Bundespolizei Rosenheim stoppt Größenwahn

"Gott" ist ein Schwarzfahrer - und muss jetzt für 120 Tage in den Knast

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Rosenheim - Die Bundespolizei hat am Mittwoch (5. Februar) einen Aserbaidschaner - trotz seiner angeblich göttlichen Herkunft - ins Gefängnis gesteckt.

Die Bundespolizei Rosenheim wurde von einer Schaffnerin darüber informiert, dass ein junger Mann aus Aserbaidschan keine Fahrkarte vorweisen konnte und auch nicht willens sei, eine Fahrkarte nachzulösen.

Schwarzfahrer beleidigt Polizisten

Bei Stop des Zuges in Rosenheim, der auf dem Weg von Wien nach München war, übernahm die Bundespolizei den Fall. Seine Dokumente gab der 21-jährige Aserbaidschaner nur widerwillig her. Der Mann verhielt sich aggressiv und beleidigte die Bundespolizisten als "Schlampe" und "Bastard". Der 21-Jährige war der Überzeugung, er müsse den Anweisungen der Bundespolizei nicht Folge leisten, da er Gott sei. Die Bundespolizei wies den Mann jedoch in seine göttlichen Grenzen.

Beschleunigtes Verfahren angewendet

Auf dem Weg zur Dienststelle zeigte sich der Mann weiter körperlich und verbal aggressiv. Aufgrund der klaren Sachlage beantragte die Staatsanwaltschaft beim Rosenheimer Amtsgericht, ein beschleunigtes Verfahren durchzuführen. 

Geldstrafe und Knast für selbsternannten Gott

Das Gericht entsprach dem Antrag und verurteilte den Aserbaidschaner wegen Leistungserschleichung und Beleidigung zu einer Geldstrafe in Höhe von insgesamt 1.200 Euro. Da er die geforderte Summe nicht aufbringen konnte, brachten die Bundespolizisten ihn für 120 Tage in eine Justizvollzugsanstalt.

bcs/Bundespolizei Rosenheim

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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