Pressemeldung Technische Hochschule Rosenheim

Wirtschaftsbarometer März 2019: Wirtschaftliche Lage in Rosenheim wieder eingetrübt

Rosenheim - Die aktuellen Ergebnisse des Wirtschaftsbarometer erbrachten Rückgänge der Einschätzungen für die aktuelle Geschäftslage, auch in Bezug auf die Geschäftserwartungen für die nächsten zwölf Monate.

Der Saldo aus positiven und negativen Beurteilungen der Geschäftslage lag in der aktuellen Umfrage der Fakultät für Betriebswirtschaft an der TH Rosenheim, bei + 18,8. Im Vormonat erreichte er noch sehr positive + 36,1 und vor Jahresfrist gar + 45,1. Die vergleichbaren Werte des ifo Institutes für Deutschland sind mit + 27,7 zum Vormonat nahezu unverändert, aber deutlich besser als in Rosenheim. Tendenziell weisen aber beide einen rückläufigen Trend seit April/Mai 2018 auf.

Ebenfalls spürbar schlechter wird die Geschäftsentwicklung für die nächsten zwölf Monate eingeschätzt. Dieser Saldo erreichte in Rosenheim nur leicht positive + 8,2, er hat sich zum Vormonat mehr als halbiert. Der vergleichbare Wert für Deutschland ist mit – 5,7 sogar negativ.

Weniger Investitionen werden getätigt

Das ungünstigere Wirtschaftsklima schlägt sich auch auf die Planungen der teilnehmenden Unternehmen in Bezug auf die Mitarbeiteranzahl und Investitionshöhe nieder. Nur noch 21 Prozent planen eine Erhöhung der Mitarbeiteranzahl, im Vorquartal waren dies noch 28 Prozent und im Vorjahresmonat 30 Prozent. Mit nur acht Prozent beabsichtigen jedoch unverändert viele Teilnehmer einen Personalabbau.

Betrachtet man die Wirtschaftszweige im Einzelnen, ergibt sich ein differenzierteres Bild: im Dienstleistungssektor planen 38 Prozent der Teilnehmer eine Ausweitung des Personalbestandes, während sich im Einzelhandel und verarbeitenden Gewerbe mit neun bzw. sieben Prozent die Unternehmen, die abbauen wollen sich die Waage halten, mit denen, die reduzieren möchten.

Etwas günstiger, wenn auch ebenfalls schwächer, ist die Situation bei den Investitionen. 27 Prozent der teilnehmenden Unternehmen gaben an, die Investitionen in den kommenden zwölf Monaten ausweiten zu wollen, lediglich zehn Prozent diese zu kürzen. Auch hier unterscheiden sich die Branchen: während im Dienstleistungssektor jedes 3. Unternehmen eine Erhöhung der Investitionen plant, ist es im verarbeitenden Gewerbe nur jedes 5. Im Einzelhandel planen zwar 27 Prozent eine Mehrung der Investitionen, aber auch gleich viele diese zu mindern.

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Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa

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