Vortrag an der TH Rosenheim am 22. Januar

"Die Lebensfreundlichkeit von Exoplaneten – Bedingungen für eine (mögliche) Erde 2.0"

Rosenheim - Gibt es einen weiteren lebensfreundlichen Planeten neben der Erde? Darum geht es bei einem Vortrag von Prof. Dr. Lena Noack am 22. Januar an der Technischen Hochschule.

Die Meldung im Wortlaut:


Spätestens seit der diesjährigen Vergabe des Physik-Nobelpreises sind Exoplaneten sie in aller Munde: Im Oktober wurden Michel Mayor und Didier Queloz für die Entdeckung eines solchen Himmelskörpers ausgezeichnet, der einen sonnenähnlichen Stern umkreist.

Doch die Suche nach einer solchen zweiten Erde ist alles andere als einfach, wie Prof. Dr. Lena Noack am 22. Januar im Rahmen eines öffentlichen Vortrages an der Technischen Hochschule Rosenheim zeigen wird. Prof. Dr. Noack forscht an der Freien Universität Berlin wissenschaftlich zur Geophysik, Mineralphysik und Geodynamik von Gesteinsplaneten. In Rosenheim sucht spricht sie über „Die Lebensfreundlichkeit von Exoplaneten – Bedingungen für eine (mögliche) Erde 2.0“.


Die ersten entdeckten Exoplaneten waren heiße Gasriesen, die wie der Jupiter sehr nah um ihren Stern kreisten. Für die Suche nach Leben außerhalb unseres Sonnensystems kamen diese Exoplaneten allerdings kaum in Frage.

Bisher wurden über 4.000 Exoplaneten entdeckt und in den vergangenen Jahren jagte eine erstaunliche Entdeckung die nächste: Da wäre beispielsweise das TRAPPIST-1 System, das nur etwa 40 Lichtjahre von uns entfernt ist und von sogar von mindestens sieben Planeten umkreist wird. Auf einigen davon könnten durchaus Bedingungen an der Oberfläche herrschen, die günstig für die Entstehung von Leben und somit bewohnbar sein könnten. Oder Proxima Cen b. Unser nächster Nachbarplanet außerhalb unseres Sonnensystems umkreist einen der drei Sterne im Alpha Centauri System. Auch er könnte unter Umständen lebensfreundlich sein.

Vortrag am 22. Januar

Woher können wir aber wissen, ob ein anderer Planet außerhalb unseres Sonnensystems an der Oberfläche Wasser – der Grundlage allen Lebens – haben könnte? Das ist die grundlegende Frage, die Prof. Dr. Noack und viele weitere Wissenschaftler beschäftigt. Denn die Planeten sind so weit von der Erde entfernt, dass Teleskopen kein genaues Bild liefern. Die Exoplanetenforschung stützt sich deshalb auf Computersimulationen. Basierend auf messbaren Daten, darunter die Masse und die Bahndaten des Planeten oder die Aktivität des Sterns, kann die Vielfalt von Exoplaneten besser verstanden werden. Und so könnte am Ende tatsächlich die Nadel im Heuhaufen gefunden werden – eine zweite Erde.

Der Vortrag am Mittwoch, den 22. Januar beginnt um 19 Uhr im Raum B 0.23 an der TH Rosenheim.

Pressemeldung Technische Hochschule Rosenheim

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