Urteil vom Amtsgericht

Rosenheimer randaliert bei Prüfungsfeier

Rosenheim - Eigentlich wollte ein 34-jähriger Straßenbauer nur seine Abschlussprüfung als Polier feiern - doch das eskalierte gründlich. 

An sich spricht nichts dagegen, seinen Erfolg zu feiern. Das dachte sich auch der Rosenheimer und begann bereits am Mittag ein Bier nach dem anderen zu öffnen. Wie das OVB berichtet, hatte der Rosenheimer sich im Februar in kürzester Zeit mit 15 halben Bier betrunken.


Als er dann abends noch mit seiner Freundin einige Schnäpse in einem Lokal trank, war das Maß voll. Weil er begann sich mit der Frau zu streiten, griff der Türsteher ein und warf ihn raus. Daran erinnert der 34-Jährige sich noch. An alles, was danach passierte, nur noch vage. Er glaube jedoch nicht, dass er tatsächlich jemanden habe verletzen wollen, berichtet das OVB. "Der Türsteher hatte bei der Polizei angegeben, dass der Angeklagte vor der Türe eine Flasche zerschlagen und mit dieser in der Hand auf ihn zugegangen sei, allerdings ohne Stichbewegungen zu machen. 

Anschließend warf der Polier mit diversen Gegenständen - unter anderem einem Aschenbecher - um sich. Es wurde zwar niemand verletzt, weil aber der Aschenbecher vor der Lokaltüre 13 Kilogramm schwer war und auch eine abgebrochene Bierflasche lebensgefährlich sein kann, lautet die Anklage vor dem Amtsgericht Rosenheim auf versuchte gefährliche Körperverletzung, was durchaus mit einer Gefängnisstrafe geahndet werden kann, berichtet das OVB. Weil niemand ernsthaften Schaden nahm, kam der Mann aber mit einer Geldstrafe davon. 

Einen ausführlichen Bericht lesen Sie unter ovb-online.de und in Ihrer gedruckten Heimatzeitung.

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa

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