Wichtige Schritte für die Stadt Rosenheim

Posthöfe sollen attraktives Gebiet werden – Rahmenplanung vorgestellt

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Das sind derzeit die Pläne für die Umgestaltung der Posthöfe, die dem Bauauschuss vorgestellt wurden
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Rosenheim – Die Weichen für ein urbanes Rosenheim sind gestellt. Im Bauausschuss am Mittwoch, 29. Mai, wurden erste Pläne für die Umgestaltung der Posthöfe vorgestellt und die nächste Phase eingeläutet.

Wohnen, Arbeiten, Freizeit und Kultur sollen das neue Quartier „Posthöfe“ prägen und eine Aufwertung der Stadt werden. Das Architekturbüro „Leupold Brown Goldbach“ stellte dem Bauausschuss die neuesten Pläne vor, wie sie das umsetzen wollen.

Auf dem Plangebiet von einer Größe von 22.000 Quadratmetern sollen bestehende Gebäude erhalten bleiben, um das Stadtbild nicht zu sehr zu verändern. Es sollen sinnvolle Ergänzungen im Rahmen von Aufstockungen am bestehenden Kammgebäude entlang der Bahnhof- und Luitpoldstraße durchgeführt werden.

Zwischenzustände durch Mietverhältnisse

Des Weiteren soll der geplante Neubau in der Anton-Katrein-Straße sich architektonisch an die Umgebung anpassen, dass es laut dem Architekten interessante Durchblicke ergeben werden. Die Knotenvermittlungsstelle soll im letzten Schritt, zeitlich abhängig von den aktuellen Mietverhältnissen, durch einen Neubau ersetzt werden.

Es werde daher teilweise über mehrere Jahre Zwischenzustände geben, von der jeder einen eigenen Charakter haben soll. Ziel ist es, behutsam mit dem Bestand umzugehen und für eine langsame Entwicklung zu sorgen, an die sich die Bürger gewöhnen können.

Chance für Salinplatz

Durch die Neugestaltung sei es auch eine Chance, den Salinplatz zu aktiveren. Im Zentrum der Gebäude soll eine Stadtlounge entstehen, über die man zum „vergessenen“ Salinplatz gelangt. Das vorgestellte städtebauliche Konzept wurde ohne Gegenstimme bewilligt.

Da es im Stadtplanungsamt derzeit keine Kapazitäten für die weiteren Planung gibt, wird ein Planungsbüro beauftragt, um die den Bauleitplan zu erarbeiten, der noch in diesem Jahr dem Stadtrat zur Entscheidung vorgelegt werden soll. Erst Ende April gab die Stadt bekannt, dass auch das Bahnhofsareal Nord für rund 120 Millionen Euro umgestaltet wird.

Nächste Phase für „Kufsteiner Straße / Miesbacher Straße“ eingeläutet

Ein paar Schritte weiter ist man da bei dem geplanten Baugebiet an der „Kufsteiner Straße / Miesbacher Straße“. Dort hat der Bauausschuss ohne Gegenstimme die Änderung des Flächennutzungsplan und den Bebauungsplan durchgewunken. Eine finale Entscheidung trifft der Stadtrat in der kommende Woche am Mittwoch, den 5. Juni.

Die freie Fläche an der Kreuzung Kufsteiner Straße / Miesbacher Straße wird es bald nicht mehr geben

Dort soll ein Mischgebiet mit hohem Wohnanteil entstehen. In Zeiten der aktuellen Wohnungsnot in Rosenheim sei es laut der Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer (CSU) sehr wichtig, dass dort wichtige Wohnungen entstehen.

Schallschutz und Verbesserung des Verkehrs

Entlang der Kufsteiner Straße soll ein gewerbliches Gebiet gebaut werden, das auch als Schallschutz für die Wohneinheiten dienen soll. Zudem soll der Verkehr durch verschiedene bauliche Maßnahmen verbessert werden.

Einzig der nötige Erwerb einer sechs Quadratmeter großen Fläche bereite derzeit Sorgen. Der private Eigentümer ist aktuell nicht bereit diese zu verkaufen. Dennoch sei man sich sicher, dies durch einen Flächentausch noch zu bewerkstelligen.

jz

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