Pressebericht FOSBOS Rosenheim

Verena Bentele begeisterte die SchülerInnen der FOSBOS Rosenheim

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Verena Bentele mit dem Schulleiter Dr. Marko Hunger

Rosenheim - „Im Traum laufe ich nicht gegen Sachen, da ist der Weg freier“ - Unter diesem Motto stand das Motivationscoaching mit Verena Bentele, ein Programmpunkt, den die SchülerInnen im Zuge des neu etablierten Seminarfaches an der FOSBOS Rosenheim absolvierten.

Mit ihrem sportlichen Vortrag fesselte sie rund hundertzehn ZuhörerInnen mit ihren auf ihrer Lebenserfahrung fußenden Tipps und Ratschlägen. „Hören von Wänden“, ist eine der vielen Fähigkeiten von Verena Bentele, die von Geburt an blind ist. Sie ist die erfolgreichste deutsche Behindertensportlerin aller Zeiten und zählt zu den erfolgreichsten Wintersportlern der Welt. Sie war bis 2011 Mitglied der Nationalmannschaft in Skilanglauf und Biathlon, gewann zwölfmal Gold, zweimal Silber, zweimal Bronze bei den Paralympics, mehrmals Weltmeisterschaften und Biathlon- und Langlauf-Gesamtweltcups.

Kürzlich hat sie es sich an der FOSBOS Rosenheim zur Aufgabe gemacht, junge Menschen mit ihrem Elan anzustecken und sie dahin gehend zu motivieren, nicht aufzugeben, wenn sich ihnen Hindernisse in den Weg stellen. Dies gelingt ihr, da sie auf die jungen Menschen offen zugeht. Indem sie deren Erfahrungen mit ihren eigenen verknüpft, will sie ihnen die Angst davor nehmen, notwendige Risiken einzugehen, um das Lebenstempo nicht mindern zu müssen. Man müsse Spaß daran haben, immer noch ein wenig weiter zu machen, auch wenn es weh tue, wie Bentele betonte.

Anhand ihrer eigenen Lebensgeschichte illustrierte sie, dass es sich lohnen kann, sich zu entfesseln, um die eigenen gesteckten Ziele zu erkennen und zu erreichen. In ihrem persönlichen Fall heißt das, immer wieder aufzustehen, wenn es einem schlecht geht, wie nach ihrem sportlichen Tiefpunkt vor rund zehn Jahren, als sie sich bei einem Skiunfall schwer verletzte und ihr das Comeback, mit viel Training und einer großen Portion Mut, gelungen ist. Neben den physischen Beeinträchtigungen galt es, das Vertrauen zu sich und zu den anderen wiederzugewinnen. Wichtig sei, laut Bentele, sich konkrete Ziele zu setzen, aber auch den Weg dorthin zu skizzieren. Ihr persönlich ist es so gelungen, neben der sportlichen auch eine politische Karriere einzuschlagen.

Momentan ist sie Präsidentin des größten Sozialverbandes Deutschlands, dem VdK und kämpft um die Integration von beeinträchtigten Menschen im Alltag. Für Bentele heißt Motivation, seine Ziele zu kennen, und vor allem, dass es keine Katastrophe ist, Fehler zu machen, sondern nur, diese nicht zu überwinden. Vier Dinge erachtet sie als Motivationscoach für essentiell und gibt sie den Schüler*innen deshalb als Schlussworte mit auf den Weg: „Haben Sie Visionen, viel Mut, ein gutes Team um sich und übernehmen Sie Verantwortung!“ Visionen müsse man realisieren. Bentele meint damit konkret:

„Das ist der erste Schritt zum Ziel.“ Ihres Erachtens bedarf es des Mutes, nach Unterstützung zu fragen und zu sagen, wenn man etwas nicht könne. Ein effizientes Team unterstütze die Motivation. Und letztlich sei es das Vertrauen zu sich selbst und zu anderen sowie die nötige Eigenverantwortung, um zu realisieren, was man könne.

Pressemitteilung FOSBOS Rosenheim

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