Kampfmittelsondierungen ab 3. Februar

Gibt es bald wieder Bombenfund am Bahnhof Rosenheim?

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Im Bereich des Rosenheimer Bahnhofes wurden in den letzten Jahren schon mehrfach Kampfmittel entdeckt.

Rosenheim - Im Februar könnte es möglicherweise kurzfristig zu massiven Einschränkungen im Bahnverkehr in der Region kommen. Der Grund sind Kampfmittelsondierungen im Bereich des Bahnhofes.

Diese sollen im Zeitraum zwischen Montag, 3. Februar, und Freitag, 21. Februar, durchgeführt werden, wie die Bayerische Oberlandbahn (BOB) nun mitteilte. Dies könne zu "kurzfristigen Einschränkungen" führen, da bei Voruntersuchungen bereits "mehrere Verdachtsmomente auf Kampfmittel" festgestellt worden sind.


Sollte es tatsächlich zu einem Kampfmittelfund kommen, kann der Bahnhof Rosenheim nach Einschätzung des Kampfmittelräumdienstes auf behördliche Anordnung hin gesperrt werden. Dies bedeutet für Fahrgäste von Meridian und Deutscher Bahn: Kurzfristige Fahrplanänderungen, Zugausfälle und Schienenersatzverkehr mit Bussen (SEV). 

Während der Sondierung sei in jedem Fall auch mit Gleisänderungen im Bahnhof Rosenheim zu rechnen, hieß es weiter. Die Bayerische Oberlandbahn will im Fall des Falles schnellstmöglich alle Informationen auf seiner Webseite (www.meridian-bob-brb.de) bereit stellen.


Baggerfahrer fuhr Bombe mit Schaufel weg

Den letzten Fall gab es im Juni 2016, als im Bereich der Kunstmühlstraße eine Fliegerbombe mit 60 bis 70 Kilogramm Sprengstoff entdeckt worden war. Ein Baggerfahrer hatte die Bombe damals mit seiner Baggerschaufel weggefahren und hatte dabei den Zünder offenbar nur knapp verfehlt. Er hätte damit auch eine große Explosion auslösen können. Letztlich konnte die Bombe jedoch erfolgreich entschärft werden.

Bilder: Bomben-Entschärfung in Rosenheim

 © Josef Reisner
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Fotos

250-Kilo-Bombe nördlich des Bahnhofes

Im Januar 2015 war am nördlichen Bahnhofsgelände, direkt gegenüber einer örtlichen Brauerei, eine Fliegerbombe aus dem zweiten Weltkrieg gefunden worden. Die Bombe wog rund 250 Kilogramm. Auch damals wurde das Gelände weiträumig abgesperrt. Insgesamt 5.000 Menschen wurden sicherheitshalber aus der Gefahrenzone gebracht. Erst am späten Abend war die Bombe damals erfolgreich entschärft.

Die Bomben-Fundstelle am Dienstagnachmittag

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Evakuierung auch im April 2014

Der dritte Fall datiert aus dem April 2014, als ebenfalls nördlich des Bahnhofs eine weitere Fliegerbombe entdeckt worden war. 3.900 Menschen mussten damals vorübergehend ihre Häuser räumen. Die Entschärfung war damals kurz nach Mitternacht abgeschlossen.

Das ist die Rosenheimer Bahnhofs-Bombe!

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Damals gab es kurzzeitig Verzögerungen, als sich vereinzelt Personen geweigert hatten, ihre Häuser zu verlassen. Auch jugendliche Randalierer sorgten für Arbeit bei den Einsatzkräften.

mw

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