende Wertschätzung für ökologisch hergestellte Produkte: „Die Ökologisierung ist die Zukunft der Landwirtschaft.“ Daran führe kein Weg vorbei, den konventionellen Bauern müssten die Wege dorthin aufgezeigt werden. „Und die Verbraucher wollen Bio-Landwirtschaft, von deren positiven Effekten ja auch noch Umwelt und Tiere profitieren.“

Zusammen mit den beiden Stimmkreiskandidaten für die Landtagswahl, Martin Knobel und Leonhard Hinterholzer, widerlegte Sengl im Rahmen eines fiktiven Wirtshausgesprächs mit Fakten und einem Schuss Humor so manches der gängigen Klischees über grüne Politik. Beim abschließenden Gstanzlsingen wurde dann noch der politische Gegner aufs Korn genommen.

Die musikalische Umrahmung des Abends übernahmen das Duo Flötensaiten sowie Regina Georg mit Mundartliedern zum Nachdenken, Schmunzeln und Mitsingen.

Pressemitteilung Grüne Kreisverband Rosenheim

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