Umfangreiche Untersuchungen gestartet

Wie schlimm steht es tatsächlich um das Rosenheimer Mittertor?

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Rosenheim - Risse, schiefe Wände, Statik - das Mittertor steht bereits seit einer Weile im Fokus der Stadt. Wie schlimm es tatsächlich um das Mittertor steht, soll jetzt mithilfe von umfangreichen Untersuchungen endgültig geklärt werden.

Ein "schiefes Tor von Rosenheim" wird es nicht geben. Das sagte Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer in einer Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses Mitte November 2017. Im letzten Jahr hatten innerhalb weniger Monate die Risse im Inneren des Mittertors deutlich zugenommen. Doch erste Untersuchungen durch das Landesamt für Denkmalplege konnte keinen Grund für die Setzungen ausmachen.

Umfangreiche Untersuchungen gestartet

Um zu verhindern, dass das Mittertor doch zum "schiefen Tor von Rosenheim" wird, soll nun endgültig die Frage geklärt werden, wie schlecht es um das Mittertor tatsächlich steht. Dafür finden aktuell umfangreiche Untersuchungen statt. Das berichtet das Oberbayerische Volksblatt am Dienstag. Das renommierte Büro Bergmann erstellt derzeit ein umfangreiches Gutachten. Dieses hatte bereits in den 90er Jahren bei statischen Problemen des Mittertors einschreiten, so das OVB weiter. Geklärt werden müsse beispielsweise, auf welchem Untergrund das Tor überhaupt stehe.

Rund 130.000 Euro kostet die Voruntersuchung. Die Bereitstellung der finanziellen Mittel wurde vom Stadtrat einstimmig genehmigt. Im Herbst sollen dann Kernbohrungen stattfinden, währenddessen das Museum für einige Wochen geschlossen werden muss. Wie das OVB weiter berichtet, stelle man sich jedoch bereits jetzt von Seiten des Museums darauf ein, dass die Sanierungsmaßnahmen mehrere Jahre in Anspruch nehmen werde. „Man muss jetzt erst sehen, was das kostet und was die Stadt leisten kann“, so Museumsleiter Walter Leicht.

Hintergrund

Das Mittertor mit seinen nach Norden und Süden anschließenden Baukörpern ist nach Aussage der Verwaltung in mehreren Bauphasen entstanden. Der Turm dürfte mit der Stadtbefestigung um 1240 errichtet worden sein, spätestens aber im 14. Jahrhundert. Bauzeitlich seien wahrscheinlich auch noch ein Großteil der Fundamente und des aufgehenden Mauerwerks aus dieser Zeit.

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