Oberaustraße: Dutzende Bewohner abverlegt

21 neue Corona-Fälle: Großeinsatz in Rosenheimer Asyl-Unterkünften 

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Rosenheim - Am frühen Mittwochmorgen kam es im Bereich der Oberaustraße zu einem Großeinsatz der Polizei an einer Asylbewerberunterkunft.

Update, 12.00 Uhr - Pressemitteilung: Reihentestung angeordnet

In einer gemeinsamen Pressemitteilung haben sich die Regierung Oberbayerns, die Stadt Rosenheim, das Landratsamt Rosenheim sowie das Polizeipräsidium Oberbayern Süd zu der Maßnahme geäußert. Die Umverlegung sei "ohne besondere Vorkommnisse" verlaufen. 

Rosenheim: Bilder vom Großeinsatz in der Asyl-Unterkunft 

 © Josef Reisner
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Für die verbliebenen Bewohner werden Reihentestungen angekündigt. Die Maßnahme sei erforderlich gewesen, "um weitere Ansteckungen zu unterbinden und die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass die Quarantäne für die betroffenen Kontaktpersonen in absehbarer Zeit beendet werden kann."

Die Pressemitteilung im Wortlaut: 

In den frühen Morgenstunden des 13. Mai wurden insgesamt 58 Bewohner aus zwei von der Regierung von Oberbayern betriebenen Gemeinschaftsunterkünften für Asylbewerber vorübergehend verlegt. Die Maßnahmen vor Ort erfolgten in enger Absprache mit dem zuständigen Gesundheitsamt des Landkreises Rosenheim sowie der Stadt Rosenheim. Unterstützt wurden die Maßnahmen von zahlreichen Kräften der Polizei unter der Einsatzleitung des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd. Die Umverlegung verlief ohne besondere Vorkommnisse.

Insgesamt wurden 21 Bewohner positiv auf das Corona-Virus getestet. Weitere 37 Bewohner gehören zu mehreren Familienverbünden und werden deshalb in enger Absprache mit dem zuständigen Gesundheitsamt in zwei andere Unterkünfte für die Dauer der häuslichen Quarantäne verlegt. Die Verlegung wurde erforderlich, weil wiederholt Infektionsfälle auftraten, obwohl für die Unterkunft bereits Quarantäne angeordnet war. Die Maßnahme ist angezeigt, um weitere Ansteckungen zu unterbinden und die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass die Quarantäne für die betroffenen Kontaktpersonen in absehbarer Zeit beendet werden kann. Die jetzt verlegten Bewohner werden unverzüglich nach Aufhebung der Quarantäne wieder zurückverlegt.

Das Gesundheitsamt hat für die in den Unterkünften verbliebenen Bewohner vorsorglich eine Reihentestung angeordnet und die Quarantänemaßnahmen verlängert.

Die Versorgung aller unter Quarantäne stehenden Personen wird durch ein von der Regierung von Oberbayern organisiertes Catering sichergestellt. Ebenso ist die medizinische Betreuung gewährleistet. Die Einhaltung der Quarantäneanordnungen wird jeweils durch einen Sicherheitsdienst sichergestellt. Bei den Unterkünften, in die die betroffenen Bewohner verlegt wurden, handelt es sich um Unterkünfte, die ausschließlich für derartige Quarantänemaßnahmen vorgehalten werden.

In den beiden betroffenen Unterkünften waren vor der Abverlegung rund 170 Personen untergebracht.

Alle Entscheidungen zum weiteren Vorgehen werden in enger Abstimmung zwischen der Regierung von Oberbayern und den zuständigen Behörden von Stadt und Landkreis Rosenheim getroffen.

Unterstützt wurden die zuständigen Behörden in Form der Amtshilfe von Einsatzkräften der Polizei unter der Leitung des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd. Zum Einsatz kamen auch Kräfte der Bayerischen Bereitschaftspolizei.

Die Umverlegungsmaßnahmen verliefen ohne besondere Vorkommnisse. Die betroffenen Bewohner verhielten sich kooperativ und ruhig.

Update, 8.45 Uhr - Einsatz im Zusammenhang mit Corona

Wie sich auf weitere Nachfrage von rosenheim24.de herausstellen sollte, steht der Polizei-Einsatz im Zusammenhang mit Corona: In den beiden Unterkünften in der Oberaustraße seien nach einer Testung am 5. Mai 21 Bewohner positiv auf den neuartigen Corona-Virus getestet worden. Insgesamt würden nun laut Auskunft von Verena Gros, Sprecherin der Regierung Oberbayern, 58 Asylbewerber abverlegt, darunter diesen befänden sich auch die 21 Infizierten. Die Personen würden in zwei Unterkünfte außerhalb des Landkreises verbracht, und dort unter häusliche Quarantäne gestellt. Die Infizierten zeigten alle leichte Symptome.

Wie Gros ausführt, befänden sich die Unterkünfte in der Oberaustraße weiter in Quarantäne, die Maßnahme ist unlängst bis 22. Mai verlängert worden. In den Rosenheimer Unterkünften verblieben nun 56 beziehungsweise 59 Bewohner. 

Erstmeldung:

Besorgte Bürger kontaktierten am Mittwochmorgen die Redaktion: In der Rosenheimer Oberaustraße finde ein großer Polizeieinsatz statt. "Dutzende Einsatzwagen", so Augenzeugenberichte von vor Ort, seien im Einsatz. Die Polizei bestätigte auf Anfrage den Einsatz. Die Beamten würden Amtshilfe bei Umverlegungen leisten.

Nähere Informationen folgen in Kürze!

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