Corona-Krise: Unterstützung für Betriebe in der Innenstadt 

Weniger Gebühren und mehr Freischankflächen für Rosenheimer Gastronomen 

Die Rosenheimer Gastronomen in der Innenstadt können wegen den Einbußen in der Corona-Krise auf Unterstützung von der Stadt hoffen. 
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Die Rosenheimer Gastronomen in der Innenstadt können wegen den Einbußen in der Corona-Krise auf Unterstützung von der Stadt hoffen. 

Rosenheim -  Wie ein Blitz hat Corona eingeschlagen und in Windeseile alles auf Stillstand gebracht. Die Folgen sind dramatisch, viele Betriebe fürchten um ihre Existenz. Die Stadt versucht vor allem Gastronomie und Einzelhandel zu unterstützen - und hat bereits erste Ideen. 

Nicht nur das Projekt "Sommer in Rosenheim" soll Umsatzeinbußen in Betrieben der Innenstadt durch den Lockdown ein Stück weit ausgleichen. Der Stadt schweben mehrere Ideen vor, wie sie die Gastronomie und den Einzelhandel unterstützen wollen in den schweren Zeiten der Corona-Krise. Ein Vorschlag: Gastronomiebetriebe, die nur über Bewirtungsflächen im Inneren oder lediglich über einen kleinen Außenbereich verfügen sollen die Möglichkeit bekommen, ihre Freischankflächen draußen zu vergrößern. Dafür jedoch müssten mancherorts Parkplätze weichen - wie beispielsweise in der Nikolaistraße vor dem Ristorante Pizzeria Cortina. "Zwei Betriebe in besagter Nikolaistraße sind bisher konkret mit einem Antrag auf Erweiterung auf uns zugekommen", kann Stadtsprecher Christian Schwalm gegenüber rosenheim24.de bestätigen. 

Bereits im Mai habe diesbezüglich eine Begehung in der Fußgängerzone im Bereich Ludwigsplatz, Max-Josefs-Platz und Heilig-Geist-Straße stattgefunden. "Mit den dort ansässigen Gastronomen wurde vor Ort vereinbart, dass sie ihre Außenflächen erweitern dürfen und geklärt, wie das im Einzelfall aussehen kann", so Schwalm weiter. Ausnahmen gelten für die Geschäfte, an deren Standort die örtlichen Gegebenheiten keine Erweiterung zulassen. Gastronomen, die bei der Begehung nicht eingeschlossen wurden und außerhalb der klassischen Fußgängerzone liegen dürfen sich Schwalm zufolge jederzeit beim Ordnungsamt melden und eine Erweiterung beantragen.

Keine Sondernutzungsgebühren in 2020 

Ein weiterer Schritt, den die Stadt in ihrer Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am 16. Juni gemacht hat: Bis Ende des Jahres entfallen für insgesamt etwa 83 Betriebe die Sondernutzungsgebühren. Bereits gezahlte Gebühren werden zurückerstattet. Hintergrund ist, dass insbesondere Betriebe der Gastronomie und des Einzelhandels (ausgenommen Lebensmittel) wie Friseursalons im gesamten Stadtgebiet von der Coronakrise wirtschaftlich stark betroffen sind. Schließungen und Einschränkungen über drei Monate hinweg haben zu großen Umsatzverlusten bei gleichbleibender Betriebskosten wie Miete, Personal oder Strom geführt. Da die Situation erhebliche finanzielle Engpässe bis hin zur Gefahr der Insolvenz mit sich bringt versucht die Stadt dem ein wenig gegenzusteuern. Der Beschluss fiel einstimmig aus. 

mb

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